Der alternde Gelehrte Faust, gesungen von dem Star-Tenor Jonathan Tetelmann, lässt sich auf seiner vergeblichen Suche nach dem Sinn des Lebens auf einen Handel mit dem Teufel ein – seinem Antagonisten Kyle Ketelsen, der den Méphistophélès verkörpert. Er kauft ihm seine Seele ab und verspricht ihm ewige Jugend und Liebe. Faust verliebt sich in Marguerite - mit Olga Kulchynska ist diese Partie mit einer der gefragtesten lyrischen Sopranistinnen besetzt. Nachdem sie das gemeinsame Kind getötet hat, verfällt Marguerite dem Wahnsinn, geht aber als moralisch Überlegene aus der Begegnung mit Faust hervor.
Hat die Oper von Charles Gounod noch mit Goethes "Faust" zu tun? Die Vorlage war eine Goethe-Adaption für den Boulevard: Michel Carrés "Faust et Marguerite", ein drame fantastique, das Jules Barbier zunächst allein zum Libretto umarbeitete. Später gesellte sich Carré hinzu, und für manche Passage griffen die beiden wörtlich auf Gérard de Nervals Übersetzung von Goethes "Faust" zurück. Von Anfang an hatten die Autoren die Absicht, die Perspektive zu verengen: Das gewaltige Ideen-Drama sollte als Handlungsgerüst dienen. Als Ausgangspunkt für eine Liebesgeschichte mit satanischer Beteiligung, ein musikalisches Bühnenwerk über Liebe, Tod und Teufel. Gounod gestaltet ein mixtum compositum aus mehreren Gattungssträngen, opéra comique ebenso wie Grand Opéra. So entfaltet sich eine enorme Kraft der Melodik, klug disponierte Instrumentation und ein untrügliches Gespür für dezente und zugleich treffsichere Bühnenwirkungen. Die Neuproduktion der Bayerischen Staatsoper wird szenisch von Lotte de Beer, musikalisch von Nathalie Stutzmann verantwortet. Ein vielgefragter Tenor singt die Titelpartie: Jonathan Tetelman.
Hat die Oper von Charles Gounod noch mit Goethes "Faust" zu tun? Die Vorlage war eine Goethe-Adaption für den Boulevard: Michel Carrés "Faust et Marguerite", ein drame fantastique, das Jules Barbier zunächst allein zum Libretto umarbeitete. Später gesellte sich Carré hinzu, und für manche Passage griffen die beiden wörtlich auf Gérard de Nervals Übersetzung von Goethes "Faust" zurück. Von Anfang an hatten die Autoren die Absicht, die Perspektive zu verengen: Das gewaltige Ideen-Drama sollte als Handlungsgerüst dienen. Als Ausgangspunkt für eine Liebesgeschichte mit satanischer Beteiligung, ein musikalisches Bühnenwerk über Liebe, Tod und Teufel. Gounod gestaltet ein mixtum compositum aus mehreren Gattungssträngen, opéra comique ebenso wie Grand Opéra. So entfaltet sich eine enorme Kraft der Melodik, klug disponierte Instrumentation und ein untrügliches Gespür für dezente und zugleich treffsichere Bühnenwirkungen. Die Neuproduktion der Bayerischen Staatsoper wird szenisch von Lotte de Beer, musikalisch von Nathalie Stutzmann verantwortet. Ein vielgefragter Tenor singt die Titelpartie: Jonathan Tetelman.
(arte.tv)
Daten
Länge: ca. 220 min.
| Deutsche Stream-Premiere | Mo, 09.02.2026 (arte.tv) |
| Originalsprache: | Deutsch |
Kostenlose Start- und Streambenachrichtigung:
Cast & Crew
![Dshamilja Kaiser]()
![Emily Sierra]()
![Olga Kulchynska]()
![Thomas Mole]()
![Florian Sempey]()
![Kyle Ketelsen]()
![Jonathan Tetelman]()
- Regie: Lotte de Beer
- Szenenbild: Christof Hetzer
- Kostüme: Jorine van Beek
- Dirigentin: Nathalie Stutzmann
- Orchester: Bayerisches Staatsorchester
- Chorleitung: Christoph Heil
- Chor: Bayerischer Staatsopernchor
- Licht: Benedikt Zehm
- Dramaturgie: Peter te Nuyl, Ana Edroso Stroebe












