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Unser Recap zur zweiten Episode der elften Staffel "Acheron (2)"
"The Walking Dead": Acheron (2)
AMC
TV-Kritik/Review: "The Walking Dead": Eine drastische Entscheidung spaltet die Gruppe/AMC

In der zweiten Episode der elften Staffel von  "The Walking Dead" ("Acheron (2)") wird die Situation für die Gruppe zunehmend brenzliger und schließlich zu einem Kampf ums nackte Überleben, bei dem plötzlich alle ihr wahres Gesicht zeigen. Und nicht jeder schafft es wieder lebend aus den Tunneln hinaus. An der Oberfläche lauert allerdings erst die weitaus größere Gefahr.

Wer beim Cliffhanger der letzten Woche noch dachte, dass sich Maggies (Lauren Cohan) brenzlige Situation in letzter Sekunde noch zum Guten wenden würde, wird zu Beginn der neuen Folge eines Besseren belehrt. Negan (Jeffrey Dean Morgan) entscheidet sich tatsächlich dafür, nicht einzugreifen und Maggie ihrem Schicksal zu überlassen. Die schafft es nicht mehr auf den Waggon, da sie von einem Walker gepackt und hinabgezogen wird. Mit ein paar gezielten Schüssen kann sie sich ein paar der Untoten erwehren, muss aber schließlich vor der Übermacht kapitulieren. Als die ersten Zombies auf die am Boden liegende Maggie stürzen, ist der dramatische Höhepunkt erreicht.

Maggies (Lauren Cohan) Schicksal scheint besiegelt.
Maggies (Lauren Cohan) Schicksal scheint besiegelt. AMC

Allerdings verfehlt der Moment trotz des dramaturgisch gelungenen Aufbaus seinen eigentlichen Zweck, denn niemals vermutet man die gerade erst zurück gekehrte Maggie in ernsthafter Gefahr. Zudem springen sofort die Parallelen zu ihrem verstorbenen Mann Glenn (Steven Yeun) und dem Container-Desaster ins Auge. Es hätte der Spannungskurve besser getan, wenn man die Szene früher geschnitten und somit mehr der Fantasie des Zuschauenden überlassen hätte. So führt der einzig logische Weg für Maggie unter den Cont- Waggon.

In der Zwischenzeit hat es der Rest der Truppe durch eine Dachluke ins Innere der Bahn geschafft und entledigt sich dort ein paar Fahrgästen, die schon lange die Endstation erreicht haben. Durch die Walker, die von außen an die Wände klopfen und die Ungewissheit, was hinter der nächsten Tür lauert, wird auch hier wieder schnell ein überzeugend beklemmendes Szenario geschaffen.

Alden (Callan McAuliffe) ist der erste, dem Maggies Fehlen auffällt. Negan gibt sich ahnungslos. Anstatt dass zumindest einer mal nachschaut, beschließt die Gruppe, dass sie weitergehen müssen und Negan nutzt die Gelegenheit, um das Kommando zu übernehmen. Doch es dauert nicht lang, da kommen plötzlich Geräusche von unter dem Waggon. Überraschung: Maggie schafft es durch eine Luke am Boden zurück zur Gruppe. Sofort geht sie mit Negan auf Konfrontationskurs und klagt ihn vor den anderen an. Negan leugnet die Anschuldigungen nicht, fühlt sich aber auch nicht im Unrecht, da Maggie noch kurz vorher verkündet hatte, ihn umbringen zu wollen. Es entsteht eine hitzige Diskussion, die abermals damit endet, dass sie Negan auf dieser Mission brauchen.

Diese Fahrgäste haben schon vor langer Zeit die Endstation erreicht.
Diese Fahrgäste haben schon vor langer Zeit die Endstation erreicht. AMC

Plötzlich werden sie von einem klopfenden Geräusch hinter ihnen unterbrochen und ein verzweifelter Gage (Jackson Pace) drückt sich gegen die Scheibe der Tür. Er und Roy (C. Thomas Howell) wurden in den Tunneln voneinander getrennt und Gage ist es gelungen, die Tür des Waggons aufzubekommen. Wie dem Teenager das gelungen ist, nachdem zuvor mehrere gestandene Männer scheiterten, sei erst mal dahingestellt. Viel wichtiger ist jedoch die Frage, die Gabriel (Seth Gilliam) direkt stellt, nämlich, ob Gage die Tür auch wieder hinter sich verschlossen hat. Die Antwort erübrigt sich jedoch, als erste Walker in dem Gang hinter ihm auftauchen.

