Die Zerstörung von Kunstwerken ist eines der letzten großen Tabus der Kunstwelt. Immer wieder werden Gemälde, Skulpturen und andere Werke angegriffen. Wer sind die Täter? Was treibt sie an? Und wie lassen sich Kunstwerke effektiv schützen? Die zweiteilige Dokumentation widmet sich einem kaum erforschten Phänomen. Im Mittelpunkt steht Hans-Joachim Bohlmann, der als Säureattentäter in den 70er und 80er Jahren Gemälde im Wert von mehreren 100 Millionen Euro zerstörte und als wohl größter Einzeltäter in der Geschichte der Kunstzerstörung traurige Berühmtheit erlangte. Bohlmanns Motiv: größtmögliche Aufmerksamkeit. Doch was treibt andere Kunstzerstörer an? Für die Ermittler bis heute rätselhaft ist eine Attacke auf der Berliner Museumsinsel im Oktober 2020, bei der die Täter rund 70 Objekte beschädigten. Wie konnte das an einem der renommiertesten Museumsstandorte Europas gelingen, ohne aufzufallen? Welche Botschaft wollten die Täter senden? Für Restauratoren stellen vor allem Säureanschläge eine große Herausforderung dar - wie im Fall des Serientäters Bohlmann. Ein anderer spektakulärer Fall ereignete sich 1982 in der Berliner Nationalgalerie, als ein Student ein Bild von Barnett Newman angriff, weil es ihm Angst einjagte. Welche Kraft kann Kunst entwickeln? Und wie soll sie in Zukunft in den Museen präsentiert werden? Auch diese Fragen stellt die Dokumentation - dabei kommen unter anderem Ermittlungsbehörden, Restauratoren, Psychiater und auch Täter zu Wort und versuchen das Phänomen Kunstzerstörung zu erklären.
(arte)
Daten
Weiterer Titel: Kunstzerstörer - Das letzte Tabu der Kunstwelt
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Gut geschützt hinter dem Glaskasten: Die Mona Lisa wird darin nicht nur vor Vandalismus, sondern auch vor Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen geschützt.
Anne Bessette beschäftigt sich in ihrer Doktorarbeit mit Vandalismus an Kunstwerken. Aus soziologischer Perspektive untersucht sie die Motivation hinter den Handlungen.