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Die Wüstenpferde Namibias

(Africa's Wild West) D, 2014

ZDF und ORF/Interspot
  • 9 Fans
  • Wertung0 123825noch keine Wertungeigene: -

Filminfos

Goldfarbene Dünen, weiße Salzpfannen, endlose Savannen unter einem tiefblauen Horizont: Die Wüste Namib an der Westküste Namibias ist eine der faszinierendsten Landschaften der Erde. Ausgerechnet diese Wildnis, die von Sonne, Sand und Sturm geprägt wird, ist die Heimat von Afrikas einzigen Wildpferden. Umgeben vom malerischen Fish River Canyon und dem stürmischen Atlantik breitet sich die Namib mit ihren Trockengebieten, den Sandwüsten und den Savannen aus. Die älteste Wüste der Welt ist gleichzeitig die trockenste: Hier können nur Spezialisten, die sich über Jahrtausende an die harschen Bedingungen angepasst haben, überleben: Oryx-Antilopen, Strauße oder Hyänen. Doch die Namib beheimatet auch eine Tierart, die aus Europa kommt und erst seit einem Jahrhundert den Bedingungen der Wüste ausgesetzt ist: Pferde. Sie sind Relikte des Diamantenbooms der deutschen Kolonialzeit, ebenso zurückgelassen wie die Geisterstädte der Minen, die vom Sand zurückerobert wurden und eine Wildwest-Atmosphäre schaffen.
200 Tiere leben hier noch: Nachfahren des einstigen Bestandes aus deutschen und englischen Militärpferden, die nach dem Ersten Weltkrieg in die Wüste versprengt wurde. Sie behaupten sich gegen Dürre, Hitze und die ständigen Sandstürme, ständig bedroht von Skorpionen, Schlangen und Hyänen. Nur ein altes Bohrloch, mit dessen Wasser einst Lüderitz und die deutsche Eisenbahnlinie versorgt wurden, hilft ihnen zu überleben. Solange die Pferde im weiteren Umkreis des Brunnens bleiben, müssen sie nicht verdursten. Oft sind die erreichbaren Weidegründe jedoch abgegrast. Über lange Perioden im Jahr herrscht Nahrungsmangel.
So hängt das Überleben der Pferde jedes Jahr aufs Neue an einem seidenen Faden. Wird der ersehnte Regen kommen oder nicht? Die Oryx-Antilopen, mit den Pferden die größten Säugetiere der Region, sind perfekt angepasst. Sie können im Südsommer, wo fast 50 Grad Hitze herrschen, ihre Körpertemperatur regulieren. Dank ihrer Fähigkeit, große Mengen Wasser zu speichern, können die Oryx weite Strecken laufen, um an Weidegebiete zu gelangen. Die Nama-Flughühner haben einen besonderen Trick: Sie speichern Wasser unter ihrem Gefieder und fliegen es zu den weit entfernten Nestern. Sogar Insekten haben hier faszinierende Überlebenstechniken entwickelt, um der Trockenheit zu trotzen.
Wenn die kühlen Luftmassen des Atlantiks einen feinen Film von Feuchtigkeit auf die Sanddünen legen, sammelt der Nebeltrinker-Käfer die Luftfeuchtigkeit; gleichsam als wandelnder Wasserspeicher wird er zur willkommenen Beute für die Reptilien der Wüsten: Sandvipern, Eidechsen oder Chamäleons. Die Pferde haben keine dieser Evolutionstricks, sie sind keine Wüsten- sondern Steppentiere. Ihnen hilft nur ihr angeborenes Sozialverhalten nach dem Motto: gemeinsam stark. So bilden sie bei Angriffen von Hyänen einen schützenden Pulk um die Jungtiere. Oder sie lecken sich gegenseitig ab, um ihren Salzhaushalt mit Schweiß des anderen aufzubessern. Die Clans werden von den Tieren angeführt, die am stärksten sind, egal ob Hengst oder Stute.
So behaupten sich Namibias Wüstenpferde schon 100 Jahre lang und prägen den "Wilden Westen Afrikas".
(ARD)
Die Sendereihe präsentiert populäre Naturwissenschaften in Dokumentarfilmen und -serien mit den Schwerpunkten "Tier" und "Natur".
(3sat)
Daten
Weiterer Titel: Afrikas wilder Westen - Namibias Wüstenpferde
Länge: ca. 45 min.
Deutsche TV-PremiereFr, 01.05.2015 (arte)
Originalsprache:Deutsch
Kostenlose Start- und Streambenachrichtigung:
Cast & Crew

Die Wüstenpferde Namibias Streams

"Die Wüstenpferde Namibias" ist als Video/Stream erhältlich:
kompakte Ansicht
  • Deutsch1080p
Streaming-Daten in Zusammenarbeit mitvia JustWatch.

