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ARD-Gremien auf der Suche nach jüngeren Zuschauern
(07.04.2011, 00.00 Uhr)

Für jüngere Fernsehzuschauer ist die ARD nicht attraktiv und modern genug. Das Problem wird vom Sender durchaus erkannt, ein Lösungsansatz ist aber noch nicht gefunden. An Vorschlägen mangelt es jedoch nicht.
Ende Februar hatte die ARD-Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK), die sich aus den Vorsitzenden der Rundfunk- und Verwaltungsräte zusammensetzt, mit jungen Programmmachern der ARD und externen Experten diskutieren lassen, wie der Senderverbund seinen Programmauftrag bei den jungen (14-29-Jährige) und jüngeren (30-49-Jährige) Menschen sichtbarer erfüllen könne. Die Ergebnisse aus den Workshops und Podiumsdiskussionen wurden in dieser Woche den ARD-Intendanten vorgelegt.
Ein Thema der Debatte war die öffentlich-rechtliche Präsenz im Internet. Die Einbindung sozialer Netzwerke dürfe nach Ansicht der Experten nicht zur reinen Marketingmaßnahme werden. Insbesondere die Möglichkeit der Interaktion mit den Usern biete journalistische Innovationschancen, zumal der Dialog mit den Nutzern auch eine Art Qualitätskontrolle darstelle und das Vertrauen in das Programmangebot stärke. Erforderlich sei auch eine eigene Jugend-Website der ARD, die vor allem die Zuschauer anspreche, die dem KI.KA entwachsen sind. Hier sollten vorhandene Programmangebote aller ARD-Sender gebündelt werden.
Bezweifelt wird, ob sich die ARD darauf beschränken könne, das junge Publikum vorrangig über Hörfunk und Internet anzusprechen. Ein eigener TV-Kanal für die jüngere Zielgruppe bleibe daher ein interessanter Ansatz. Bemängelt wird das Fehlen von Experimentierflächen in allen Genres, was sowohl für das Erste als auch die Dritten Programme gelte. Das zweifellos vorhandende kreative Potential innerhalb des Senders müsse gezielter für programmverjüngende Angebote genutzt werden. Bereits vorhandene Angebote müssen besser vernetzt und crossmedial beworben werden. Insbesondere die Hörfunkwellen sollen verstärkt auf relevante Programmangebote der ARD aufmerksam machen.
Gefordert wird von den Programmverantwortlichen mehr "Mut, Kreativität und Kooperationswillen" innerhalb des Senderverbunds. Lösungsansätze müssten schnell und konsequent umgesetzt werden. Dabei bedarf es nach Ansicht der GVK "einer langfristigen, auch finanziellen Selbstverpflichtung der ARD." Empfohlen wird die Einrichtung eines "Programminnovationsetats", der rund zehn Prozent der jährlich zur Verfügung stehenden Programmbeschaffungs- und Produktionsmittel umfasst.
Auch zum Inhalt neuer Programme gibt die GVK Empfehlungen. Besonders geeignet seien Projekte, die für jüngere Menschen relevante und zum Teil auch erstmals umgesetzte Themen aufgreifen. Eine Rolle spiele ebenso die Entwicklung und Erprobung neuer Formatideen, das Beschreiten neuer Distributionswege und die Förderung von Nachwuchskräften (Moderatoren, Journalisten, Schauspieler).
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Leserkommentare
Quasselkasper schrieb via tvforen.de am 07.04.2011, 22.01 Uhr:
nichts weiter als eine alibi-veranstaltung die nicht ernst genommen wird von den verantwortlichen. bei ard und zdf hat man die unter 50jährigen schon lange abgeschrieben.TVfan91 schrieb via tvforen.de am 07.04.2011, 16.33 Uhr:
Wenn ihr wollt, dann schickt auch eure Anregungen an meintv@tvspielfilm.de, die TV Spielfilm hät nämlich die Leser aufgerufen ihre Programmvorschläge an ARD/ZDF (Filme, Serien usw.) zu schicken.
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