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Pfandastisch? Ein Jahr Plastik-Pfand

A, 2026

Neulandfilm / ORF
  • 2 Fans
  • Wertung0 171015noch keine Wertungeigene: -

Filminfos

Seit 1. Jänner 2025 gibt es in Österreich ein landesweites Einwegpfandsystem auf Plastikflaschen und Dosen. Hanno Settele zieht in der neuen "Dok 1"-Ausgabe "Pfandtastisch? Ein Jahr Plastik-Pfand" am Mittwoch, dem 4. Februar 2026, um 20.15 Uhr in ORF 1 und auf ORF ON nach einem Jahr Bilanz: Hat das Pfand gehalten, was es versprochen hat? Wurden die Ziele erreicht? Und wie beliebt oder unbeliebt ist das neue Pfandsystem in der Bevölkerung? 53 Jahre nach der Erfindung der PET-Flasche ist Österreich spät dran mit einem Pfandsystem. Doch der Druck aus Brüssel war groß: Die EU schreibt bis 2029 eine Sammelquote von 90 Prozent vor. In der Theorie soll das Pfand helfen, Plastikmüll zu reduzieren und die Kreislaufwirtschaft fördern.
In der Praxis zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild: volle Automaten, verärgerte Konsumentinnen und Konsumenten, aber auch neue Ideen und technische Innovationen. Die Dokumentation begleitet Menschen, die das System täglich erleben – vom Supermarkt bis zur Sortier- und Recyclinganlage. Laut der Umweltjuristin Judith Fitz von der AK Wien sind die häufigsten Konsumentenbeschwerden: defekte Automaten, verweigerte Barauszahlungen, unklare Regeln. Gleichzeitig zeigt das Start-up "Pfandabär", dass Rückgabe auch digital, bequem und innovativ funktionieren kann. In burgenländischen Müllendorf blickt "Dok 1" hinter die Kulissen, was passiert, wenn das Einwegpfand den Supermarkt verlässt. Hanno Settele schaut sich den Ablauf in einer Sortieranlage und Recyclinganlage an, und Experten wie Recyclingberater Christian Abl und Peter Beigl von der BOKU Wien erklären Chancen, Schwächen und Widersprüche des Systems.
Monika Fiala, Geschäftsführerin der EWP Recycling Pfand Österreich gGmbH, die das Pfandsystem zentral steuert, sieht darin einen großen Schritt in Richtung echter Kreislaufwirtschaft. Der Wiener Würstelstand-Betreiber Sebastian Neuschler hat wegen des neuen Plastikpfands komplett auf Glasflaschen umgestellt – aus Platzmangel und Pragmatismus. Bäcker Franz Fenzl aus Linz-Urfahr schildert, wie das Pfand neue Bürokratie und Logistikprobleme für seinen Betrieb und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schafft. Pfandsammler Johannes Seidl erzählt, wie sich sein Alltag durch neue Pfandringe an den öffentlichen Mistkübeln verändert hat – und dass das Pfand für manche zur Existenzgrundlage wurde. Wie das Pfand in privaten Haushalten ankommt, zeigen Nadja Winkler und ihr Partner Michael Auferbauer aus Stockerau. Vor dem Start des Pfands horteten sie noch schnell 500 pfandfreie Wasserflaschen, um "möglichst lange ohne Pfand auszukommen". Im Sommer war der Vorrat aufgebraucht, seither stapeln sich Flaschen und Dosen in ihrer Wohnung. "Pfandtastisch? Ein Jahr Plastik-Pfand" ist eine journalistische Spurensuche entlang der neuen Kreislaufwirtschaft. Zwischen Idealismus, Innovation und Alltag zeigt diese "Dok 1", was das Pfand tatsächlich verändert hat – und wo Österreich nachjustieren muss, damit aus gut gemeint auch gut gemacht wird.
(ORF)
Daten
Länge: ca. 50 min.
Internationale TV-PremiereMi, 04.02.2026 (ORF 1)
Originalsprache:Deutsch
Kostenlose Start- und Streambenachrichtigung:

im Fernsehen

In Kürze:
  • Pfandastisch? Ein Jahr Plastik-Pfand
  • Pfandastisch? Ein Jahr Plastik-Pfand
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Kommentare, Erinnerungen und Forum

Bilder

  • Hanno Settele unterhält sich mit Monika Fiala über das neue Einwegpfandsystem. Sie ist die Geschäftsführerin der gemeinnützige Gesellschaft Recycling Pfand Österreich, kurz EWP, diese ist zuständig für Organisation und Verwaltung des Systems.
    Bild: © Neulandfilm / ORF
  • Sebastian Neuschler: Gastronom und Würstelstandbesitzer. Als er hörte, das neue Pfandsystem kommt, hat er einfach sein eigenes System aufgebaut: Er hat komplett auf Glasflaschen umgestellt, verzichtet also auf PET Flaschen und Aludosen.
    Bild: © Neulandfilm / ORF
  • Hanno Settele (r.) trifft im Tiergarten Schönbrunn auf (v.li.) Noah Matznetter und Raphael Thiele. Sie haben das Start Up „Pfandabär“, gegründet und einen modernen, digitalen Automaten erschaffen, der das Geld direkt aufs Konto überweist.
    Bild: © Neulandfilm / ORF
  • Hanno Settele (r.) besucht Christian Strasser in einer Recyclinganlage. Hier in der Anlage im burgenländischen Müllendorf werden aus 31.000 Tonnen verarbeitetem Material etwa 1,6 Milliarden Flaschen. Hier sitzen beide auf Ballen voller gepresster und farblich sortierter PET-Flaschen.
    Bild: © Neulandfilm / ORF
  • Hanno unterhält sich mit Umweltjuristin Julia Fitz von der AK Wien über die Beschwerden, die sie von KonsumentInnen über das neue Pfandsystem erhalten haben.
    Bild: © Neulandfilm / ORF
  • v.li.: Hanno Settele besucht Christian Strasser in einer Recyclinganlage. Hier in der Anlage im burgenländischen Müllendorf werden aus 31.000 Tonnen verarbeitetem Material etwa 1,6 Milliarden Flaschen. Aus einer alten Flasche wird eine neue.
    Bild: © Neulandfilm / ORF
  • Hanno Settele vor einem modernen Pfandautomaten.
    Bild: © Neulandfilm / ORF
  • Hanno Settele (r.) trifft Pfandsammler Johannes Seidl. Eigentlich verkauft er eine Straßenzeitung in Linz, verbessert sich aber sein Einkommen mit Pfandsammeln auf. Ungefähr 80 Euro kann er so pro Monat dazuverdienen.
    Bild: © Neulandfilm / ORF
  • Hanno Settele unterhält sich mit Monika Fiala über das neue Einwegpfandsystem. Sie ist die Geschäftsführerin der gemeinnützige Gesellschaft Recycling Pfand Österreich, kurz EWP, diese ist zuständig für Organisation und Verwaltung des Systems.
    Bild: © Neulandfilm / ORF
  • Hanno unterhält sich mit Umweltjuristin Julia Fitz von der AK Wien über die Beschwerden, die sie von KonsumentInnen über das neue Pfandsystem erhalten haben.
    Bild: © Neulandfilm / ORF
  • v.li.: Hanno Settele besucht Christian Strasser in einer Recyclinganlage. Hier in der Anlage im burgenländischen Müllendorf werden aus 31.000 Tonnen verarbeitetem Material etwa 1,6 Milliarden Flaschen. Aus einer alten Flasche wird eine neue.
    Bild: © Neulandfilm / ORF

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