Alden will direkt helfen, die Tür zu öffnen. Die erweist sich jedoch als zu fest verschlossen. Er wendet sich hilfesuchend an Maggie und die anderen, die bereits zu einer stillschweigenden Übereinkunft gekommen sind. Sie haben nicht genug Munition, um gegen alle Untoten zu bestehen, und das Öffnen der Tür würde die gesamte Gruppe in Gefahr bringen. Alden und Gage sind fassungslos, aber Maggies Entscheidung steht fest.

Es sind genau solche Momente, die "The Walking Dead" ausmachen. Kein Zombie und keine noch so brenzlige Situation kann es mit dem Horror einer solch grausamen und eigentlich unmöglichen Entscheidung aufnehmen. Die sich allmählich im Gesicht von Gage abzeichnende Erkenntnis über seine ausweglose Situation und seine verzweifelte Entscheidung, sich selbst vor seinen Leuten das Leben zu nehmen, machen die Szene zum wohl dramatischsten Moment der neuen Staffel.

Die Entscheidung spaltet die Gruppe.
Die Entscheidung spaltet die Gruppe. AMC

Wie gewonnen so zerronnen, heißt es unterdessen bei Daryl (Norman Reedus), der Dog wiedergefunden hat. Die beiden stoßen auf einen alten Unterschlupf, in dem Daryl einige interessante Dinge der früheren Bewohner findet. Aufgeschreckt durch ein plötzliches Geräusch flieht Dog weiter in die Tiefen der Tunnel. Da muss man sich doch allmählich fragen, wie Daryl seinen Hund nun zum wiederholten Mal entwischen lassen kann, nachdem er ihn gerade erst wiedergefunden hat. Aber es hilft ja nichts: Daryl muss nun durch einen engen Tunnel hinterherkriechen.

Die Gruppe im Außenposten des Commonwealth hat es mittlerweile wieder unbemerkt zurückgeschafft. Yumiko (Eleanor Matsuura) ist fest entschlossen, ihren Bruder Tomi, einen Chirurgen, wiederzufinden. Sie versucht, ein erneutes Verhör abzukürzen, indem sie die zwei Vorsitzenden damit konfrontiert, dass sie ihr System durchschaut hat. Ihre Rede scheint Eindruck zu schinden, da Mercer (Michael James Shaw) ihr plötzlich einen Kaffee bringt. Eugene (Josh McDermitt) wird allerdings zusehends nervös, da Ezekiel (Khary Payton) verschwunden ist und auch Princess (Paola Lázaro) von einem Ausflug auf die Toilette nicht zurückkehrt. Als er sich nach Yumikos Verbleib erkundigt, wird ihm darauf ebenfalls die Antwort verwehrt.

Geht Yumikos (Eleanor Matsuura) Taktik auf?
Geht Yumikos (Eleanor Matsuura) Taktik auf? AMC

Während ein paar von Maggies Leuten versuchen, durch die nächste Tür zu kommen, ist der Rest der Gruppe zur Untätigkeit verdammt. Die Atmosphäre ist angespannt und wird auch nicht besser, als ein mutierter Gage an der Tür hinter ihnen erscheint. Alden ist immer noch sichtlich mitgenommen vom Schicksal des Teenagers, das er als schlimmstmöglichen Tod bezeichnet. Maggie widerspricht und sagt, dass es schlimmere Wege gäbe, zu Tode zu kommen. Sie entzündet eine Signalfackel, die den Waggon in ein unheilverkündendes, rotes Licht taucht, das das Grauen ihrer Geschichte noch visuell unterstreicht. Es erinnert ein wenig an eine Gruselgeschichte, die man sich abends am Lagerfeuer erzählt, nur ist Maggies Geschichte weitaus ernster und grauenvoller.

Daryl hat mittlerweile einen Weg aus dem engen Tunnel gefunden und hört in der Ferne Dog bellen. Er hat offenbar etwas entdeckt, oder besser gesagt, jemanden, denn kurz darauf taumelt ein verletzter Roy aus der Dunkelheit und bricht kurz vor Daryl zusammen. Daryl entledigt sich kurzerhand der übrigen Walker und eilt Roy zur Hilfe. Der gesteht, dass er kalte Füße bekommen und auf dem Weg den Rucksack mit der Munition verloren hat. Er bittet Daryl, sein Leben zu beenden und seinen Kindern nicht zu sagen, dass er wie ein Feigling gestorben ist.

