22 tlg. schwed. dt. Krimireihe nach den Büchern von Per Wahlöö und Maj Sjöwall ("Beck"; 1993-2002).
Kommissar Martin Beck (Gösta Ekman; ab Folge 7: Peter Haber) ermittelt für die Kriminalpolizei in Stockholm, vor allem in Mordfällen. Er ist ein hartnäckiger Eigenbrötler, der sich nicht mit der erstbesten Lösung zufrieden gibt und auch die letzte Ungereimtheit aufklären will. Zu seinem Team gehören Gunvald Larsson (Rolf Lassgard; ab Folge 7: Mikael Persbrandt), Benny Skacke (Niklas Hjulström) und Lennart Kollberg (Kjell Bergqvist). Ab Folge 7 sind Skacke und Kollberg nicht mehr dabei, stattdessen unterstützen jetzt Lena Klingström (Stina Rautelin) und der Gerichtsmediziner Oljelund (Ottfried Fischer; ab Folge 15: Peter Hüttner) Beck und Larsson.
Obwohl das deutsche Fernsehen immer an den Filmen beteiligt war, wechselte der ausstrahlende Sender (und damit der Koproduzent) nach jeder Staffel. Zwischen 1965 und 1975 hatten Wahlöö und seine Frau Sjöwall zehn Beck-Romane veröffentlicht, die zu Bestsellern wurden. Sie waren die Grundlage für die ersten Filme der Reihe, bei denen Sjöwall am Drehbuch mitarbeitete (Wahlöö war 1975 verstorben). Als die Romane ausgingen, wurden um die vorhandenen Charaktere neue Geschichten gestrickt, die nun auf moderne Verhältnisse übertragen wurden und den Fällen mehr soziale Sprengkraft verliehen. So ging es nun um Kindesmissbrauch in Belgien, den Kampf gegen ein Drogenkartell und eine Korruptionsaffäre bei der Polizei.
Jede Folge hatte Spielfilmlänge. Sechs Filme der als aktuell und realistisch gelobten Reihe liefen dienstags um 20.15 Uhr bei RTL, in einem davon spielte Thomas Anders eine Gastrolle. Acht weitere Filme in der ARD mit komplett neuer Besetzung trugen den vollständigen Titel "Kommissar Beck - Die neuen Fälle", sie wurden am späten Samstagabend gezeigt. Das ZDF sendete fünf Jahre später die nächsten acht Filme sonntags gegen 22.00 Uhr und verzichtete auf Titelzusätze wie "Die noch neueren Fälle".
Schon vor dem Start der Reihe waren mehrere Beck-Romane mit unterschiedlichen Hauptdarstellern verfilmt und die meisten auch in Deutschland gezeigt worden.
Maj Sjöwall und Gösta Ekman wurden 1996 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.