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Phantasm V: Ravager

(Phantasm V: Ravager) USA, 2016

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Filminfos

Reggie zieht durch die Wüste, bis er eine befestigte Straße erreicht und rekapituliert die vergangenen Begegnungen mit dem Tall Man – einer nahezu allmächtigen, Raum, Zeit und Realitäten überbrückenden Entität in Gestalt eines hageren, ältlichen Bestatters, welche die Verstorbenen aus ihren Gräbern raubt, um sie als dämonische Sklaven wiederzuerwecken und überall Tod und Zerstörung verbreitet – während er mit seiner vierläufigen Schrotflinte im Arm nach seinem gestohlenen 1971er Plymouth Cuda sucht. Wie es der Zufall will, ließt ihn der Dieb, der ihn für einen Anhalter hält, bereits kurze Zeit später auf. Nach einem kurzen Wortwechsel gibt sich Reggie als Eigentümer des Wagens zu erkennen und holt sich sein Eigentum unter Zuhilfenahme einer schweren Schusswaffe im Handschuhfach zurück. Den, buchstäblich bis auf die Unterhose ausgenommenen Dieb setzt er auf dem Freeway aus, wo er sogleich von einer der silbrigen Sphären des Tall Man getötet wird. Gerade als Reggie sich erfolgreich gegen eine weitere der klingenbestückten fliegenden Kugeln verteidigt hat, sitzt er von einem Augenblick zum Nächsten stark gealtert in einem Rollstuhl und wird von einem erwachsenen Mike durch die weitläufige Gartenanlage eines Sanatoriums geschoben. Der lange verloren geglaubte Freund eröffnet ihm, dass man ihn völlig verwirrt durch die Wüste irrend aufgegriffen hat und, dass die Ärzte bei Reggie eine fortschreitende Demenz diagnostiziert hätten.
So sehr Reggie sich über das Wiedersehen mit seinem alten Kameraden freut, weigert er sich dennoch, seine Situation als Real anzuerkennen und hält dies für einen der zahllosen Tricks des Tall Man. Unvermittelt sitzt er wieder in seinem Barracuda und begegnet der attraktiven jungen Dawn, deren eigener Wagen mit einer Panne liegengeblieben ist. Er fährt sie zu ihrer Farm und erzählt ihr seine unglaubliche Geschichte. Im Laufe der Nacht beobachtet ein sardonisch grinsender Tall Man das Haus während seine Sphären an den Fenstern entlang schweben. Reggie, der eingeschlafen war, öffnet die Augen und findet sich plötzlich im Krankenzimmer eines Hospizes des neunzehnten Jahrhunderts als Bettnachbar von Jebediah Morningside wieder – eben jenes Wissenschaftlers, der vor vielen Jahren dem Tod seine Geheimnisse zu entreißen versuchte und eigens hierfür ein Dimensionsportal erschaffen hat, welches er durchschritten hatte, nur um besessen von der Entität des Tall Man wiederzukehren. Der alte Mann eröffnet Reggie, dass man sie zum Sterben in diese Räumlichkeiten gebracht hat und resümiert über die Vergänglichkeit des Lebens, wie viele Freunde er im Laufe der Jahre verloren hat und, dass sein dahinwelkender Körper ihnen wohl bald folgen werde.
Mit einem mal wechselt das Gespräch in eine bedrohliche Form, als Dr. Morningside plötzlich die Sprechweise und Mimik des Tall Man annimmt. Verschmolzen mit seiner alternativen Erscheinungsform, einer verführerischen blonden Frau in lavendelfarbenem Kleid, droht er Reggie und erklärt, er würde ihn beobachten, egal wo er sich aufhält. Schockiert öffnet Reggie die Augen und erwacht auf Dawns Couch. Den Nachhall des schlimmen Traumes abschüttelnd, überlegt er, ein paar Tage auf ihrer Farm zu bleiben und die freundliche Umgebung zu genießen. Als sie nicht auf seine Rufe reagiert, betritt er ihr Schlafzimmer, wo die junge Frau leblos in ihrem blutbesudelten Bett liegt, während eine der Drohnen sich gerade durch ihren Schädel bohrt.
Sogleich stürmt er nach draußen zu seinem Wagen und bewaffnet sich mit allerlei Schusswaffen, einem Katana, Handgranaten, Rauchbomben, einem Nunchaku, einer Axt und einer Kettensäge, um den Kampf mit den Gesandten des Tall Man aufzunehmen. In der Scheune trifft er auf Dawns Landarbeiter Demeter. Als Reggie noch versucht, dem Mann klarzumachen, dass er kein Eindringling ist, tötet eine der Sphären das Pferd auf der Koppel und anschließend Demeter, als dieser das Scheunentor öffnet. Im nächsten Moment befindet sich Reggie abermals im Sanatorium neben Mike, der sich um seinen zunehmend verfallenden Geist sorgt. Er gibt aber zu, dass er sich nach den wirren Erzählungen über den „Grabräuber aus einer anderen Dimension“ mit Themen aus der theoretischen Physik beschäftigt hat, welche durchaus die Möglichkeit der Existenz alternativer Realitäten zulassen würden. Einen Wimpernschlag später stolpert Reggie abermals durch den Wald, in den er nach den Ereignissen auf Dawns Farm geflohen ist.
