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Die viel gefeierte schwule Lovestory zwischen zwei Eishockeyspielern jetzt auch in Deutschland
Zuneigung, wenn keiner guckt: Ilya (Connor Storrie, l.) und Shane (Hudson Williams) bei einem ihrer Rendezvous
HBO Max
TV-Kritik/Review: "Heated Rivalry": Wenn das die ganze Liga wüsste/HBO Max

Von YouTube über TikTok bis Instagram konnte man den Bildern kaum entrinnen: wohlproportionierte Sportler, die sich aufreizende Blicke zuwerfen und brünftig übereinander herfallen. Ohne bekannte Stars in den Hauptrollen ist die kanadische Romance-Serie  "Heated Rivalry" über die heimliche Liebe zweier Eishockey-Profis zu einem der größten Publikumshits der Saison geworden - besonders beim weiblichen Publikum. Jetzt startet der Sechsteiler auch beim deutschen Ableger von HBO Max. Die Repräsentation queerer Liebe hat die Serie zweifellos auf eine neue Stufe gehoben - aber wie gut ist sie eigentlich?

Hockey (womit in Nordamerika grundsätzlich Eishockey gemeint ist) ist in Kanada ungefähr so populär wie Baseball in den USA oder Fußball bei uns: ein Massensport, dessen Stars selbst jene kennen, die sich eigentlich überhaupt nicht dafür interessieren. Mit dem Fußball gemein hat der Profi-Hockeysport, dass es keine bekannten schwulen Aushängeschilder gibt, keine geouteten aktiven Stars. Zu groß ist offenbar immer noch die Furcht davor, als queerer Profi den homophoben Routinen der Fanszenen und innerhalb der Branche unterworfen zu sein. Um sich also die Dimensionen dessen vorstellen zu können, was die Autorin Rachel Reid in ihrer Romanserie "Game Changers" seit 2018 anstellt, könnte man sich beispielsweise vorstellen, es gehe um eine erotische Liaison zwischen Harry Kane und Florian Wirtz. Oder zwischen Manuel Neuer und Robert Lewandowski. Undenkbar? Nicht in der Fantasie!

In Reids sieben "Game Changers"-Romanzen werden derartige schwule Märchen an Eishockeyspielern durchgespielt, also innerhalb des kanadischen Nationalsports, in dem heteronormatives Denken den Ton vorgibt. Die wilde Hatz auf den Puck wird immer noch eher mit ausgeschlagenen Zähnen und Gehirnerschütterungen assoziiert als mit gegenseitiger Fürsorge - geschweige denn mit erotischer Leidenschaft für den Gegner.

Die vom ehemaligen  "Letterkenny"-Comedian Jacob Tierney geschriebene und inszenierte Serie "Heated Rivalry" basiert größtenteils auf dem gleichnamigen zweiten Band von "Game Changers". Darin geht es nicht nur um zwei fiktive Eishockey-Stars, sondern auch um zwei Erzrivalen. Als solche werden sie zumindest von den Medien inszeniert. Die ersten beiden der sechs Episoden rasen im Eiltempo durch die Anfangsjahre ihrer Karrieren: Shane Hollander (Hudson Williams), Kanadier mit japanischer Mutter, und Ilya Rozanov (Connor Storrie), Russe mit demenzkrankem Vater und dubiosem Bruder, spielen nicht nur für die jeweiligen Nationalmannschaften ihrer Herkunftsländer, sie werden auch von zwei rivalisierenden Teams der Liga "gedraftet" - so heißt der Prozess, bei dem zu Beginn einer Saison vielversprechende Jungprofis unter Vertrag genommen werden.

