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Die Ballade von Narayama

(Narayama bushikô)J, 1982
  • 6 Fans 
  • Wertung0 84260noch keine Wertungeigene Wertung: -

Filminfos

Frau Orin lebt mit ihren erwachsenen Söhnen und ihren Enkeln in einem Dorf am Fuße des heiligen Berges Narayama. Der Alltag der Menschen ist geprägt vom Rhythmus der Natur. Man paart sich, man bekommt Nachwuchs, man bestellt das Feld und trotzt der Natur das zum Überleben Notwendige ab. Besonders in den langen Wintern gibt es kaum genug Nahrung, um alle Münder zu stopfen. Männliche Babys werden zuweilen umgebracht und die weiblichen Nachkommen verkauft. Rau und archaisch geht es im Dorf zu. Als eine vielköpfige Familie des Lebensmitteldiebstahls überführt wird, wird sie von den Dorfbewohnern lebendig begraben. Um die Zahl der Esser zu begrenzen, verlangt es die Tradition, dass die älteren Dorfbewohner zum Sterben auf den Narayama gebracht werden. Frau Orin ist noch rüstig, versorgt den Haushalt und weiß als einzige im Dorf, wo und wie man die begehrten Yamabe-Fische fängt. Doch - ganz der Religion verpflichtet - bereitet sie sich auf ihren letzten Gang vor und richtet das Leben ihrer Söhne für die Zeit ohne sie ein. Sie sorgt dafür, dass ihr Ältester, der verwitwete Tatsuhei, eine zweite Frau bekommt. Und sie organisiert ihrem Jüngsten, dem ungebärdigen Risuke, die betagte Nachbarin zur Befriedigung seiner Bedürfnisse. Dann drängt sie Tatsuhei, sie auf den Berg zu bringen. Gegen seinen Willen trägt der Sohn seine Mutter hinauf. Als sie den von Raben und Krähen bewachten und von Gebeinen und Schädeln übersäten Totenacker erreichen, beginnt es zu schneien.
(arte)
In seinem mit der Goldenen Palme in Cannes preisgekrönten Film gibt Shohei Imamura eine pralle, drastische, bewegende, mit grandiosen Naturaufnahmen bebilderte Schilderung eines Lebens unter primitiven Vorzeichen. Sein Film beruht auf einem Roman von Shichiro Fukuzawa, der - stark stilisiert - bereits 1958 von Keisuke Kinoshita verfilmt wurde. Imamura hingegen versetzt die Geschichte in eine äußerst authentisch wirkende Dorfwelt und konzentriert sich ganz auf das Körperliche, das Unmittelbare, das Natürliche des Menschen. Augenzwinkernd setzt er menschliches und tierisches Verhalten in Beziehung. Es geht um Fressen und Gefressenwerden, es ist ein Leben jenseits moralischer Bewertungen. Gegen die Brutalität des menschlichen Miteinanders, das den Gesetzen einer primitiven Religion unterworfen ist, scheint sich die Welt der Tiere geradezu friedlich auszunehmen. Doch der Film gewinnt durch die Figuren der Frau Orin und ihres Sohnes Tatsuhei dem Menschlichen auch eine große Wärme ab. Vor der archaischen Gnadenlosigkeit ihrer Umgebung wirken die unermüdliche familiäre Fürsorge von Frau Orin, die Gefasstheit, mit der sie sich den Gesetzen unterwirft, und die Anhänglichkeit des Sohnes an seine Mutter um so anrührender und erschütternder.
Shohei Imamura, 1926 in Tokio geboren, kam über seine Vorliebe für das Avantgarde-Theater zum Film. Er begann als Regieassistent, u.a. bei Ozu. Später trug er entscheidend zur Reformierung des japanischen Kinos bei. Analog zu den Entwicklungen in Frankreich rebellierten in den 60er Jahren die jungen japanischen Regisseure gegen das etablierte und hierarchische Studiosystem. Durch die Schaffung einer eigenen Infrastruktur konnte eine große Anzahl neuartiger und bedeutender Filme produziert werden. Imamura etablierte 1965 seine eigene Produktionsfirma, zehn Jahre später gründete er zur Förderung des Nachwuchses in Kawasaki eine Filmhochschule, der er im Jahr 2000 noch immer vorstand. Der inzwischen 77-jährige Shohei Imamura erhielt für "Die Ballade von Narayama" 1983 in Cannes die Goldene Palme, die ihm 1997 für sein Schuld-und-Sühne-Drama "Der Aal" ein zweites Mal zugesprochen wurde. Sein Schwarz-Weiß-Kunstwerk "Schwarzer Regen" wurde 1989 in Cannes mit dem Technikpreis ausgezeichnet. Zuletzt war im Rahmen des Episodenfilms "11.09.01" (2002) ein Beitrag von Shohei Imamura in deutschen Kinos zu sehen.
(arte)
Rubrik: Drama
Cast & Crew

im Fernsehen

Vor der nächsten Ausstrahlung kostenlose E-Mail Benachrichtigung an:
Bisherige Ausstrahlungstermine:
  • Sa22.05.2004Die Ballade von Narayama
  • Mi19.05.2004Die Ballade von Narayama
Daten & Zeiten kalendarisch. Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit.

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