Cherbourg, im November des Jahres 1957: Die junge, 16-jährige Geneviève arbeitet im Regenschirm-Geschäft ihrer Mutter Madame Emery. Sie hat sich verliebt in den Autoschlosser Guy, doch ihre Liebe stößt auf Widerstand in ihrer Familie. Die Mutter sähe es lieber, wenn Geneviève den wohlhabenden Diamantenschleifer Roland heiraten würde. Wenige Monate später wird Guy von der Armee eingezogen und nach Algerien in den Krieg geschickt. Geneviève ist verzweifelt und gesteht ihrer Mutter, schwanger zu sein. Ohne Nachrichten über den Verbleib von Guy, lässt sich Geneviève schließlich von ihrer Mutter dazu überreden, Roland zu heiraten, zumal dieser ihr Kind anerkennen wird. 1959 kehrt Guy verletzt aus dem Krieg zurück und beginnt mit einer anderen Frau ein neues Leben, denn Geneviève hat nach ihrer Hochzeit Cherbourg verlassen. 1962, drei Jahre später, am Vorabend von Weihnachten, begegnen sich die beiden durch einen Zufall wieder … "Die Regenschirme von Cherbourg" ist der ungewöhnliche und wagemutige Versuch, das Genre des Musicals in einem realistischen Ambiente anzusiedeln. Mit einer Geschichte zudem, die nichts von der oberflächlichen Fröhlichkeit eines Singspiels aufweist, sondern von einer tragischen Liebe ohne Happy-End erzählt. Bestechend ist der Film vor allem durch seine Farbdramaturgie, die an die großen amerikanischen Musicals erinnert. "In einem Musical", erläuterte Jacques Demy seine Absicht, "singen nicht nur die Personen, sondern auch die Farben … Die Farben schaffen die Bedeutung." Jacques Demy erzielte mit dieser innovativen Form des Filmens große Erfolge bei seinem Publikum. Seine Technik, eine realistische, auch politische Handlung nicht in Dialogen sprechen, sondern singen zu lassen, vervollkommnete Demy später in "Die Mädchen von Rochefort" (1967) und "Ein Zimmer in der Stadt" (1982). Die damals 20-jährige Catherine Deneuve hatte mit "Die Regenschirme von Cherbourg" ihren ersten großen Erfolg und begann eine Karriere, die sie bis heute zu einer der beliebtesten Schauspielerinnen Frankreichs macht.
(arte)
"Die Regenschirme von Cherbourg" ist der ungewöhnliche und wagemutige Versuch, das Genre des Musicals in einem realistischen Ambiente anzusiedeln. Mit einer Geschichte zudem, die nichts von der oberflächlichen Fröhlichkeit eines Singspiels aufweist, sondern von einer tragischen Liebe ohne Happy-End erzählt. Bestechend ist der Film vor allem durch seine Farbdramaturgie, die an die großen amerikanischen Musicals erinnert. "In einem Musical", erläuterte Jacques Demy seine Absicht, "singen nicht nur die Personen, sondern auch die Farben ... Die Farben schaffen die Bedeutung." Jacques Demy erzielte mit dieser innovativen Form des Filmens große Erfolge bei seinem Publikum. Seine Technik, eine realistische, auch politische Handlung nicht in Dialogen sprechen, sondern singen zu lassen, vervollkommnete Demy später in "Die Mädchen von Rochefort" (1967) und "Ein Zimmer in der Stadt" (1982). Jacques Demy starb am 27. Oktober 1990 im Alter von 59 Jahren. Die damals 20-jährige Catherine Deneuve hatte mit "Die Regenschirme von Cherbourg" ihren ersten großen Erfolg und begann eine Karriere, die sie bis heute zu einer der beliebtesten Schauspielerinnen Frankreichs macht.
(arte)
Länge: ca. 91 min.
Deutscher Kinostart: 12.11.1965
Original-Kinostart: 19.02.1964 (F)
Internationaler Kinostart: 03.02.1964 (S)
FSK 6
Cast & Crew
- Regie: Jacques Demy
- Drehbuch: Jacques Demy
- Produktion: Philippe Dussart, Maurice Urbain, Madeleine Films, Parc Film, Gilbert de Goldschmidt, Pierre Lazareff, Mag Bodard
- Produktionsfirma: Beta Film GmbH
- Musik: Michel Legrand
- Kamera: Jean Rabier
- Schnitt: Anne-Marie Cotret, Monique Teisseire
- Maske: Christine Fornelli
- Kostüme: Jacqueline Moreau
- Regieassistenz: André Flédérick, Klaus Müller-Laue, Jean-Paul Savignac
- Ton: André Flédérick
- Distribution: International Film Distributors, Malofilm Distribution