Machen sich gegenseitig eifersüchtig: Shane mit Schauspielerin Rose (Sophie Nélisse, 2. v. l.), Ilya mit Freundin Svetlana (Ksenia Daniela Kharlamova)
Machen sich gegenseitig eifersüchtig: Shane mit Schauspielerin Rose (Sophie Nélisse, 2. v. l.), Ilya mit Freundin Svetlana (Ksenia Daniela Kharlamova)HBO Max

Shane landet bei den Montreal Metros in Kanada, Ilya bei den Boston Raiders in den USA - zwei fiktive Teams, die genauso dezent "verfremdet" wurden wie die nordamerikanisch-länderübergreifende Hockeyliga MLH. Die steht stellvertretend für die real-existierende NHL (National Hockey League), in der Montreal und Boston tatsächlich als medial perfekt verwertbare Rivalen um die Wette kämpfen.

Shane und Ilya lernen sich schon 2008 kennen, nach den ersten Spielen ihrer Jugendnationalmannschaften. Die gegenseitige Anerkennung ist auf den ersten Blick spür- und nach dem ersten gemeinsamen Workout im Hotel-Fitnesskeller greifbar. Bald darauf steigen sie in eine Frenemy-with-Benefits-Beziehung ein: Offiziell gelten sie als Rivalen, doch bei Hockeymatches in derselben Stadt, also in Montreal oder Boston bzw. bei Aufeinandertreffen ihrer Nationalteams, treffen sie sich zum Sex. Von einer "Beziehung" ist dabei lange Zeit keine Rede - es sind heimliche Sextreffen, bei denen sich die beiden Sportler, als Distanzierungsmaßnahme, konsequent mit ihren Nachnamen ansprechen. Nur das Smartphone-Sexting, bei dem sie sich zur Sicherheit weibliche Tarnnamen geben, könnte man als beziehungsnah einstufen: Shane heißt "Jane", Ilya "Lily".

Die ersten zwei Episoden stürmen durch die ersten sechs Jahre dieses Arrangements, bei dem die Rollen klar verteilt sind. Ilya, der sich als bisexuell identifiziert, übernimmt den dominanten "Top"-Part, Shane, der zuvor noch nie etwas mit Männern hatte, ist der "Bottom". Ein Großteil des Hypes, der "Heated Rivalry" in den vergangenen Wochen umwehte, kreist um eben diese Sexszenen, die in ihrer Explizitheit zwar nie an das heranreichen, was wagemutigere HBO-Serien wie  "Euphoria" oder  "Industry" quer durch alle sexuellen Gemengelagen liefern, aber auch ohne full frontal nudity sinnlich und freizügig genug sind, um sich von züchtigeren queeren Erfolgsproduktionen wie etwa  "Heartstopper" abzusetzen. Gerade angesichts der Tatsache, dass hier gezielt ein Mainstream-Publikum erreicht werden soll, ist das schon ganz für sich bemerkenswert.

Noch bemerkenswerter indes ist, dass "Heated Rivalry" eine queere Liebesgeschichte erzählen will, die nicht im tragischen Abgrund endet - wie es jahrzehntelang in Kino und TV Usus war. Niemand bringt sich um, niemand stirbt an Aids: Die sogenannte "Bury your Gays"-Devise, die noch bis zu  "Game of Thrones" fast jede Erfolgsproduktion heimsuchte, die einem Mainstream-Publikum queere Figuren vorzusetzen wagte, ist hier obsolet. Stattdessen gibt es zwei Hauptfiguren, die nichts mit schwulen Klischees zu tun haben und Sexszenen, die zuallererst die Charaktere weiterentwickeln: Es geht darin um Consent und Care auf beiden Seiten. "Wie fühlst Du Dich?" "Ist das okay für Dich?"

Das zweite Paar im Liebesgame: Hockey-Veteran Scott Hunter (François Arnaud, l.) und Smoothiemixer Kip (Robbie GK)
Das zweite Paar im Liebesgame: Hockey-Veteran Scott Hunter (François Arnaud, l.) und Smoothiemixer Kip (Robbie GK)HBO Max

Natürlich gelangt die über neun Jahre hinweg geschilderte Sex-Affäre irgendwann an einen Punkt, an dem es um die Frage geht, ob das, was sich da entwickelt hat, nicht längst "Beziehung" genannt werden muss - oder gar Liebe. Und müsste eine solche Liebe dann immer heimlich gelebt werden müssen?

