1973 ist "Je später der Abend" die erste Talkshow im deutschen Fernsehen überhaupt. Die Dokumentarfilmer Klaus Wildenhahn und Gisela Tuchtenhagen begleiten mit der Kamera, wie die letzten beiden Sendungen produziert werden. Moderator ist der Schauspieler Dietmar Schönherr, der vor allem als Hauptdarsteller der deutschen Science-Fiction-Serie "Raumpatrouille - Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion" bekannt ist. Heftige Kritik am Moderator Schönherr Der Dokumentarfilm schaut hinter die Kulissen der Sendung, die seinerzeit vom WDR produziert wird. Für seine Moderationsleistung wird Schönherr, ebenso wie seine beiden Nachfolger, von der Presse kritisiert: "Lähmende Langeweile", "Eitle Fingernagelschau", "Gequirlte Luft" schreiben die Zeitungen. Im Film wird deutlich, unter welchem Druck Schönherr als Gastgeber steht: "Früher hatte ich unheimliche Lust zu Wahnsinnsdingen, das tue ich nicht mehr, weil die mich schon so eingebremst haben", sagt Schönherr. Der Film beobachtet und zeigt Hintergrundgespräche mit Schönherr und den Programmverantwortlichen zur Wahl der Studiogäste. Schönherrs Wunschkandidaten treffen nicht auf die Zustimmung der Redakteure. Und auch einen Tag vor der letzten Sendung stehen die Gäste nicht endgültig fest. Schönherr spricht während der Vorbereitungen offen über seine Tätigkeit als Moderator: "Jetzt soll man ja eine Stunde etwas Brillantes liefern (...) Das kann niemand. Außer ein Zirkuskünstler, der eine Nummer einstudiert hat".
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