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Disney+: Werbefinanzierte Variante soll noch 2022 kommen

Disney+ zählt neben Netflix und Prime Video zu den drei großen und erfolgreichsten Streamingdiensten. Wer allerdings nicht tief in die Tasche greifen möchte und bislang aus Kostengründen auf ein Abo verzichtet hat, für den könnte es demnächst interessant werden. Denn am heutigen Freitag kündigte Disney+ an, in naher Zukunft neben dem herkömmlichen Modell auch eine werbefinanzierte Variante anzubieten.
Wer sich nun allerdings Hoffnungen auf ein abgespecktes, aber dafür völlig kostenfreies Modell macht, der muss enttäuscht werden. Anders als etwa hierzulande Joyn und RTL+ wird Disney+ auch in der werbefinanzierten Version nicht kostenlos, dafür aber für weniger Geld zu haben sein. Zunächst soll dieses neue, werbefinanzierte Abo ("AVoD-Modell") Ende 2022 in den Vereinigten Staaten eingeführt werden, anschließend ist auch ein internationaler Rollout 2023 geplant. Details bezüglich des zu erwartenden monatlichen Preises sind noch nicht bekannt.
Die Ausweitung des Zugangs zu Disney+ für ein breiteres Publikum zu einem niedrigeren Preis ist ein Gewinn für alle - Verbraucher, Werbetreibende und unsere Storyteller
, so Kareem Daniel, Vorsitzender von Disney Media and Entertainment Distribution. Mehr Verbraucher werden auf unsere fantastischen Inhalte zugreifen können. Werbetreibende können ein breiteres Publikum erreichen und unsere Storyteller werden ihre unglaubliche Arbeit mit mehr Fans und Familien teilen können.
Mit diesem angekündigten Schritt reagiert Disney+ auf die Konkurrenz. Anbieter wie Paramount+, Discovery+ und HBO Max haben es vorgemacht und bieten ihre Inhalte auch werbefinanziert zu günstigeren Preisen an. HBO Max ist in seiner Premium-Version mit 14,99 US-Dollar pro Monat einer der teuersten Streamingdienste, hat jedoch vor einiger Zeit eine billigere Variante mit Werbung gestartet. Diese schlägt mit 9,99 US-Dollar pro Monat dennoch höhere Kosten an als das reguläre Disney+-Abo, das für monatlich 7,99 US-Dollar (in Deutschland 8,99 Euro) zu haben ist. Angesichts des immer weiter expandierenden Streaming-Marktes erscheint es manchen US-Nutzern inzwischen reizvoller, mehrere Anbieter zu abonnieren und dafür Werbung in Kauf zu nehmen, anstatt sich auf ein teureres, werbefreies Abo eines einzigen Dienstes zu beschränken.
Auch angesichts des selbstgesteckten Ziels, bis Ende 2024 rund 230 bis 260 Millionen Abonnenten zu haben, wird Disney+ um alternative Preismodelle nicht herumkommen. Denn nach einem noch rasanten Wachstum nach Markteinführung Ende 2019 verlangsamte es sich in jüngerer Vergangenheit spürbar. Derzeit verfügt Disney+ weltweit über 130 Millionen Abonnenten.
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Leserkommentare
LuckyVelden2000 schrieb am 06.03.2022, 19.39 Uhr:
Habe ja Wahl für werbefrei ist teuer als ohne. Bleibe bei diesem ABO ohne WerbungUser 616238 schrieb am 05.03.2022, 09.35 Uhr:
Ich werde trotzdem weiter für die werbefreie Version zahlen! So teuer ist Disney+ ja nicht! und da ich ohnehin kein Freund von Werbung bin...Stefan_G schrieb am 04.03.2022, 22.23 Uhr:
Also wenn schon mit Werbung dazwischen, dann aber bitte kostenlos (s. Joyn und teilweise auch RTL+)...Fernsehschauer schrieb am 04.03.2022, 19.40 Uhr:
Bezahlen und trotzdem Werbung sehen. Die spinnen doch. Wenn dann sollte es komplett kostenlos seinstreamingfan schrieb am 05.03.2022, 17.52 Uhr:
sehe ich ebenso!!!-jfk93- schrieb am 04.03.2022, 18.48 Uhr:
Ernsthaft? Bezahlen und trotzdem Werbung ertragen? Für mich unvorstellbar.Mfg jfk
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