Wie das Sportlerpaar auf diese Fragen gestoßen wird, gehört zu den größten Stärken dieser sechs Folgen: In der dritten Episode nämlich schwenkt der erzählerische Fokus plötzlich kühn um zu einem weiteren Star-Profi der Hockeyliga. Scott Hunter, Kapitän der New York Admirals, gespielt von François Arnaud ( "Die Borgias"), ist älter als Shane und Ilya, aber ebenso ungeoutet. Als er sich in Kip (Robbie GK), den Barista einer Smoothie-Bar, verliebt, entwickelt sich viel organischer als bei den eigentlichen Protagonisten der Serie eine Liebesbeziehung "klassischer" Art - die dann allerdings an einen Scheideweg gerät, als Kip nicht weiter verheimlicht werden möchte. Man verrät nicht zu viel, wenn man schreibt, dass die Story von Scott und Kip (die auf dem ersten "Game Changers"-Roman basiert) am Ende der fünften (und besten) Episode zum emotionalen Höhepunkt von "Heated Rivalry" führt.

Das große Profi-Coming-Out von Shane und Ilya wird es dagegen - auch das darf man getrost verraten - in dieser Staffel noch nicht geben. Allerdings ist längst eine zweite Staffel bestellt, in der wohl alles auf ein solche Szenario hinauslaufen dürfte. Basis dafür wird Reids sechster "Game Changers"-Roman sein.

Große Aufmerksamkeit hat die Serie auch deshalb auf sich gezogen, weil sich ihr Publikum zu einem großen Teil aus Frauen zusammensetzt. Das mag sicher auch an der literarischen Vorlage liegen: Schwule New-Adult-Liebesromane wie "Game Changers" richten sich, ähnlich wie die "Boys Love"-Mangas, die in den Buchläden ganze Regale in Beschlag nehmen, weniger an ein queeres als an ein weibliches Publikum. Das hat offenbar von heterozentrischen Liebesgeschichten und dem darin verfestigten male gaze genug und sieht in den Romanzen zwischen (selbstredend attraktiven) Männern ihre Idealvorstellung einer zugewandten, zärtlichen, auch vulnerablen Maskulinität durchgespielt.

Das wird in der Serie ein wenig zum Problem, denn die Liebesgeschichte bekommt dadurch etwas Klinisches, Aseptisches. Gewiss, die Serie spielt unter voll austrainierten Spitzensportlern, insofern lassen sich die makellosen Idealkörper der hier Herumbalzenden besser rechtfertigen als in einer Serie über, sagen wir mal, Versicherungsangestellte oder Filmkritiker. In "Heated Rivalry" aber sind alle sexuell aktiven Menschen exzessiv attraktiv, selbst der Smoothie-Verkäufer sieht so athletisch aus, als stünde er jeden Tag fünf Stunden samt Personal Trainer im Gym. Svetlana (Ksenia Daniela Kharlamova), Ilyas Kindheitsfreundin und Gelegenheitsbeischläferin, scheint ebenso einem Model-Katalog entnommen worden zu sein wie Rose (Sophie Nélisse aus  "Yellowjackets"), mit der Shane vergeblich seine sexuellen Präferenzen zu überdenken versucht. "Normale" Körper finden hier kaum statt, allenfalls als Sidekicks neben Kip am Kneipentresen: Sex und Romance hingegen bleiben Adonis & Co. vorbehalten.

Erfahren spät das ziemlich Offensichtliche: Shanes Eltern, gespielt von Dylan Walsh und Christina Chang
Erfahren spät das ziemlich Offensichtliche: Shanes Eltern, gespielt von Dylan Walsh und Christina ChangHBO Max

