Tausche Schnaps gegen Fahrradreifen, Damenstrümpfe gegen Heringe. Norddeutschland, die Zeit der letzten Kriegstage bis zur Währungsreform 1948. Die Menschen trauern, leiden unter Hunger und Wohnungsnot, suchen nach Neuorientierung. Zwischen der Elbe, der Altmark in Sachsen-Anhalt und dem niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg entwickelt sich ein reger Grenzverkehr. Zwei Besatzungszonen – die sowjetische und die britische – stoßen hier aufeinander. Wer von der einen in die andere Zone wechseln will, fährt zunächst mit der Kleinbahn bis ins Grenzgebiet. „Heringsexpress“ heißt der Zug – der Fische wegen, die viele Reisende im Gepäck haben. Bei Nacht und Nebel machen sie sich dann auf, zu Fuß über die bewachte Grenze. Es sind Flüchtlinge auf der Suche nach einer neuen Heimat, aber auch Grenzführer, Hamsterer, Schmuggler auf Organisationstour. Grundnahrungsmittel und Waren aller Art, alles ist knapp, und alles ist gefragt. Die Abenteuer an der Grenze werden für manchen bald zum einträglichen Geschäft. Mit der Distanz von fünfzig Jahren erzählen Zeitzeugen von den wilden Nachkriegsjahren. Und davon, wie der Kampf ums Überleben half, die Erinnerungen an den Krieg zu verdrängen.
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