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54

Frida

USA/CDN/MEX, 2002

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Filminfos

06.03.2003
Im Jahr 1925 verändert ein Tramunfall das Leben der 18-jährigen Frida Kahlo (Salma Hayek) für immer: Mehrfache schwere Knochenbrüche zwingen sie zu monatelanger Immobilität. Trotz verschiedener Operationen wird sie sich nie mehr ohne Korsett bewegen und keine Kinder bekommen können. Isoliert und einsam beginnt sie im Krankenzimmer ihre Gefühle und Schmerzen durch die Malerei auszudrücken. Ihre Eltern, obwohl alles andere als begütert, unterstützen sie nach Kräften in ihrer Kreativität. Kaum kann Frida wieder gehen, legt sie ihre Gemälde dem bekannten Maler Diego Rivera (Alfred Molina) vor. Rivera zeigt sich nicht nur beeindruckt von Fridas ausdrucksstarker Malerei, sondern auch von ihrer Beharrlichkeit, ihrem Charme und ihrer Schönheit.
Der Frauenheld wird für Frida zum "zweiten Unfall ihres Lebens": Die beiden heiraten 1929 und werden zum gefeierten Künstlerpaar. Sie leben in Mexiko und in den USA, wo Rivera mehrere Aufträge für Wandgemälde bekommt, darunter auch jenes für Rockefeller (Edward Norton), das er wegen Differenzen mit seinem Auftraggeber nie ausführt. Frida, die sich im Glamour der Salons eingeengt fühlt, kehrt immer wieder in die Heimat zurück. Später nehmen die beiden den Exilanten Trotzki (Geoffrey Rush) in ihrem Haus auf, mit dem Frida eine Affäre hat. Es folgen Jahre des Kampfes privater und kreativer Natur, mit Affären von Rivera, wilden Trennungen und Versöhnungen, die auch das Werk der körperlich zerbrechlichen Künstlerin bis zu ihrem Tod im Jahre 1954 prägen. Leben und Werk von Frida Kahlo waren zu ihren Lebzeiten ausserhalb Mexikos kaum bekannt.
Erste Anerkennung erfuhr sie durch André Breton, der sie Ende der 30er-Jahre als surrealistische Malerin feierte. Sie aber sah sich als "mexikanische realistische Malerin", die eigene, konkrete Lebenssituationen und vor allem viele Selbstporträts malte. Die sehr persönliche und weibliche Sehweise in ihrer Bilderwelt führte erst in den 80er-Jahren zu weltweiter Anerkennung. Als Hollywood auf die schillernde Persönlichkeit aufmerksam wurde, kursierten bald schon Drehbücher und Namen von Regisseuren und Darstellerinnen. Salma Hayek kämpfte, lange bevor sie mit Filmen wie "Desperado" und "From Dusk till Dawn" bekannt wurde, darum, ein Biopic der Künstlerin zu realisieren. Am Ende machte sie das Rennen gegen so grosse Namen wie Jennifer Lopez und Madonna.
Sie übernahm nicht nur die Hauptrolle, für die sie für einen Oscar nominiert wurde, sondern zeichnete auch als Produzentin verantwortlich. Vom Frida Trust erhielt Hayek das Recht zugesprochen, die Gemälde der Künstlerin für ihren Film zu nutzen.
(SRF)
Hauptdarstellerin Salma Hayek ist zugleich Co-Produzentin des Filmprojekts, sie singt außerdem einen Song ("La Bruja") und malte einige Bilder, die in den Szenen auftauchen, selbst. Frida Kahlos Nichte war so von dem Film beeindruckt, dass sie Hayek eine Halskette ihrer Tante Frida überreichte. Die bekannte mexikanische Sängerin Chavela Vargas, mit der Frida Kahlo zu Lebzeiten eine Affäre gehabt haben soll, arbeitete - bereits über 80 Jahre alt - für den Oscar-prämierten Streifen zusammen mit Filmkomponist Elliot Goldenthal am Soundtrack und übernahm außerdem eine Nebenrolle. Salma Hayek klagte später den Produzenten Harvey Weinstein an, sie mit der Drohung, sie zu entlassen, zu einer Nacktszene gezwungen zu haben, bei der sie eine Panikattacke erlitten habe und mit Valium beruhigt worden sei. Außerdem gab sie an, von Weinstein sexuell belästigt worden zu sein.
(Tele 5)

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