Ende des 16. Jahrhunderts erlangte die Frage, ob Marthe Brossier tatsächlich vom Teufel besessen war, in der Auseinandersetzung zwischen Katholiken und Protestanten entscheidende Bedeutung. Sie gibt Aufschluss über eine Zeit, in der das Edikt von Nantes den Religionskriegen gerade ein vorläufiges Ende gesetzt hatte, um ein friedliches Zusammenleben von Katholiken und Protestanten zu ermöglichen. Vor dem Hintergrund dieser instabilen gesellschaftlichen Verhältnisse begannen sich die Konturen des modernen Staates abzuzeichnen, und eine neue Welt - unsere Welt - bahnte sich unter großen Schwierigkeiten ihren Weg. Und genau wie die Menschen damals guten Grund hatten, eine Angelegenheit ernst zu nehmen, die letztlich die herrschende Weltordnung infrage stellte, haben wir auch heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, allen Grund, uns mit dem Aufflammen fundamentalistischer Angriffe auf das rationale Denken auseinanderzusetzen.
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