Die Mittelalter- und Kirchenhistorikerin Valérie Theis ergründet die Geschichte dieses paradoxen Mantels, der von der sizilianischen Vergangenheit und den damaligen Kreuzzügen zeugt sowie muslimische, byzantinische und päpstliche Einflüsse widerspiegelt.
Der Historiker Patrick Boucheron stellt die Geschichte des Mantels Rogers II. vor ein Symbol der Macht eines Kaiserreichs, welches diverse Vorurteile über kulturelle Identität erschüttert.
Venedig war eine oligarchische Republik, in der sich bis zu 200 adlige Familien die Macht teilten. Sie alle strebten nach den wichtigsten Ämtern. Um Streit und Intrigen zu vermeiden, wurden diese per Losentscheid gewählt.
Welche Geschichte hat das Spiegelbild zu erzählen? Der Historiker und Experte für Alltagsliteratur Philippe Artières erklärt die Hintergründe des Psyche genannten Standspiegels.
Im Mittelpunkt der von dem französischen Mittelalter- und Renaissancespezialisten Patrick Boucheron präsentierten Sendung steht die Frage: Was hat uns Geschichte heute zu sagen?
Zum Schutz vor der tropischen Sonne trugen die Europäer in der Kolonialzeit einen hellen Helm. Doch diese Kopfbedeckung verstärkte das Vorurteil des Rassenunterschiedes zwischen barhäuptigen Kolonisierten und Kolonialherren.
Fossile Energie und Umweltverschmutzung im 19. Jahrhundert
François Jarrige, Experte für Arbeits- und Umweltgeschichte, erklärt, dass der neue und breit eingesetzte Brennstoff im 19. Jahrhundert vor allem Steinkohle ist.
Der gelbe Stern wurde im Zweiten Weltkrieg von den Nationalsozialisten als Zwangskennzeichen für Personen eingeführt, die nach den Nürnberger Gesetzen von 1935 als Juden definiert worden waren.
Ehe sie zum Amulett, Schmuckstück oder Stück Stoff wird, geht die Symbolik der Hand der Fatima zurück auf alte Glaubensformen zwischen Magie und Religion. Sie ist vor allem das Zeichen einer göttlichen Macht.
Das besonders Auffällige an der „Venus von Brassempouy“ ist ihre sehr geringe Größe: Die Skulptur misst lediglich 3,65 Zentimeter und ist aus Mammutelfenbein.
Ariane Fennetaux, Historikerin und Spezialistin für Bekleidungsgewohnheiten im 18. Jahrhundert, erzählt die Geschichte einer aus der Mode gekommenen Taschenform: der Beuteltasche.
Patrick Boucheron verweist am Ende der Sendung auf das Buch "En quête dAfrique(s). Universalisme et pensée décoloniale"des senegalesischen Philosophen Souleymane Bachir Diagne.
Die französische Historikerin Claire Zalc erklärt, wie Menschen zur Verfolgung und Vernichtung bestimmt wurden, aber auch, wie die Verfolgten das Bewusstsein für diese unrechtmäßige Stigmatisierung weitergaben.
Fossile Energie und Umweltverschmutzung im 19. Jahrhundert
Patrick Boucheron: „Um die Geschichte der Kohle zu erzählen, muss man ins 19. Jahrhundert zurückkehren (...) Denn es geht hier um einen technologischen Traum. Aber auch um unsere Sorgen angesichts der Umweltzerstörung und der Endlichkeit unserer Ressourcen.“
Elisabeth Schmit ist Historikerin und Expertin für königliche Macht: Sie erklärt, welche Bedeutung die Hand der Justiz für die französischen Regenten ab dem 13./14. Jahrhundert hatte.
Patrick Boucheron erklärt in dieser Sendung den Samba Batucada, der mit dem Sklavenhandel aus Afrika nach Brasilien kam und inzwischen die ganze Welt erobert hat
Historiker und Chinaexperte Clément Fabre erklärt, dass für die Benutzung der Stäbchen sowohl ethische Regeln als auch Anstandsregeln gelten und sie darüber hinaus auch sehr symbolträchtig sind.
Die Friedenspfeife - Zwischen Konflikt und Versöhnung
Yann Lignereux ist Historiker und forscht zu den Bilderwelten alter Königreiche. Mit ihm wird die alte Geschichte dieses ambivalenten Gegenstands, der Friedenspfeife, auf eine neue Weise erzählt.