Im Film «Bauernkrieg» setzt sich Erich Langjahr mit der bedrohten Existenz des Bauern zum Ende des 20. Jahrhunderts, im Zeitalter der Massenproduktion, auseinander. Der Film stellt das Überleben der Landwirtschaft in den Mittelpunkt, in einer Zeit des Übergangs von einer staatlich gelenkten Plan- zur Marktwirtschaft. Es ist die Zeit der explosiven Liberalisierung des weltweiten Handels mit Waren. Trotz des Protestes vieler Bauern wurden die neuen GATT-Verträge vom Schweizer Bundesrat unterzeichnet und vom Parlament genehmigt. Somit wurde die Schweiz 1995 Mitglied der Welthandelsorganisation WTO. Um in dieser neuen Marktsituation überleben zu können, setzen die meisten Bauern auf den technischen Fortschritt und die Hochzucht. Doch viele Betriebe können da nicht mithalten, geben auf, und die Höfe werden versteigert. In vieler Hinsicht ist Bauernkrieg mit seinen apokalyptischen Visionen der volltechnisierten Agro-Industrie das Gegenstück zu dem „ursprünglichen“, fast idyllischen Bild der Sennen-Ballade. Die schockierenden Bilder aus einer Tiermehlfabrik lassen den unheimlichen Eindruck entstehen, die unwürdige Resteverwertung sei ein Schicksal, das Tier und Mensch zugleich betrifft.
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