Daryl (Norman Reedus) bewaffnet sich mit einem Morgenstern.
Daryl (Norman Reedus) bewaffnet sich mit einem Morgenstern. AMC

Maggies Leute haben es mittlerweile durch die erste von zwei Türen geschafft, doch die hintere wird von einer umgefallenen Bank blockiert. Zwischenzeitlich haben sich allerdings so viele Beißer hinter dem mutierten Gage und der anderen Tür versammelt, dass diese nachzugeben droht. Die Gruppe sieht sich genau mit dem Szenario konfrontiert, das sie verzweifelt zu verhindern versucht haben: Die Untoten brechen durch die Tür hinter ihnen und ihr Fluchtweg nach vorn ist versperrt. Die Ausweglosigkeit der Situation wird vor allem daran deutlich, dass Maggie Negan freiwillig eine Schusswaffe aushändigt.

Daryl wird von den Geräuschen angelockt und kann die Bahn unbemerkt von der anderen Seite betreten. In einer der wohl visuell beeindruckendsten Montagen der Serie räumt Daryl das Feld von hinten auf, befreit seine Freunde aus ihrer misslichen Lage und sprengt den Rest der Horde kurzentschlossen mit einer Handgranate in die Luft.

Währenddessen wird Eugene, der am Rande eines Nervenzusammenbruchs steht, zum Verhör mit Mercer gebracht. Auf die Frage nach seinen Freunden bekommt Eugene nur kryptische Antworten. Stattdessen soll er selbst noch zwei finale Fragen beantworten, und zwar wo sich seine Community befindet und warum er zu dem Außenposten kam. Eugene gibt zu, dass der Grund Stephanie (Margot Bingham) war, behauptet jedoch, keine große Community zu haben. Mercer scheint zufrieden mit diesen Antworten sein, denn Eugene wird zu Yumiko, Ezekiel und Princess gebracht. Ihnen wird eröffnet, dass sie den ersten Schritt für eine Staatsbürgerschaft im Commonwealth erfolgreich bewältigt haben. Dann erscheint Stephanie, um Eugene willkommen zu heißen.

Wendet sich für Eugene (Josh McDermitt) doch noch alles zum Guten?
Wendet sich für Eugene (Josh McDermitt) doch noch alles zum Guten? AMC

In den U-Bahn-Tunneln hat die Gruppe endlich einen Moment zum Durchatmen, nachdem sie aus der Bahn entkommen sind. Roy ist ebenfalls mit von der Partie, somit hat Daryl sich wohl dafür entschieden, ihm zu helfen. Negan gibt Maggie die Waffe zurück, jedoch nicht ohne einen bedeutungsschweren Blick. Maggie schlägt vor, einen Umweg einzuschlagen, um ihre Ressourcen wieder aufzustocken. Der Sturm hat sich mittlerweile glücklicherweise zurückgezogen. Doch auf der Straße wartet ein viel größeres Problem auf sie. Nachdem ein paar aufgehängte Leichen bereits nichts Gutes vermuten lassen, werden sie auf einmal aus dem Hinterhalt angegriffen, wobei Roy nun doch sein Leben verliert. Eine Gruppe von ca. zehn maskierten und schwer bewaffneten Reapern läuft auf sie zu.

Fazit

Auch die zweite Episode der neuen Staffel endet also wieder mit einem Cliffhanger - allerdings ist der diesmal deutlich gelungener, weil der Ausgang dieser Szene völlig offen erscheint. Überhaupt setzt die Folge im Vergleich zum Staffelauftakt nochmal einen drauf, was die Spannungskurve, die Action und die Einsätze angeht, wenn man von kleineren Logiklücken oder zweifelhaften Entscheidungen einmal absieht. So kann es weitergehen.

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Über die Autorin

  • Jana Bärenwaldt
Jana Bärenwaldt entdeckte ihre Leidenschaft für Fernsehserien mit der Ausstrahlung von "The Tudors" im deutschen Fernsehen. Bis heute ist die Historienserie eins ihrer favorisierten Genres, weswegen sie diesem Thema auch ihre Bachelorarbeit gewidmet hat. Mittlerweile schaut sie aber bunt gemischt, von Drama über Fantasy bis hin zu Anime Serien. Seit März 2016 ist Jana neben ihrem Studium der Medienwissenschaften in der Redaktion von TV Wunschliste tätig und schreibt dort hauptsächlich für TV-Serien aus dem englischsprachigen Raum.

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