«Wir haben unsere ganzen Fotos und Videos abgeschickt. Warnhinweis an die Redaktion: Verstörender Inhalt.» Fast entschuldigend erklärt der ukrainische Dokumentarfilmer Mstyslav Tschernow weiter: «Es tut weh, das hier zu sehen. Aber das muss es auch.» Der Ukrainer warnt nicht grundlos: Die Aufnahmen in «20 Tage in Mariupol» sind mitunter schwer auszuhalten. Mit einem Fotografen und einer Produzentin begibt Mstyslav Tschernow sich am 24. Februar 2022 nach Mariupol, ahnend, dass die grenznahe Hafenstadt im russischen Angriffskrieg ein frühes Ziel darstellen würde. Im Laufe der folgenden 20 Tage filmt Tschernow Angriffe auf Wohnhäuser, Spitäler und weitere zivile Infrastruktur eines Krieges, der gemäss russischer Propaganda keiner sein sollte und der Selbstverteidigung dient. Weil der Angriff den Kontakt zur Aussenwelt abgeschnitten hat, zeigt Tschernow auch, wie schwierig und gefährlich es ist, seine Aufnahmen an die Medien zu übermitteln. Als sein Team, nach einem weiteren Vorrücken russischer Truppen, sich beim letzten noch leidlich funktionierenden Spital plötzlich hinter feindlichen Linien befindet, ergreifen er und seine Partner die Flucht aus dem Kriegsgebiet. Abgesehen vom Wert dieses Zeitdokuments für die unabhängige Berichterstattung aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine, könnte «20 Tage in Mariupol» am 10. März 2024 überdies mit einem Oscar für den besten Dokumentarfilm gewürdigt werden.
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