Auf einer Lichtung, die er über einen Pfad erreicht hat, schwebt plötzlich eine gigantische Sphäre drohend über ihm, nur um im nächsten Atemzug abermals im Rollstuhl im Sanatorium zu sitzen. Als Reggie gerade darüber sinniert, dass er diese Welt aufrecht stehend und im Kampf verlassen will und nicht als alter Mann in seinem Bett sterben, nur um im Tod hinter der Wand einer Grabnische allmählich zu vermodern, bemerkt er in einem Winkel der Parkanlage die chromglänzenden Metallstäbe eines der Dimensionsportale des Tall Man. Während er darauf zugeht, überschneiden sich die beiden Ebenen immer häufiger – mal gealtert und gebrechlich in der Parkanlage des Sanatoriums und mal kampfbereit auf einer Lichtung unter dem Schatten der riesigen Sphäre. In beiden Wirklichkeiten fasst Reggie Mut, durchschreitet das Portal und befindet sich sogleich in einem Raum aus weißer Leere. Ihm gegenüber steht, vollkommen reglos wie eine abgeschaltete Maschine, der Tall Man. Dieser erwacht unmittelbar und offeriert Reggie ein Angebot.
Wenn er seinen seit siebenunddreißig Jahren währenden Widerstand gegen den Tall Man aufgibt, bietet ihm dieser an, ihn nach 1979 zurückzubringen, um ihn wieder mit seiner ermordeten Frau und Tochter zu vereinen. Dafür müsse sich Reggie lediglich aus den Plänen des Tall Man für die Menschheit heraushalten und ihm Mike überlassen, an dem er bereits seit damals reges Interesse hegt. Der ehemalige Eiscremeverkäufer ist allerdings nicht bereit, seinen besten Freund zu hintergehen, auch nicht für diesen überaus verlockenden Faustischen Pakt. Wieder durchschreitet Reggie das Portal und steht nun inmitten der marmornen Halle des alten Mausoleums in seiner ehemaligen Heimatstadt Morningside. Als er in Erinnerungen versunken die Grabnischen abschreitet, begegnet er erneut der verführerischen Frau in Lavendel, die Reggie im Jahr 1979 einer alternativen Realität schon einmal mit einem Dolch getötet hat. Dieses Mal aber widersteht Reggie ihrer geradezu hypnotischen Anziehungskraft und schaltet sie mit einem gezielten Kopfschuss aus seiner halbautomatischen Waffe aus.
Hinter der am Boden liegenden Wesenheit wandelt sich der Mausoleumskorridor nahtlos in einen Felstunnel, der in die Dunkelheit führt. Widerwillig folgt Reggie dem Pfad in die Finsternis, der sich in eine Höhle öffnet. Dort muss er sich gegen eine Schar der deformierten Zwerge des Tall Man wehren, kann sie aber trotz ihrer Überzahl niederschießen. Zu seinem Entsetzen bricht unvermittelt nicht nur die Höhle, sondern die ganze Wirklichkeit auseinander, bis er sich auf einer schmalen Felsnadel über einem gähnenden Abgrund und umgeben von blitzdurchzuckter Schwärze einmal mehr dem leibhaftigen Bösen gegenübersieht. Abermals bietet der Tall Man an, ihm seine Familie zurückzugeben, wenn er sich aus diesem „Spiel“, wie er es nennt, zurückzieht. Noch einmal schlägt Reggie die Offerte aus und beharrt weiterhin darauf, dass er alles daran setzen wird, seine Freunde Mike und dessen Bruder Jody vor dem „Großen Mann“ zu retten.
Von seiner starrsinnigen Loyalität enerviert, schickt der Tall Man ihn wiederum in eine andere Realität. Sogleich erwacht Reggie im Thanatoraum eines aufgegebenen Krankenhauses, festgeschnallt auf einem Behandlungstisch, umgeben von schaurigen Apparaturen zur Totenkonservierung und angeschlossen an eine Maschine, die seinen Geist aussaugen und aller Hoffnungen berauben soll. Als er gerade versucht, sich zu orientieren, wird er unvermutet vom kleinwüchsigen Chunk und seiner Begleiterin Jane befreit, bei der es sich um eine alternative Version der getöteten Dawn handelt. Die beiden stellen sich als Mitglieder einer Widerstandsgruppe vor, die gegen den Tall Man kämpft, zu der auch Mike gehört, der kurz darauf mit einer zweiten Einheit zu ihnen stößt. Dieser eröffnet Reggie, dass er zehn Jahre lang an die Maschinen des Tall Man gefesselt gewesen war. Die jähe Freude über das Wiedersehen und die Rückkehr nach Hause wärt aber nur kurz, denn Mike offenbart ihm, dass die Welt in der Zwischenzeit dem Tall Man anheimgefallen ist und tatsächlich eröffnet sich vor den Toren der Klinik ein verwüstetes Ödland, lediglich bevölkert von den deformierten untoten Zwergen unter einem blutroten Himmel voller gigantischer Sphären, die ihre Todesstrahlen auf jeden überlebenden Menschen hinabspeien, den sie registrieren.