Dieser Fokus aufs Eye Candy führt eine gewisse Oberflächlichkeit mit sich, die sich auch auf erzählerischer Ebene ausbreitet. Shanes Eltern etwa (gespielt von Christina Chang aus  "The Good Doctor" und Dylan Walsh aus  "Nip/Tuck") haben lange Zeit nur kurze Auftritte als ehrgeizige Manager ihres Sohnes, ehe sie ganz zum Schluss plötzlich für emotionale Entladung sorgen sollen, was nicht ganz aufgeht. Ähnliches gilt für die diversen Beraterfiguren aus dem Freundeskreis, neben Svetlana und Rose auch Kips beste Freundin Elena (Nadine Bhabha aus  "Settle Down") oder Kips gutmütiger Vater (Matt Gordon aus  "Rookie Blue"), die als knapp skizzierte Funktionsträger kaum größeres Profil gewinnen - ganz zu schweigen von den blass bleibenden Mannschaftskollegen in Boston, New York und Montreal.

Dinge, die in anderen Film- oder Serienzusammenhängen dramatisch ausgeschlachtet würden, wirken hier fast unterspielt. Zwei Coming-Out-Szenen etwa kommen und gehen ohne große Not. Selbst die Homophobie in den Hockeymannschaften wird nur am Rande berührt, Gleiches gilt für Ilyas russischem Background: Putins extrem queerfeindliche Politik, die der russischen Bevölkerung bis ins Privateste zusetzt und ausgelebte Homosexualität unter Strafe stellt, wird zwar dezent angedeutet, doch nie wirklich zum Thema. Der Fokus liegt hier - ganz bewusst - auf der sogenannten queer joy, die man fraglos als willkommene bis überfällige Abwechslung betrachten darf, obgleich sie das dramatische Potenzial der Handlung unterminiert.

Hockeyszenen gibt es übrigens erstaunlich wenige in den sechs Episoden. Falls sich also jemand davon abgeschreckt fühlen sollte, kann er diesbezüglich beruhigt sein. Im Mittelpunkt steht ganz die Beziehung von Shane und Ilya, weshalb das Gelingen der Serie zwangsläufig an ihren zuvor fast unbekannten Darstellern hängt. Williams spielt den zu Beginn sehr unsicheren Shane introvertiert und (in Absprache mit Autorin Reid) auf dem Autismus-Spektrum angesiedelt. Das Verschlossene hat in schlechteren Momenten leider auch etwas Hölzernes. Storrie wiederum, kein Russe, spricht Ilya durchweg mit einem russischen Akzent, der bisweilen parodistisch wirkt. Wie gut ihm die russischen Mono- und Dialoge gelingen, die er zu absolvieren hat, können russische Muttersprachler ja gerne mal in die Kommentare schreiben.

Die Chemie zwischen den beiden gegensätzlichen Hauptdarstellern ist dennoch von Anfang an spürbar - und maßgeblich dafür verantwortlich, dass "Heated Rivalry" seine intensive emotionale Wirkung am Ende voll entfalten kann. Bei allen Oberflächlichkeiten: Rein als verfilmte Romance betrachtet ist "Heated Rivalry" ohne Zweifel ein Volltreffer.

Dieser Text basiert auf der Sichtung der kompletten ersten Staffel von "Heated Rivalry".

Meine Wertung: 3.5/5

HBO Max veröffentlicht "Heated Rivalry" in Deutschland ab dem 6. Februar.



 

Über den Autor

Gian-Philip Andreas hat Kom­mu­ni­ka­tions­wis­sen­schaft studiert und viel Zeit auf diversen Theaterbühnen verbracht. Seit 1997 schreibt er für Print und online vor allem über Film, Theater und Musik. Daneben arbeitet er als Sprecher (fürs Fernsehen) und freier Lektor (für Verlage). Für TV Wunschliste rezensiert er seit 2012 Serien. Die seiner Meinung nach beste jemals gedrehte Episode ist Twin Peaks S02E07 ("Lonely Souls") ­- gefolgt von The Sopranos S03E11 ("Pine Barrens"), The Simpsons S08E23 ("Homer's Enemy"), Mad Men S04E07 ("The Suitcase"), My So-Called Life S01E11 ("Life of Brian") und selbstredend Lindenstraße 507 ("Laufpass").

