Du riechst nach Berlin - Von Menschen, die Obdachlose aufnehmen
„Ein freundlicher Blick, vielleicht eine Münze für den Kaffeebecher — viel mehr können Obdachlose von Passanten oft nicht erwarten.“ Das sagt der Straßenkünstler Tex Brasket, der selbst seit Jahren kein Zuhause hat. Zu groß scheint die Kluft zwischen dem Dasein auf der Straße und einem bürgerlichen Leben. Was aber passiert, wenn Menschen diese Kluft zu überwinden versuchen?
Vergessene Frauen - Vertrags- und Gastarbeiterinnen heute
Über ein Drittel der Vertrags- und Gastarbeiter die nach Deutschland kamen, sind Frauen. So wie Thu Fandrich, die gegen ihren Willen aus Vietnam hergeschickt wurde, und Gül Ataseven-Özen, die als junge Frau allein aus der Türkei kam. Sie leben noch immer in Deutschland. Fühlen sie sich akzeptiert und respektiert? Was möchten sie der Generation ihrer Kinder, die hier geboren wurde, mitgeben? - Gül Ataseven-Özen kam als 18-jährige Gastarbeiterin nach Deutschland
Vergessene Frauen - Vertrags- und Gastarbeiterinnen heute
Über ein Drittel der Vertrags- und Gastarbeiter die nach Deutschland kamen, sind Frauen. So wie Thu Fandrich, die gegen ihren Willen aus Vietnam hergeschickt wurde, und Gül Ataseven-Özen, die als junge Frau allein aus der Türkei kam. Sie leben noch immer in Deutschland. Fühlen sie sich akzeptiert und respektiert? Was möchten sie der Generation ihrer Kinder, die hier geboren wurde, mitgeben? - Thu Fandrich kam als 19-jährige alleine als Vertragsarbeiterin
Du riechst nach Berlin - Von Menschen, die Obdachlose aufnehmen
„Ein freundlicher Blick, vielleicht eine Münze für den Kaffeebecher — viel mehr können Obdachlose von Passanten oft nicht erwarten.“ Das sagt der Straßenkünstler Tex Brasket, der selbst seit Jahren kein Zuhause hat. Zu groß scheint die Kluft zwischen dem Dasein auf der Straße und einem bürgerlichen Leben. Was aber passiert, wenn Menschen diese Kluft zu überwinden versuchen?
Hühner im Wald, afrikanische Hirse auf dem Feld und hochwertige Pflanzenkohle im Boden – kein Hirngespinst, sondern Alltag für Landwirt Thomas Domin. Ganz im Süden Brandenburgs, in Peickwitz bei Senftenberg, probiert er verschiedene Methoden der Agroforstwirtschaft aus. Dahinter verbirgt sich eine uralte Anbaumethode. Die setzt auf Nachhaltigkeit und ist nicht ganz billig. Für Thomas Domin ist es aber die einzige Möglichkeit, den ausufernden, überdüngten, riesigen Maisflächen eine gesunde Alternative entgegenzusetzen. Das rbb Fernsehen begleitet den 43-Jährigen eine Saison lang und erlebt mit ihm Kälte, Hitze und sintflutartige Regenfälle, eine Missernte und einen Fuchsangriff auf die Hühner. Doch Thomas Domin lässt sich nicht unterkriegen und bezeichnet sich selbst als glücklichsten Landwirt weit und breit. - Äthiopische Zwerghirse wächst auch auf Brandenburgischen Böden und kommt bestens zurecht mit Wetterkapriolen.
Auftanken und Loslassen - Das Kinderhaus Pusteblume
Für Filip und seine Familie ist das „Kinderhaus Pusteblume“ ein Ort, an dem sie von ihrem anstrengenden Alltag Abstand nehmen können. Die gerade fertiggestellte und einladende Einrichtung in Burg im Spreewald schließt eine wichtige Versorgungslücke. Filip ist krank. Er hat eine schwere Behinderung, die seinen Eltern und auch seinem gesunden Bruder viel abverlangt. - Yvonne Lehmann aus Finsterwalde hält die Hand ihres Sohnes Max, der mit 5 Jahren urplötzlich gesundheitliche Probleme bekam und heute, als Dreizehnjähriger, ein Pflegefall ist.