Noch bevor er sich von diesem Schock erholt hat, sitzt Reggie abermals am Fenster seines Krankenzimmers des Sanatoriums für Demenzpatienten in seinem Rollstuhl. Von den Eindrücken noch völlig überwältigt, erhebt er sich und taumelt auf den verlassenen Korridor hinaus, wo eine Krankenschwester ihn packt und in sein Zimmer zurückzwingen will. Während er sich wehrt, gleitet er zurück in die postapokalyptische Realität, wo ihn einer der Schergen des Tall Man im Würgegriff hält, der aber von Mike ausgeschaltet wird. Im Weiteren erzählt Mike von den Entwicklungen, die Reggie „verschlafen“ hat. Demnach hat der Tall Man sein verstecktes Treiben in irgendwelchen abgelegenen Kleinstädten aufgegeben und sich der Welt mittels einer großangelegten Invasion durch seine unaufhaltsamen Riesensphären offenbart und zudem eine globale Pandemie mit einem unheilbaren Supervirus entfesselt, der die Köpfe der Menschen anschwellen und explodieren lässt. Nach anfänglichem verzweifelten Widerstand haben ganze Nationen kapituliert und die moderne Gesellschaft ist in Chaos und Tod zerfallen.
Einigen wenigen Überlebenden, die sich um Mike geschart haben, ist es gelungen, das Versteck des Tall Man ausfindig zu machen und leisten seither verzweifelte Gegenwehr. Während weiterer Sprünge zwischen den Wirklichkeiten, erhält der im Rollstuhl sitzende Reggie Besuch von Mike, der ihm mittlerweile glaubt und von Träumen bzw. Erinnerungen an seine eigenen Erlebnisse mit dem Tall Man berichtet. Die Szenerie wechselt zurück in einen Korridor, den er gemeinsam mit Mike durchschreitet, um Jane zu retten, die dem Tall Man in die Hände gefallen ist. Mit Gasmasken ausgestattet, wagen sie sich nach draußen in die blutrote, sturmgeschüttelte Domäne ihres Feindes zum letzten großen Showdown. Über einen Abgrund hinweg eröffnet der Tall Man ihnen, dass sie ihn niemals aufhalten werden, denn er existiere in gleicher Vielzahl wie die Unendlichkeit paralleler Welten und alternativer Realitäten und habe nunmehr kein Interesse mehr an ihnen.
Mit einem telepathischen Befehl weist er einen seiner neuen, monströsen Elitekrieger an, Jane das Genick zu brechen, während Reggie und Mike von der anderen Seite aus hilflos zusehen müssen. Unvermittelt gibt sich Chunk zu erkennen, der sich unter die Kapuzen tragenden Zwerge des Tall Man gemischt hat und opfert sich, indem er sich mit einem entsicherten Granatengurt auf den „Herrn der Toten“ stürzt. Die Druckwelle schleudert Mike und Reggie durch eines der Dimensionsportale, wobei Letzterer abermals im Sanatorium aufwacht. Als der behandelnde Arzt gerade die Krankenschwestern ausschimpft, weil sie zugelassen haben, dass sein Patient unbeaufsichtigt sein Zimmer verlassen konnte, öffnet sich ein Riss in der Wirklichkeit und Mike taucht auf, der Reggie seine vierläufige Schrotflinte übergibt. Gemeinsam kämpfen sie sich durch eine wachsende Menge an Elitekriegern bis ihnen die Munition ausgeht. Einen Augenblick später rollt der mit Waffen gespickte Plymouth Barracuda mit Jody am Steuer um die Ecke und rettet sie.
Gemeinsam beschließen sie, noch hartnäckiger und effizienter gegen den Tall Man zu kämpfen und fahren Richtung Norden, da ihr Feind die Kälte verabscheut. In einer raschen Abfolge von Realitätssprüngen ist Reggie überglücklich, mit seinen alten Freunden wieder zu einem Trio vereint zu sein, während er zugleich im Sanatorium in seinem Krankenbett im Beisein von Mike und Jody an seiner Demenzerkrankung stirbt und erneut allein durch die Wüste streift. In einer letzten Einstellung schleppt sich ein lebender, aber von der Explosion schwer verletzter Chunk durch eines der Dimensionsportale, wo er von Rocky, einer Verbündeten, die bereits 1994 mit Reggie zusammen gekämpft hat, abgeholt wird. Kurz darauf treffen sie auf dem Freeway mit den drei Kameraden in ihrem Plymouth zusammen und steigen ein, um ihrem Kreuzzug gegen den Tall Man weiter zu folgen.
(Dieser Text basiert auf dem Artikel Phantasm V - Ravager aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.)
Daten
Weiterer Titel: Phantasm: Ravager
Länge: ca. 85 min.
Original-KinostartFr, 07.10.2016 (USA)
FSK 16
Originalsprache:Englisch
Kostenlose Startbenachrichtigung per E-Mail

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