Nachdem die jahrelange Propagandamaschinerie von Joseph Goebbels (Robert Stadlober) Früchte trägt und die Nationalsozialisten sich hoher Beliebtheit erfreuen können, überzieht Hitler Europa mit einem Krieg, der das wahre Gesicht des Faschismus nicht mehr hinter gestellten Bildern und beschwichtigenden Worten verbergen kann. Goebbels muss eine Strategie ändern - auch und gerade, um nicht in der Gunst von Adolf Hitler (Fritz Karl) zu sinken ...
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Doku-Dramen sind immer so eine Sache. Die Vermischung von Dokumentaraufnahmen und fiktionalen Szenen ist eine Herausforderung an Wahrheit und Glaubwurdigkeit. Der Film gibt sich Mühe dem gerecht zu werden. Nachprüfen lässt sich das am Ende nur mit detaillierten Geschichtskenntnissen. Die Hauptaussagen kann man erkennen: die Psychologie der Macht und der Propaganda bei der Nazis von 1938-45. Leider wird die Grausamkeit und der Zynismus in der Konsequenz der Entscheidungen nicht immer deutlich und die zum Teil lockeren fiktionalen Dialoge (Witze bei Goebbels' 'Probe' zur Sportpalastrede!) verleiten dazu, das alles für 'normale' Politik zu halten, vor allem für das heutige Publikum. Der bodenlose Zynismus der Nazis wird nicht deutlich. Insofern wird die Sprache der Protagonisten im Film dieser Anforderung nicht gerecht. Hier liegen Schwächen des Dokudramas. Und auch bei der Wahl des Castes ist nicht alles gelungen. Stadlober als Goebbels und Karl als Hitler sind wenig authentisch, obwohl sie sich wirklich Mühe geben. Franziska Weisz als Magda Goebbels ist da eine positive Ausnahme. Gut gelungen ist die oft direkte Gegenüberstellung von Spielszenen und Dokumentaraifnahmen, da wird vieles visuell deutlich. Die eingestreuten Interviewschnipsel von Augenzeugen (Friedländer u.a.) sind zwar zusätzlich informativ, aber m.E. nicht unbedingt zielführend. Ihre Schlussaussagen bilden aber dann einen sinnvollen Abschluss des Ganzen. Fazit: Auf jeden Fall sehenswert als Beitrag zur Einordnung des Nationalsozialismus, rechter Propaganda und aktuellen Entwicklungen auf der Welt. Insgesamt ambitioniert, aber in Details (s.o.) mit Luft nach oben.