Die Kinder hier sind vernachlässigt oder heimatlos und machen sich keine Illusionen mehr. Susanne Kleinschmidt ist die Gründerin der stationären Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Manuka und leitet sie seither. Nun kann sie selbst nicht mehr. Ihr letzter Urlaub ist schon zehn Jahre her. Jetzt will sie mal fünf Wochen raus. Nach Portugal. Doch wird sie es schaffen, wirklich loszulassen? - Susanne Kleinschmidt holt ihren Campingbus ab, in dem sie die nächsten Wochen wohnen wird.
„Wenn Leute mich sehen, bin ich natürlich der Ausländer“, sagt Protagonist Raphael Hillebrand. Dabei ist er Deutscher, aber für viele sieht er nicht so aus, weil er schwarz ist. Manchmal scheint die deutsche Gesellschaft im wahrsten Sinne des Wortes eine geschlossene Gesellschaft zu sein. Wer dazu gehört und wer nicht, wird anhand äußerer Merkmale entschieden. - Ercan Yasaroglu sagt über sich: „Wenn eine Wurst Deutschländer werden kann, dann bin ich auch Deutschländer“.
Sie sind meist 3 bis 4 Stunden täglich unterwegs. Das sind mehr als 750 Stunden beziehungsweise 30-40 ganze Tage im Jahr allein für den Weg zur Arbeit. Hunderttausende, die in aller Frühe aufbrechen und erst spät am Abend wieder zurück sind. Vor allem die Wintermonate sind hart, wenn Verspätungen oder ausfallende Züge den Weg zur Arbeit zusätzlich belasten. - Adele Segrestin ist bis zu 16 Stunden von zu Hause weg
„Wenn Leute mich sehen, bin ich natürlich der Ausländer“, sagt Protagonist Raphael Hillebrand (Foto). Dabei ist er Deutscher, aber für viele sieht er nicht so aus, weil er schwarz ist. Manchmal scheint die deutsche Gesellschaft im wahrsten Sinne des Wortes eine geschlossene Gesellschaft zu sein. Wer dazu gehört und wer nicht, wird anhand äußerer Merkmale entschieden.
Sie machen ihren Dienst im Seniorenheim voller Begeisterung, Neugierde und Empathie. Salam Massoud (42) und seine Frau Rawa Alhallit (38) sind mit Ihren beiden Kindern aus Syrien geflüchtet. Ihre alten Berufe als Zahntechniker und Ingenieursassistentin haben sie in Deutschland aufgegeben. Jetzt lernen beide Pflegefachkraft und können dabei auch reichlich Erfahrung aus ihrem alten Leben einbringen. - Rawa Alhallit (38).
Wenn beide Eltern arbeiten oder ein Elternteil allein erzieht, muss oft Oma mit ran. Dabei entsteht eine intensive Beziehung zu den Enkeln, und der regelmäßige Umgang mit ihnen hält fit. Manchmal wird die Bereitschaft zur Kinderbetreuung aber auch etwas ausgenutzt. Vielleicht hatten Oma und Opa nach einem langen Arbeits- und Erziehungsleben ganz andere Pläne? Jeden Morgen gibt es für den kleinen Mio Milchschaum, den Oma Elke für ihn macht.
Die Kinder hier sind vernachlässigt oder heimatlos und machen sich keine Illusionen mehr. Susanne Kleinschmidt ist die Gründerin der stationären Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Manuka und leitet sie seither. Nun kann sie selbst nicht mehr. Ihr letzter Urlaub ist schon zehn Jahre her. Jetzt will sie mal fünf Wochen raus. Nach Portugal. Doch wird sie es schaffen, wirklich loszulassen? - Der Tag des Aufbruchs: Wird Susanne im Urlaub wieder zu sich selbst finden?
Wenn beide Eltern arbeiten oder ein Elternteil allein erzieht, muss oft Oma mit ran. Dabei entsteht eine intensive Beziehung zu den Enkeln, und der regelmäßige Umgang mit ihnen hält fit. Manchmal wird die Bereitschaft zur Kinderbetreuung aber auch etwas ausgenutzt. Vielleicht hatten Oma und Opa nach einem langen Arbeits- und Erziehungsleben ganz andere Pläne? - Elke Jonassens Tochter Marlyn ist alleinerziehend und freut sich darüber, dass ihre Mutter nach Berlin ziehen will.
Sie sind meist 3 bis 4 Stunden täglich unterwegs. Das sind mehr als 750 Stunden beziehungsweise 30-40 ganze Tage im Jahr allein für den Weg zur Arbeit. Hunderttausende, die in aller Frühe aufbrechen und erst spät am Abend wieder zurück sind. Vor allem die Wintermonate sind hart, wenn Verspätungen oder ausfallende Züge den Weg zur Arbeit zusätzlich belasten. - Ehepaar Buck im Regionalzug auf dem Weg zur Arbeit.