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Leserkommentare

  • Thomas 1983 schrieb am 19.03.2026, 17.59 Uhr:
    Versteh das ganze Problem nicht gerade Randgruppen die in der BRD peinlicherweise bis 1994!!!!!!verboten waren selbst die DDR hab den Paragraphen 175 in den 70igern auf  wie unangenehm für die westliche Welt...
    Ich denke auch allein deswegen um zu sensibilisieren weil es teilweise wieder rückwärts geht in Deutschland sind solche Serien wichtig und was ist dabei wenn unter 10 Darstellern einer Schwul ist. Leben und leben lassen 2026!!!! Und es gibt immer noch Menschen die sagen ich hab nix gegen Schwule....aaaaaabeeerrrr kotz
  • Thomas 1983 schrieb am 19.03.2026, 17.43 Uhr:
    Spoiler!!!! Jeder hat andere Infos jeder 4te Mann ist schwul oder bisexuell. Meinte das gelesen zuhaben. Die Serie ist super leider kommt Staffel 2 erst im April 2027 Shane und Ilja toll die Chemistry unglaublich Folge 1bis 6 vorallem 5 auf russisch ich liebe dich Folge 6 Englisch/für uns deutsch ...wie glücklich sie im Auto zur Ferienwohnung nach Shanes Coming Out vor den Eltern einfach niedlich🥰
  • ManuAC schrieb am 08.02.2026, 12.14 Uhr:
    An diejenigen Leute hier, denen es zu viel Homosexualität in Filmen und Serien gibt:
    Ca. 10% der Menschen sind homosexuell. Wieso sollte man also nicht auch die Realität abbilden, indem der Anteil in Filmen und Serien ähnlich ist? Übrigens sind wir davon noch deutlich entfernt.
    Und wer das nicht sehen will, guckt es einfach nicht. Es gibt aber offensichtlich genug andere Leute, die es sehen wollen, wie der Erfolg belegt.
    Oder maßt Ihr Euch an, zu entscheiden, was anderen Leuten zu gefallen hat und was nicht?! Also ganz einfach: Wer es sehen will, guckt es. Und wer es nicht sehen will, lässt es halt. So simpel ist das.
  • Krätze36 schrieb am 07.02.2026, 02.02 Uhr:
    "Die viel gefeierte schwule Lovestory zwischen zwei Eishockeyspielern jetzt auch in Deutschland"

    Alles klar, das hat Deutschland jetzt auch unbedingt gebraucht. Gut dass LGTBQ die absolute Minderheit weltweit ist. Wenn wir alle homosexuell wären, wäre es schnell aus mit der Menschheit... wir würden aussterben. Aber vielleicht wäre es auch besser so, denn wenn ich mir die Zombies draußen auf den Straßen täglich anschaue, muss ich jedes Mal feststellen, dass wir in der Endzeit angekommen sind. Ich sag nur Dschungelcamp, Big Brother, TikTok, Berlin Tag Nacht, legalisiertes Kiffen, schreiben wie man spricht, Abschaffung der Schreibschrift... die Liste ist lang.
  • CW1999 schrieb am 07.02.2026, 12.55 Uhr:
     Alles klar, das hat Deutschland jetzt auch unbedingt gebraucht.

    Es geht hier nicht um eine politische Maßnahme, sondern schlicht um eine Serie, die unterhalten soll. Und die offensichtlich genug Zuschauer findet.

     Gut dass LGTBQ die absolute Minderheit weltweit ist.

    Jeder ist Teil irgendeiner Minderheit.

    Auch Polizisten sind eine Minderheit, dennoch gibt es Polizeiserien. Teenager sind eine Minderheit, dennoch gibt es Teenie-Serien. Etc. etc. etc.

     Wenn wir alle homosexuell wären, wäre es schnell aus mit der Menschheit... wir würden aussterben.

    Und?

