9 Folgen
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Deutsche Erstausstrahlung: 1997 (Das Erste)
Weiterer Titel:
Henning Mankell
In Südschweden, fernab der Massen, geschehen Verbrechen, die selbst einem hartgesottenen Krimispezialisten den Schlaf rauben können. Serienkiller sind dort unterwegs, wie wir sie eigentlich bisher nur aus der amerikanischen Literatur kennen gelernt haben. Der schwedische Bestsellerautor Henning Mankell schickt seinen besten Ermittler Kurt Wallander in diese schonische Provinzidylle, einen unverwechselbaren Charakter, dessen heldenhafte Züge sich erst auf den zweiten Blick erschließen.
Kriminalkommissar Wallander, markant, nicht zuletzt durch seine Erscheinung, eigentlich ein wohltuend normaler Mann: Er schläft zu wenig, isst zu viel Fastfood, ist geschieden, hat Probleme mit seinem alternden Vater und seiner Tochter im Teenageralter. Unterbezahlt und arbeitsbesessen ist der Wallander - man spürt die Existenzialität dieser Figur im Alltag in ebenso starkem Maße wie bei der ungewöhnlichen Art seiner Verbrechensbekämpfung. Oft intuitiv in seiner Vorgehensweise, ist seine genial ausgeprägte Beobachtungsgabe ein wesentlicher Trumpf beim Aufspüren des Horrors, der sich in unmittelbarer Nähe, oft nur hinter der Fassade des Alltäglichen verbirgt. Nicht nur wegen des gemeinsamen Übergewichts erinnert Wallander in manchen Zügen an seinen deutschen Amtskollegen "Sperling".
(ZDF)