Kein Tannenbaum ohne Lametta - Erinnerungen an Weihnachten
Lametta am Baum, der bunte Teller darunter - am 24. Dezember ging es früher wesentlich bescheidener zu. Die Kinder von damals erinnern sich nach einem langen Leben an die Weihnachtsfeste ihrer Kindheit und Jugend in bewegten Zeiten. Im Bild: Schwester und Bruder unterm Tannenbaum 1932.
Eltern wollen nur das Beste für ihr Kind. So beginnt schon bei der Grundschulwahl ein Ringen um den idealen Platz. Die Rixdorfer Grundschule in Berlin wird wegen vieler Kinder mit Migrationshintergrund gemieden. Der Schulleiter kämpft um den Ruf seiner Einrichtung. Spaltet der Wille der Eltern unsere Grundschulen? - Die Klasse 3b der Rixdorfer Grundschule übt Mathe am Computer.
Wenn beide Eltern arbeiten oder ein Elternteil allein erzieht, muss oft Oma mit ran. Dabei entsteht eine intensive Beziehung zu den Enkeln, und der regelmäßige Umgang mit ihnen hält fit. Manchmal wird die Bereitschaft zur Kinderbetreuung aber auch etwas ausgenutzt. Vielleicht hatten Oma und Opa nach einem langen Arbeits- und Erziehungsleben ganz andere Pläne? - Christine Müller und ihre Enkeltochter Wanda.
Eltern wollen nur das Beste für ihr Kind. So beginnt schon bei der Grundschulwahl ein Ringen um den idealen Platz. Die Rixdorfer Grundschule in Berlin wird wegen vieler Kinder mit Migrationshintergrund gemieden. Der Schulleiter kämpft um den Ruf seiner Einrichtung. Spaltet der Wille der Eltern unsere Grundschulen? - Ein Mädchen aus der ersten Klasse der Rixdorfer Grundschule hat zweisprachigen Unterricht - auf Türkisch und Deutsch.
Die Corona-Krise verändert das Leben der Brandenburgerinnen und Brandenburger drastisch. Künstler, Einzelhändler, kleine und mittlere Betriebe in der Gastronomie und des Tourismus, aber auch viele Familien sind existenziell davon betroffen. Angst macht sich breit um ältere Verwandte und um die Zukunft. - Online Training im Fitnessstudio „Theo’s Gym“ in Eberswalde.
„Wenn Leute mich sehen, bin ich natürlich der Ausländer“, sagt Protagonist Raphael Hillebrand. Dabei ist er Deutscher, aber für viele sieht er nicht so aus, weil er schwarz ist. Manchmal scheint die deutsche Gesellschaft im wahrsten Sinne des Wortes eine geschlossene Gesellschaft zu sein. Wer dazu gehört und wer nicht, wird anhand äußerer Merkmale entschieden. - Maha Alusi appelliert an die Gesellschaft: „Schaut nicht in die Vergangenheit. Macht etwas!“
Was vom alten Leben bleibt - Wenn das Elternhaus ausgeräumt wird
Anne verabschiedet sich ein letztes Mal vom Elternhaus, ihre Mutter begleitet sie. Viele Erinnerungen stecken in den Räumen. Hier, im Wohnzimmer, hatte die Mutter ihren drei Kindern vor rund 10 Jahren die tödliche Diagnose ihres Vaters übermittelt. Bereits wenige Monate später war er tot.
Die Kinder hier sind vernachlässigt oder heimatlos und machen sich keine Illusionen mehr. Susanne Kleinschmidt ist die Gründerin der stationären Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung "Manuka" und leitet sie seither. Nun kann sie selbst nicht mehr. Ihr letzter Urlaub ist schon zehn Jahre her. Jetzt will sie mal fünf Wochen raus. Nach Portugal. Doch wird sie es schaffen, wirklich loszulassen? - Susanne Kleinschmidt verarztet Max (11), der sich die Hand gebrochen hat.
Kein Tannenbaum ohne Lametta - Erinnerungen an Weihnachten
Lametta am Baum, der bunte Teller darunter - am 24. Dezember ging es früher wesentlich bescheidener zu. Die Kinder von damals erinnern sich nach einem langen Leben an die Weihnachtsfeste ihrer Kindheit und Jugend in bewegten Zeiten. - Schwester und Bruder unterm Tannenbaum 1932