West-Berlin - das war eine Insel, eine umzingelte Stadt, das waren, nach dem 13. August 1961, 480 eingemauerte Quadratkilometer. Die etwa 150 Straßen und Wege, die bis dato über die Zonen- und Sektorengrenze geführt haben, waren für rund zwei Millionen Menschen auf einmal versperrt: durch mauern und Schlagbäume, durch Stacheldraht und Barrieren. Von den 80 Übergangsstellen blieben nur vier geöffnet. Die Mauer, sie war da seit diesem 13. August 1961. ,,Sie wurde", wie West-Berliner sagten, ,,Natur". Man musste mit ihr leben - und so lebte man mit ihr. West-Berlin - das war, Ende der 60er Jahre, eine attraktive Adresse für rebellische Geister; das war die Stadt der Wehrdienstverweigerer und die Stadt des politischen Widerstandes; das war die Stadt, in der sich wie nirgendwo sonst in der Republik die Zulagen und Steuerbefreiungen addierten und in der 500.00 Dachziegel und 16,9 Millionen Stück Seife als Blockadevorräte deponiert wurden. Der Film ,,Die Insel West-Berlin" erzählt vom Alltag und vom Lebensgefühl in dieser Stadt. Von den kleinen und großen Besonderheiten, die sich durch die außergewöhnliche Situation West-Berlins ergaben (Erstausstrahlung).
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