    Erstens gibt es auch gleichgeschlechtliche Paare mit Kindern.
    Und zweitens: gäbe es nur Senioren, Junggesellen, Nonnen etc. würde es auch keine Menschheit mehr geben, dennoch gibt es auch Serien über diese Gruppen. So what?
  • Who-Fan schrieb am 07.02.2026, 01.59 Uhr:
    Es gibt gefühlt keine neue Serie mehr in der man mit diesem Mist erschlagen wird. Aber diese Minderheiten scheinen sich nur über ihre Sexualität zu definieren, ansonsten ist da auch nicht viel mehr. Kann man fast nicht mehr ertragen.
  • T. Buch schrieb am 16.03.2026, 15.48 Uhr:
    Who-Fan hat es PERFEKT in Worte gefasst. Wenn die Story nur über die Geschlechter an Spannung wächst, ist sie geistig leer, hohl konstruiert. Der Kommentar von CW1999 unterstützt die Spaltung und greift Who-Fan. Warum darf er keine eigene Meinung haben? Nur weil sie deiner widerspricht?  Gut, dass sich CW1999 nicht über seine Sexualität definiert, die Serie tut es jede einzelne Sekunde.
  • CW1999 schrieb am 07.02.2026, 12.46 Uhr:
    1. Wieso ist Liebe für Dich "Mist"?
    2. Als schwuler Mann kann ich Dir sagen, dass wir uns nicht über unsere Sexualität definieren, sondern über unsere Liebe und unsere Gefühle. Dass bei romantischer Liebe i.d.R. auch Sexualität dazugehört, ist nicht anders als bei Heteros.
    3. Wenn Du die Serie nicht sehen willst, gibt es eine ganz einfache Lösung, Schau sie Dir nicht an. So einfach ist das...
  • rb-berlin schrieb am 06.02.2026, 17.11 Uhr:
    Leider gibt es diese Serie nur häppchenweise. Jede Woche eine Folge. Wir sind doch nicht mehr in den Zeiten von "Dallas" und "Denver Clan", wo man immer auf den nächsten Dienstag oder Mittwoch warten musste, bis man sehen konnte, wie es weitergeht. Ein vermurkster Start für HBOmax, willkommen im 21. Jahrhundert!
  • User 616238 schrieb am 07.02.2026, 22.53 Uhr:
    ich kann es auch verstehen. Die Streamingdienste wollen die Abonnenten langfristig an sich binden und HBO hat noch nie eine Eigenproduktion in der Erstausstrahlung auf einen Schlag veröffentlicht. Ich denke, da sind die Zuschauer inzwischen auch viel zu verwöhnt von Netflix, der als erster damit angefangen hat und seither nichts anderes macht. Apple TV und Paramount+ machen es genauso wie HBO und auch Disney und Amazon sind zwischenzeitlich wieder zurückgerudert und veröffentlichen ihre Originals wieder im wöchentlichen Rhythmus. Aber es steht natürlich jedem frei, einfach noch zu warten, bis alle Folgen online sind und dann wie gewohnt alles auf einen Schlag zu schauen.
    btw. es hat sich seit DALLAS und Dynastie übrigens an der wöchentlichen Ausstrahlung von US Serien in der Prime Time nichts geändert. Das war früher so und ist es auch noch immer.
  • Lau.rawr schrieb am 07.02.2026, 06.08 Uhr:
    Naja das war bei us Ausstrahlung auch so. Kann ich verstehen das hbo das dann auch so macht
  • Medienauge schrieb via tvforen.de am 06.02.2026, 12.32 Uhr:
    Großartige Serie! Anfangs zwar wenig Handlung (hauptsächlich sportliche Begegnungen und SEHR heiße Bettszenen), die aber später schnell Fahrt aufnimmt. Freu mich auf Staffel 2!
  • flovobo schrieb am 06.02.2026, 12.12 Uhr:
    Eine großartige Serie, die ihren Hype verdient! Sie saugt einen von Beginn an durch die intensive Anziehung der Figuren in ihren Bann. Ich kann normalerweise nie auf solche Hypes aufspringen, aber in diesem Fall spürte ich sofort, dass er berechtigt ist...
  • Exe schrieb am 05.02.2026, 23.52 Uhr:
    Gefühlt in jeder Serie ist mittlerweile eine gleichgeschlechtliche Liebschaft zu Hause seitdem lgbtq aktiver wurde. Klar gehört es dazu aber das es jetzt zwanghaft überall reingequetscht wird macht es nicht besser. Wer schreibt denn eigentlich für die Pärchen die Handlungen? Es geht bei gleichgeschlechtlichen Beziehungen ja nicht nur um den Verkehr... die kennen wohl nur eins und das wird dann geschrieben. Würde ich keine lesbischen Freunde haben hätte ich gedacht es geht bei denen nur ums eine so ein Mist.
  • CW1999 schrieb am 07.02.2026, 13.00 Uhr:
     Hetero stellt noch immer die Mehrheit in der Gesellschaft und wird es auch immer TUN. Alles andere, sind und bleiben Minderheiten und Randgruppen.

