Allen Protesten zum Trotz - der Abriss hat begonnen. Wenn im Frühjahr 2007 Gras über die Sache gewachsen sein soll, wird vom Palast auf dem Schlossplatz nur noch die Riesen-Wanne übrig sein, mit Millionen Litern Sand-Wasser-Gemisch gefüllt, damit sie nicht wie ein Korken nach oben kommt. Dann werden 56.000 Tonnen Beton sowie 20.000 Tonnen Eisen und Stahl zerlegt sein, die zumeist per Schiff abtransportiert werden. Zum Wohle des Volkes wurde der Palast der Republik vor 30 Jahren am 23. April 1976 eingeweiht. 24 Jahre später wurde er geschlossen - kurioserweise auch zum Wohle des Volkes. "Asbestverseuchung" hieß die offizielle Begründung. Der Asbest kam für 80 Millionen Euro raus, aber auch die Zwischennutzung mit Schlauchboot-Touren und Kunst-Events in der Ruine fanden ein Ende. Was jetzt geschieht, soll noch einmal 12 Millionen Euro kosten. Dabei wird der Palast weder gesprengt noch mit der Abrissbirne platt gemacht, sondern in umgekehrter Reihenfolge zur Errichtung zurückgebaut. Eine Woche lang werden die Rückbauer begleitet, die Wannenfüller beobachtet und den Dachabdeckern bei der Arbeit zugesehen. Wir wollen klären, was es mit den Schwingungsmessungen am Berliner Dom auf sich hat und nicht zuletzt dabei sein, wenn es auf der Aussichtsplattform heißt. Der Palastabriss als Touristen-Event.
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