Dass ein Kamerateam dem unscheinbaren Daisatô überallhin folgt, überrascht doch etwas: Schließlich ist er doch nur ein eher gewöhnlicher Japaner mit Eheproblemen, einem Faible für kleine Dinge, die unvermittelt groß werden und anscheinend sehr wütenden Nachbarn - zahlreiche kaputte Fenster an seinem Haus zeugen davon. Grund des Zorns ist, dass Daisatô regelmäßig für zerstörte Wohnviertel, Stromausfälle und das schlimmste Verkehrschaos sorgt. Denn Daisatô ist ein traditioneller japanischer Superheld und das schon in der sechsten Generation. Sobald irgendwo zwischen den Hochhäusern Japans ein Monster auftaucht, erhält er einen Anruf, setzt sich auf sein Moped und fährt zum örtlichen Elektrizitätswerk, wo er mittels Starkstrom zum knüppelbewehrten Riesen mutiert. Doch statt Dankbarkeit hagelt es Proteste, sobald Daisatô in seiner traditionellen Gaststube wieder auf normale Größe geschrumpft ist. Völlig egal scheint, dass er Japan vor stinkenden Riesenkraken, einbeinigen Hüpfmonstern und Augen werfenden Zyklopen bewahrt - die Einschaltquoten seiner live übertragenen Kämpfe sind das Einzige, was zählt. So muss der leidgeprüfte Beschützer Japans seine empfindlichsten Körperstellen als Werbebanner vermieten und - die ultimative Demütigung - sich letztlich von amerikanischen Superheldenkollegen zeigen lassen, wie man die Welt "richtig" rettet.
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