Ein Leben lang geriet der deutsche Physiker und Erfinder Manfred von Ardenne in das öffentliche Interesse. Zunächst gelang ihm das mit ruppigen physikalischen Schülerstreichen bei Nachbarn, Straßenpassanten und Anverwandten. Mit seinem ersten Patent als 16-Jähriger - 600 weitere sollten folgen - katapultierte er sich in die Promi-Riege der Wunderkinder. Als 20-Jähriger hatte er Schulden bis über beide Ohren. Viele DDR-Bürger nannten ihn den roten Baron auf dem weißen Hirsch, als er nach seiner Rückkehr aus der Sowjetunion im Osten blieb. Mit seinem privatwirtschaftlich organisierten Institut mit 500 Mitarbeitern beschritt er einen privilegierten Sonderweg und avancierte zum Aushängeschild der DDR. Er hatte den Stalin- aber nicht den Nobelpreis. Er kannte die Mächtigen in Wissenschaft und Politik - von Einstein bis Walter Ulbricht ... Als anerkannter Physiker wird er mit seiner Krebs-Mehrschritt-Therapie zum umstrittenen Medizinmann zu einem Zeitpunkt, da andere in Rente gehen. Die MDR-Sendung vom 20.01.1997 zu Manfred von Ardennes 90. Geburtstag ist inzwischen ein kostbares Dokument geworden. Auf dieser letzten Geburtstagsfeier, die er erleben durfte, gibt es viele Begegnungen mit technischen und musikalischen Wunderkindern und manchen seiner Weggefährten.
(MDR)
Daten
Länge: ca. 65 min.
Originalsprache:
Deutsch
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im Fernsehen
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