Hochherrschaftlich in einem Schloss zu wohnen, davon träumen viele. Für die 18 Bewohner des Mehrgenerationenhauses von Schloss Blumenthal in Aichach bei Augsburg wurde dieser Traum wahr. Viel diskutiert wurde auch über die Frage, ob zeitgemäße Architektur überhaupt in das historische Ambiente passt. Die Gemeinschaft im Laubengang.
Ein altes, verwittertes Bauernhaus tief im Bayerischen Wald. Klein, ärmlich, windschief, eng, dunkel. Und vollkommen heruntergekommen dazu. Weit entfernt von dem, was man sich gemeinhin unter einem "Traumhaus" vorstellt, hätte es kaum sein können.
Seit nunmehr zehn Jahren dokumentiert das BR Fernsehen in der Reihe "Traumhäuser" die Entstehung neuer, innovativer Einfamilienhäuser. Was heute zukunftsweisend erscheint, kann sich morgen als nicht mehr zeitgemäß herausstellen. Es lohnt sich also, nachzuschauen, wie sich die in der Reihe gezeigten Projekte über die Jahre gemacht haben. Hier ist beispielsweise ein Haus mit drei Höfen.
Eine Wohnskulptur und ein Haus wie ein Schmetterling
Obwohl der Entwurf sich auf den ersten Blick stark von der Umgebung absetzt, war bald klar, dass der Architekt Michael Becker statt auf die vorherrschende Architektur stark auf die Topographie Bezug nimmt. So verläuft am Grundstück entlang ein Grünzug, der sich durch das gesamte Wohngebiet zieht. Die Form des Hauses passt sich daran an: So zeichnen etwa die nach innen geneigten Pultdächer die Geländemulde nach.
Acht Bauherren, drei Häuser, zwei Architekten. Ein idyllisches und doch zentrumsnahes Grundstück direkt am Fluss. Gemeinsam haben sich die jungen Singles und Paare aus Eggenfelden den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllt.