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C'est pas moi, je le jure !

CDN, 2008

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Filminfos

León ist zehn Jahre alt. In seiner Familie, zu der außer ihm und den Eltern noch sein älterer Bruder Jerôme gehört, gibt es oft Streit. Sein Vater, Rechtsanwalt und ein bekannter Politiker, macht Leóns Mutter zum Vorwurf, dass sie sich zu wenig um ihn und seinen Bruder kümmere. Im Gegensatz zu Leóns unorthodoxer Mutter ist sein Vater ein Ordnungsfanatiker, der die Kreativität seiner Frau schon im Keim ersticken möchte. Leóns Verhältnis zu seiner Mutter ist freundschaftlich, er erfährt von ihr jedoch nicht den Halt, den er benötigt. So sagt sie ihm beispielsweise, es sei besser nicht zu lügen, aber schlimmer sei es, schlecht zu lügen. Auch bei Streichen solidarisiert sie sich mit ihm, so zum Beispiel als er Eier aufs Dach der Nachbarsfamilie wirft, indem sie es ihm nachtut. Da León, besonders vom Vater, nicht die Zuwendung bekommt, die er benötigt, kommt es immer wieder dazu, dass er etwas tut, was die Aufmerksamkeit der Erwachsenen auf ihn lenkt. So bestiehlt er beispielsweise den Milchmann, bricht ins Haus der Nachbarn ein, als diese sich im Urlaub befinden, richtet dort Zerstörungen an und uriniert gar in den Kleiderschrank. Er versucht sogar mehrmals, sich umzubringen. Auch versucht er einen besonders schlimmen Streit der Eltern zu beenden, indem er ein Feuer auf deren Bett anzündet. Dazu erklärt er aus dem Off, warum er dieses Feuer gelegt hat: „Wie die Indianer, die an strategischen Punkten Feuer legten, um einen Streit zu beenden.“
Als die Befürchtung der Kinder, dass die Eltern sich scheiden lassen könnten, wahr wird und die Mutter ihre Familie verlässt, um in Zukunft in Griechenland zu leben, bricht Leóns Welt vollends zusammen. Noch schlimmer werden die Streiche, die er der, wie er denkt, intakten Nachbarsfamilie spielt, die gemeinsam in einen Campingurlaub startet. Mit Lea, einer Nachbarstochter, die wie er nicht verreist, trifft er sich öfter und erkennt, dass auch sie nicht unerhebliche Probleme hat. Seit ihr Vater vor Jahren verschwunden ist, wird sie von ihrem Onkel immer wieder geschlagen. Da Lea mit Leóns Gefühlen ihr gegenüber nicht so recht etwas anzufangen weiß, erwidert sie, als er ihr seine Liebe gesteht, lapidar, dass sie sich auch liebe. Als Leóns und Leas Versuch, nach Griechenland zu fliehen, misslingt, dringt ein Psychologe darauf, dass die Kinder sich nicht mehr sehen dürfen.
Für jeden Tag, den die Mutter nicht bei ihm ist, legt León einen Stein auf einen Tisch in seinem Zimmer. Nach einem selbst verschuldeten Unfall auf einer Bowlingbahn, wieder aus dem Krankenhaus entlassen, spricht León zum ersten Mal direkt zum Publikum. Sein Schlusssatz lautet: „Das Leben ist zwar nicht für mich gemacht, aber ich bin für das Leben gemacht. Ich warte auf meine Mama, ein wenig. Ein wenig, mein ganzes Leben lang.“
(Dieser Text basiert auf dem Artikel Ich schwör's, ich war's nicht! aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.)

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