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Fallada - Letztes Kapitel

DDR, 1988
  • 2 Fans jüngerälter
  • Wertung0 123159noch keine Wertungeigene Wertung: -

Filminfos

Premiere: 01.01.1988
Premiere D: 21.09.1989
Hans Fallada fährt 1937 mit seiner Frau Anna in ein Berliner Filmstudio, wo ihm Ausschnitte einer Dokumentation über einen Werksbesitzer gezeigt werden. Über diesen Mann soll er ein Szenarium für einen Film schreiben, wofür ihm 20 Tausend Mark, die er dringend benötigt, in Aussicht gestellt werden. Da er nicht so vorankommt, wie er möchte, wird ihm aus Berlin Else-Marie Bukonje zur Unterstützung bei den Schreibarbeiten in Carwitz zur Verfügung gestellt. Seine Versuche, ihr körperlich näher zu kommen, schlagen fehl. Als er sie nach der Ablehnung seines Manuskripts in ihrer Berliner Wohnung besucht, ergreift sie diesmal die Initiative und so kommen beide doch noch ins Bett. Seine Frau Anna betreut ihn in diesen Zeiten tiefster Depressionen, erträgt seine Aggressionen.
Eines Tages steht ein Polizist vor der Haustür und wünscht Hans Fallada zu sprechen. Er hat den Auftrag, Fallada zu überprüfen, da die Vermutung naheliegt, dass dieser wieder Rauschgift zu sich nimmt. Anna sucht ihn und findet ihn im Zimmer des Hausmädchens Anneliese, wie er sich gerade wieder anzieht. Den Polizisten kann er, der zu dieser Zeit nur Alkohol- und Tablettenabhängig ist, von seiner Unschuld überzeugen und seiner Frau wirft er vor, ihn angezeigt zu haben. Anna macht ihm aber klar, dass die Anzeige von Else-Marie Bukonje kommt. Diese ist Bestandteil einer Intrige, die im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda gegen ihn initiiert wird, um ihn zur Mitarbeit im Interesse des Nationalsozialismus zu überzeugen.
Fallada bekommt eine Kommandierung als Major zum Reichsarbeitsdienst nach Südfrankreich, worüber er eine Reportage schreiben will. Nach seiner Rückkehr soll er im Auftrag des Ministeriums einen Antijüdischen Roman schreiben, wovon ihn Frau Bukonje zu überzeugen versucht. Hans Fallada, der zu dieser Zeit nur noch Schmarren schreibt, die keiner lesen will, ist an diesen Stoff aber nicht heran zukriegen. Außerdem verhindert ein längerer Aufenthalt in einem Sanatorium, in welches er wegen seiner Alkohol- und Tablettensucht eingewiesen wird, ein produktives Arbeiten. Nach der Entlassung aus dem Heim findet er in seinem Haus in Carwitz, einen Teil der Verwandtschaft seiner Frau und seine Mutter vor. Sie sind vor den Folgen des fortgeschrittenen Krieges in den größeren Orten Deutschlands, in diesen kleinen Ort geflüchtet. Als er den vollen Tisch sieht, verschwindet er gleich wieder in die Gaststätte des Ortes.
Hier lernt er die Berliner Fabrikantenwitwe Ursula Losch kennen, die ebenfalls, mit ihrer kleinen Tochter, in dem kleinen Ort Zuflucht gesucht hat. Bei ihr bleibt er gleich die ganze Nacht und als er gegen Mittag betrunken nach Hause kommt, eröffnet ihm seine Frau, dass sie sich scheiden lassen wird. Als er betrunken ein paar Sachen aus seinem Haus holen will, darunter auch sein Gewehr, beginnt er auf das Haus zu schießen und zielt auch direkt auf seine geschiedene Frau. Nur seiner Trunkenheit ist es zu verdanken, dass er sie nicht trifft. Anna kann ihn überwältigen und schmeißt das Gewehr in den See. Für diese Schüsse muss Fallada ins Gefängnis und er beantragt eine Schreiberlaubnis, welche ihm für das Schreiben des Romans über den Juden, den er für das Propagandaministerium schreiben soll, genehmigt wird. Tatsächlich hat er zwischen den Zeilen das Manuskript für sein berühmtes Buch Der Trinker geschrieben. Nach seiner Entlassung zieht er wieder zu der schönen, jungen Ursula und die Liebe zu ihr, gibt ihm neue Kraft, die jedoch nicht beständig sein wird. Sie ist Morphinistin und zieht ihn noch weiter in den Abgrund.
Nach Ende des Krieges setzt ihn die Rote Armee in Feldberg als Bürgermeister ein. Fallada nimmt die Aufgabe sehr ernst und versucht Recht und Ordnung durchzusetzen, doch er scheitert an den ungewohnten Anforderungen und zieht mit seiner neuen Ehefrau Ursula nach Berlin, wo seine Abhängigkeit von den Drogen immer stärker wird. Er erhält aber Unterstützung von dem Dichter Johannes R. Becher, dessen Nachbar er ist und er beginnt wieder zu schreiben. So kann er sein Buch Der Trinker fertigstellen, während seine Frau Geld für die Drogen, durch den Verkauf von Antiquitäten beschafft. Einen Rückschlag bekommt er, als er einen offenen Brief in einer Zeitung zu lesen bekommt, in dem Else-Marie Bukonje die Frage nach dem echten Fallada stellt. Ein Verlag überzeugt ihn, natürlich mit einer Vorauszahlung den von ihm angedachten Roman Jeder stirbt für sich allein zu schreiben. Doch körperlich ist er am Ende und bricht während einer Lesung im Rundfunk zusammen, wird in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er im Februar 1947, im Alter von 53 Jahren, stirbt.
(Dieser Text basiert auf dem Artikel Fallada – Letztes Kapitel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.)
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