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Im Frühjahr 2006 bilden sich lange Schlangen vor den Filialen der BAWAG. Ein Großteil der Kundschaft will ihre Ersparnisse abheben. Für Banker und Finanzfachleute ein Albtraum, denn keine Bank verfügt über so viel Bargeld. Meist folgt die Insolvenz des Bankhauses. Die BAWAG gehört zu den größten Banken Österreichs. Bricht diese zusammen, könnte sich das auch auf andere Finanzinstitute auswirken. Im Frühjahr 2006 seht der Finanzplatz Österreich auf dem Spiel. Buchstäblich Tag und Nacht ist in diesen Tagen eine Vielzahl von Menschen damit beschäftigt, diese Bankenpanik in den Griff zu bekommen: Unter dem Radar der Öffentlichkeit werden in der Nationalbank Kofferräume von Autos mit Geldbündeln befüllt. Damit werden die Filialen der BAWAG mit Bargeld versorgt, um der Kundschaft das Abheben ihrer Ersparnisse zu ermöglichen. Im Bundeskanzleramt verhandeln in der Nacht auf den 2. Mai die Regierungsspitze und der neu ernannte Generaldirektor der Bank über Staatsgarantien in Milliardenhöhe für die taumelnde Bank. Die neue Dokumentation "Österreichs große Skandale - Die BAWAG-Affäre" spannt einen Bogen von 1922, der Gründungsjahr der Arbeiterbank, bis zur Urteilsverkündung 2012. Interviews mit Involvierten, Zeitzeugen, Expertinnen und Experten geben einen Einblick, was in dieser Zeit tatsächlich geschah und zeigen erstmals das gesamte Ausmaß der drohenden Pleiten von BAWAG und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund.
(ORF)





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