„Katzenspiel“ ist eine Tragikomödie, deren Hauptfigur durch eine alte „abgetakelte, ermüdende aber unermüdliche“ Frau verkörpert wird. Die Frau durchlebt immer wieder eine leidenschaftliche Liebe, der sie sich nicht entziehen kann. Dass ihr Auserwählter ein an Lungenerweiterung leidender Ex-Opernsänger ist, lüstern und gefräßig, ist unwichtig. Frau Orban liebt ihn für die Erinnerungen, die sie mit ihm verknüpft. Sie liebt ihn ihren Freundinnen, Verwandten oder Rivalinnen zum Trotz, die ihr zu verstehen geben wollen, wie lächerlich ihr Verhalten scheinbar ist.
Ihre wichtigste Gesprächspartnerin ist ihre in der Bundesrepublik lebende Schwester Giza, deren Prüderie und kleinmütige Anpassung Frau Orbans ungezügeltem Temperament und Antikonformismus widersprechen. Nach eigener Aussage sei Gizas Leben „nichts anderes gewesen als ein langes Überwintern, aus Angst vor der Kälte“. Frau Orban, für ihren Teil, verwirft dieses ängstliche Leben, durch das sie sich angeekelt fühlt; sie verspottet es lauthals mit beizendem Hohn, was die Hilflosigkeit des Alters und das Herannahen des Todes verhüllt.
Auf einem vergilbten Foto erscheinen wiederholt die beiden Schwestern in ihrem ersten Abendkleid als zwei Dorfschönheiten. Dazwischen liegt die Lebensgeschichte von 60- bis 70-Jährigen, deren grotesk-tröstliche Liebesgeschichte die Hoffnungslosigkeit in diesem tragisch-fauchenden Katzenspiel weniger deutlich in Erscheinung treten lässt.
Ihre wichtigste Gesprächspartnerin ist ihre in der Bundesrepublik lebende Schwester Giza, deren Prüderie und kleinmütige Anpassung Frau Orbans ungezügeltem Temperament und Antikonformismus widersprechen. Nach eigener Aussage sei Gizas Leben „nichts anderes gewesen als ein langes Überwintern, aus Angst vor der Kälte“. Frau Orban, für ihren Teil, verwirft dieses ängstliche Leben, durch das sie sich angeekelt fühlt; sie verspottet es lauthals mit beizendem Hohn, was die Hilflosigkeit des Alters und das Herannahen des Todes verhüllt.
Auf einem vergilbten Foto erscheinen wiederholt die beiden Schwestern in ihrem ersten Abendkleid als zwei Dorfschönheiten. Dazwischen liegt die Lebensgeschichte von 60- bis 70-Jährigen, deren grotesk-tröstliche Liebesgeschichte die Hoffnungslosigkeit in diesem tragisch-fauchenden Katzenspiel weniger deutlich in Erscheinung treten lässt.
(Einsfestival)
Länge: ca. 84 min.
Deutsche TV-Premiere: 29.06.1983 (ARD)
Cast & Crew
- Regie: István Szabó
- Drehbuch: István Szabó
- Buchvorlage: István Örkény