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Kämpfen für Olympia
Jeannine GmelinCH, 2021
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Filminfos
Zum ersten Mal besucht das Filmteam Jeannine Gmelin Ende 2018. Es ist ein kalter Wintermorgen in Sarnen. Sie trainiert im nationalen Ruderzentrum. Ihre Zielstrebigkeit, Ausdauer und Offenheit faszinieren. Alles läuft nach Plan, Gmelin ist im Team eine Leaderfigur, sie will ihre Karriere mit einer Medaille an den Olympischen Spielen krönen.
Ihr Weg dahin ist steinig, schmerzvoll und voller Hindernisse. Auf Triumphe folgen Zweifel und Krisen. Zuerst erreicht Gmelin die Nachricht, dass der Ruderverband ihren Coach Robin Dowell entlässt. «Das war wie ein Schlag in die Magengrube», kommentiert Gmelin. Sie ist geschockt und traurig. Sie zweifelt. Die Gespräche und Verhandlungen mit dem Verband gestalten sich schwierig. Schliesslich stellt sie ein Privatteam auf die Beine. Robin Dowell ist wieder ihr Coach. An ihrer Seite: viele weitere Supporter. Die Spitzenathletin wird in wenigen Wochen ungewollt zur Kleinunternehmerin.
Aufgewachsen ist sie in einfachen Verhältnissen mit drei Geschwistern, die sie bis heute über alles liebt. Mit zwölf Jahren beginnt sie in Uster ZH mit Rudern. Sie hat Talent und Ehrgeiz. Bald auch Erfolg. 2016 erreicht sie den fünften Platz an den Olympischen Spielen in Rio. 2017 wird sie Weltmeisterin und ein Jahr danach gewinnt sie den Gesamtweltcup. Jeannine Gmelin ist die erfolgreichste Schweizer Ruderin der Geschichte: Europameisterin, Weltmeisterin.
Ihre Trainings und Wettkämpfe laufen im Jahr vor Olympia nicht immer nach Wunsch, trotz erfolgreicher Selektion. Um sich perfekt vorzubereiten, reist die Athletin Anfang 2019 nach Australien, wo sie unter ähnlichen klimatischen Bedingungen wie in Tokio trainieren will. Riesige Buschbrände brechen aus und Russ belastet die Luft. Die Ruderin hat Mühe, in den Trainings richtig atmen zu können. Sie bricht ab und reist zurück nach Norditalien. Trotz dieser Planänderung bleibt Gmelin zuversichtlich für ihren Olympiatraum. Bis zum Zeitpunkt, als die Corona-Pandemie die Welt schlagartig verändert.
Die Spitzensportlerin begibt sich in Italien in Selbstquarantäne. Kurz bevor die meisten Grenzen in Europa schliessen, fährt sie mit ihrem Trainer nach Slowenien. Die Pandemie zwingt sie, dort zu bleiben. Wochenlang kein Zurück in die Schweiz. Jeannine Gmelin bekommt Heimweh. Mit ihren Liebsten kann sie sich zwar noch austauschen, aber nur noch digital.
Schliesslich die Nachricht, dass die Olympischen Spiele von Tokio wegen Corona um ein Jahr verschoben werden. Ihr Traum scheint geplatzt. Aber Gmelin lässt sich nicht beirren, sie kämpft weiter und glaubt an sich: «Nach der Absage von Tokio wurde mir klar, dass ich meinen Traum nochmals ein Jahr länger leben kann. Das macht ihn umso schöner.» Anfang Juli 2021 wird sie nach Tokio fliegen. Mit einem klaren Ziel auf das sie sehr lange hingearbeitet hat.
Die Dokumentation von Heidi Schmid und Christian Labhart gibt Einblick in das Leben einer willensstarken Frau und Athletin, die sich nicht nur Gedanken zu Muskeln und Pulsfrequenzen macht, sondern auch auf eine intensive Art mit der Welt verbunden ist.
Ihr Weg dahin ist steinig, schmerzvoll und voller Hindernisse. Auf Triumphe folgen Zweifel und Krisen. Zuerst erreicht Gmelin die Nachricht, dass der Ruderverband ihren Coach Robin Dowell entlässt. «Das war wie ein Schlag in die Magengrube», kommentiert Gmelin. Sie ist geschockt und traurig. Sie zweifelt. Die Gespräche und Verhandlungen mit dem Verband gestalten sich schwierig. Schliesslich stellt sie ein Privatteam auf die Beine. Robin Dowell ist wieder ihr Coach. An ihrer Seite: viele weitere Supporter. Die Spitzenathletin wird in wenigen Wochen ungewollt zur Kleinunternehmerin.
Aufgewachsen ist sie in einfachen Verhältnissen mit drei Geschwistern, die sie bis heute über alles liebt. Mit zwölf Jahren beginnt sie in Uster ZH mit Rudern. Sie hat Talent und Ehrgeiz. Bald auch Erfolg. 2016 erreicht sie den fünften Platz an den Olympischen Spielen in Rio. 2017 wird sie Weltmeisterin und ein Jahr danach gewinnt sie den Gesamtweltcup. Jeannine Gmelin ist die erfolgreichste Schweizer Ruderin der Geschichte: Europameisterin, Weltmeisterin.
Ihre Trainings und Wettkämpfe laufen im Jahr vor Olympia nicht immer nach Wunsch, trotz erfolgreicher Selektion. Um sich perfekt vorzubereiten, reist die Athletin Anfang 2019 nach Australien, wo sie unter ähnlichen klimatischen Bedingungen wie in Tokio trainieren will. Riesige Buschbrände brechen aus und Russ belastet die Luft. Die Ruderin hat Mühe, in den Trainings richtig atmen zu können. Sie bricht ab und reist zurück nach Norditalien. Trotz dieser Planänderung bleibt Gmelin zuversichtlich für ihren Olympiatraum. Bis zum Zeitpunkt, als die Corona-Pandemie die Welt schlagartig verändert.
Die Spitzensportlerin begibt sich in Italien in Selbstquarantäne. Kurz bevor die meisten Grenzen in Europa schliessen, fährt sie mit ihrem Trainer nach Slowenien. Die Pandemie zwingt sie, dort zu bleiben. Wochenlang kein Zurück in die Schweiz. Jeannine Gmelin bekommt Heimweh. Mit ihren Liebsten kann sie sich zwar noch austauschen, aber nur noch digital.
Schliesslich die Nachricht, dass die Olympischen Spiele von Tokio wegen Corona um ein Jahr verschoben werden. Ihr Traum scheint geplatzt. Aber Gmelin lässt sich nicht beirren, sie kämpft weiter und glaubt an sich: «Nach der Absage von Tokio wurde mir klar, dass ich meinen Traum nochmals ein Jahr länger leben kann. Das macht ihn umso schöner.» Anfang Juli 2021 wird sie nach Tokio fliegen. Mit einem klaren Ziel auf das sie sehr lange hingearbeitet hat.
Die Dokumentation von Heidi Schmid und Christian Labhart gibt Einblick in das Leben einer willensstarken Frau und Athletin, die sich nicht nur Gedanken zu Muskeln und Pulsfrequenzen macht, sondern auch auf eine intensive Art mit der Welt verbunden ist.
(SRF)
Daten
Länge: ca. 60 min.
| Originalsprache: | Deutsch |
Kostenlose Start- und Streambenachrichtigung:
Cast & Crew
- Regie: Christian Labhart
im Fernsehen
In Kürze:
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