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Bilder

  • Wüstenpferde.
    Bild: © ORF
  • Wüstenpferde.
    Bild: © ORF
  • Bild: © ORF
  • Robben.
    Bild: © ORF
  • Schakal.
    Bild: © ORF
  • Alte Eisenbahnschienen mit einem verrosteten Schienenfahrzeug.
    Bild: © ORF
  • Wüstenpferde.
    Bild: © ORF
  • Wüstenpferde.
    Bild: © ORF
  • Stute und Fohlen.
    Bild: © 3sat
  • Universum: "Afrikas Wilder Westen - Namibias Wüstenpferde", Die Namib, eine der einsamsten Wüsten Afrikas: In diesem Trockengebiet an der Westküste Namibias können nur Spezialisten überleben: Oryx-Antilopen, Tüpfelhyänen oder Schakale. Doch die Namib ist auch Heimat für eine Tierart, die aus Europa kommt und sich hier erst seit 100 Jahren behauptet: die Namibs! Afrikas einzige Wildpferde sind Relikte des Diamantenbooms der deutschen Kolonialzeit - ebenso zurückgelassen wie die Geisterstädte der Minen, die vom Sand zurückerobert wurden und eine Wildwest-Atmosphäre schaffen. Rund 200 Pferde des einstigen Bestandes leben noch, behaupten sich gegen Dürre, Hitze, die ständigen Sandstürme, ständig bedroht von Skorpionen, Schlangen und Hyänen. Nur ein altes Bohrloch, mit dessen Wasser einst das Zentrum der Region, Lüderitz und die deutsche Eisenbahnlinie versorgt wurden, hilft ihnen zu Überleben. Solange die Pferde im weiteren Umkreis des Brunnens bleiben, ist gesichert, dass sie nicht verdursten. Oft aber sind die erreichbaren Weidegründe bereits abgegrast - über lange Perioden im Jahr herrscht Mangel an Nahrung. So hängt das Überlebend er Pferde jedes Jahr aufs Neue an einem seidenen Faden - ist abhängig, ob die ohnehin seltenen Regenfälle kommen oder nicht. Ein Film von Franz Leopold SchmelzerIm Bild: Wüstenpferde. SENDUNG: ORF2 - DI - 14.10.2014 - 20:15 UHR. - Veroeffentlichung fuer Pressezwecke honorarfrei ausschliesslich im Zusammenhang mit oben genannter Sendung oder Veranstaltung des ORF bei Urhebernennung. Foto: ORF/Interspot. Anderweitige Verwendung honorarpflichtig und nur nach schriftlicher Genehmigung der ORF-Fotoredaktion. Copyright: ORF, Wuerzburggasse 30, A-1136 Wien, Tel. +43-(0)1-87878-13606
    Bild: © ORF
  • Wüstenpferde in Ghost Town.
    Bild: © 3sat
  • Bild: © ORF
  • Bild: © ORF
  • Strauß und Oryx Antilope.
    Bild: © 3sat
  • Wüstenpferde und Oryx Antilopen im Hintergrund.
    Bild: © 3sat
  • Ghost Town, Holzhaus.
    Bild: © 3sat
  • Wildpferde in der Wüste
    Bild: © rbb/NDR/Interspot Film GmbH
  • Kampf zwischen Hengsten
    Bild: © rbb/NDR/Interspot Film GmbH
  • Stute mit Fohlen
    Bild: © rbb/NDR/Interspot Film GmbH
  • Stute und Fohlen.
    Bild: © NDR/Interspot Film GmbH
  • Pferdegruppe im Sonnenuntergang
    Bild: © NDR/Interspot Film GmbH
  • Wüstenpferde und Oryxantilopen im Hintergrund.
    Bild: © ZDF und ORF/Interspot

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