Die Familiengeschichte der Kotanyis reflektiert den Zeitraum vor und nach dem Zweiten Weltkrieg in Ungarn und bezieht sich vor allem auf den Ungarn-Aufstand 1956. Die Eltern - als dissidente Intellektuelle bespitzelt und in die Isolation getrieben - entschieden sich, mit ihren drei Kindern nach Westeuropa zu emigrieren. Heute leben Mutter, Vater und Geschwister der Filmemacherin Sophie Kotanyi seit Jahrzehnten voneinander getrennt, unter anderem in Berlin, Brüssel, Düsseldorf und seit kurzem auch wieder in Budapest. Familiengeschichte als Rekonstruktion von Zeitgeschichte: Das Leben der Großeltern und Eltern als assimilierte Juden in Ungarn, die Verfolgung während des Krieges, der alltägliche Terror des Stalinismus im Budapest der 50er Jahre, die Zeit in der Emigration.
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