Der Autoverkäufer Yvan findet eines Abends den drogenabhängigen Einbrecher Elie in seiner Wohnung. Zunächst will er ihn vertreiben, doch Elie schwört, seit zwei Wochen clean zu sein. Yvan hat Mitleid mit dem abgemagerten Ex-Junkie, dessen einziger Wunsch ein Bus-Ticket ist, um zu seiner Mutter an die belgisch-französische Grenze zu fahren. Zähneknirschend packt Yvan, der seinen kleinen Bruder an eine Überdosis Heroin verlor, den jungen Mann auf den Beifahrersitz seines himmelblauen 79er-Chevrolet und fährt los. Doch ein Eldorado ist es wahrhaftig nicht - das Belgien, das der dürre Streuner und der wohlbeleibte Geschäftsmann bis zur französischen Grenze durchqueren. Das Einzige, was in der wallonischen Landschaft noch goldgelb glänzt, sind die weiten Rapsfelder, eingefangen in bestechenden Panoramen und unterlegt mit rockigen Gitarrenklängen wie in einem Western. Die beiden Antihelden wirken wie zwei aneinander haften gebliebene Magnete, die durch surreal bebilderte und bevölkerte Landschaften rollen und dabei unweigerlich all deren verfügbare Skurrilitäten auf sich ziehen. Im bürgerlichen Eldorado von Elies Eltern angekommen, wird ihnen die erdrückende Realität ihres sozialen Außenseitertums unter die Nase gerieben. Sie raufen sich zusammen und können sich langsam, mit gegenseitiger Hilfe, von ihren Süchten nach Einsamkeit und Heroin verabschieden.
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