    Wieso soll man keine Serien über Minderheiten machen? Es gibt auch Polizeiserien Teenieserien, Nonnenserien etc. Obwohl das alles jeweils Minderheiten sind.

     Und diese LGBXYZ-Community schreit am lautesten und penetrantesten!

    Vielleicht achtest Du einfach zu viel darauf und hast deshalb diese verschobene Wahrnehmung.
  • User 1182669 schrieb am 06.02.2026, 23.24 Uhr:
    "Gefühlt wird in jeder Serie seit Beginn der Film- und Fernsehgeschichte heterosexuelle Liebschaft erzählt. Klar gehört es dazu, aber dass es seit Anbeginn der Zeit überall auftaucht und jedem aufgedrängt wird, macht es nicht besser. Merkst du selber, oder?"
    Hetero stellt noch immer die Mehrheit in der Gesellschaft und wird es auch immer TUN. Alles andere, sind und bleiben Minderheiten und Randgruppen. Und diese LGBXYZ-Community schreit am lautesten und penetrantesten!
  • Exe schrieb am 06.02.2026, 14.27 Uhr:
    Ich schrieb es nicht auf diese Serie bezogen sondern generell. Nach der lgbtq Aktivitäten kam es im TV an nach gefühlten Jahrhunderten aber in jeder Serie (NCIS Hawaii zb) wird es immer nur minimiert auf Sex. Ich habe genug homosexuelle Freunde und ich habe seit Jahren nicht erfahren das es bei ihnen nur rein um den Sex ging oder habe ich was falsch verstanden? Für mich waren und sind es ganz normale Paare und ein Teil ihrer Beziehung ist eben auch der Sex aber niemals so wie es dargestellt wird. In den Serien bekommt man den Eindruck dass homosexuelle wie ein Haufen Kaninchen nur einer Sache nachgehen und das ist ja nicht richtig. Zumindest habe ich es von meinen Freunden nie so erfahren.
  • dervonda schrieb am 06.02.2026, 12.10 Uhr:
    Gefühlt wird in jeder Serie seit Beginn der Film- und Fernsehgeschichte heterosexuelle Liebschaft erzählt. Klar gehört es dazu, aber dass es seit Anbeginn der Zeit überall auftaucht und jedem aufgedrängt wird, macht es nicht besser. Merkst du selber, oder? 

    Diese Serie ist unfassbar intensiv und zwar weit über den Sex hinaus. In der Serie wird eine starke Liebesgeschichte erzählt, voller Sehnsucht, Intimität und unzähligen zärtlichen Noten. Solche Serien sind WICHTIG, weil es um die Gesellschaftliche Wahrnehmung geht. Und die Tatsache, dass diese Serie SO erfolgreich auf dem Globus ist und einen Hype ausgelöst hat, der dazu führt, dass sich Profisportler und Schiedsrichter öffentlich zu ihrer Liebe bekennen können, ist das etwas, was wir gebraucht haben! Es geht nicht darum, dass wir - die LGBTQ-Communnity - etwas aufdrängen wollen. Es geht darum, dass wir einfach genauso normal und ohne Konflikte so leben möchten, wie es heterosexuelle auch tun!