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Einer trage des anderen Last

DDR, 1988
Einer trage des anderen Last
Bild: MDR/DREFA
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Filminfos

Anfang der 1950er Jahre werden ein Offizier der Volkspolizei und ein evangelischer Vikar in ein gemeinsames Zimmer eines privaten Lungensanatoriums eingewiesen. Während der eine sein Stalinbild an die Wand pinnt, hängt der andere seinen Christus an. Zwei ganz unterschiedliche Männer, die sich nicht aus dem Wege gehen können... Anfang der 1950er Jahre wird der junge Volkspolizeioffizier Josef Heiliger (Jörg Pose) mit einer akuten Tuberkulose in ein privates Sanatorium eingeliefert. Sein Zimmergefährte wird ausgerechnet Hubertus Koschenz (Manfred Möck), ein evangelischer Vikar. Der eine hängt sich Stalin übers Bett, der andere Jesus. Und nicht nur das: Wenn Josef Heiliger die Genossen zur Parteiversammlung ruft, dann lädt Hubertus Koschenz zur Bibelstunde ein. Wenn der eine morgens beim Rasieren selbstvergessen die Internationale anstimmt, dann setzt der andere dagegen "Eine feste Burg ist unser Gott". Es dauert nicht lange, da stehen sie vor dem Chefarzt Dr. Stülpmann (Heinz-Dieter Knaup) mit der dringenden Bitte, auseinander gelegt zu werden. Doch der Chefarzt weigert sich - sie müssen es lernen, miteinander auszukommen. Das gehöre auch zum Heilungsprozess. Auch die resolute Oberschwester Walburga (Karin Gregorek) weist die beiden Kampfhähne immer wieder zurecht. Josef Heiliger, der irreversibel erkrankt ist, droht die Frühinvalidität. Ein neues, sehr teures amerikanisches Medikament, gibt es nur im "Westen". Dennoch fühlt er sich allmählich besser und erwidert schüchtern die Zuneigung seiner Mitpatientin Sonja (Susanne Lüning), nicht ahnend, dass sie das neue Jahr nicht erleben wird. Auch mit Hubertus kommt er nach einem großen Zerwürfnis gut aus. Gemeinsam arbeiten sie an dessen Neujahrspredigt, die Heiliger gleich in die Maschine tippt. Im Frühjahr kann er entlassen werden, weil Hubertus auf das ihm von der Kirche besorgte amerikanische Medikament zu Gunsten des Freundes verzichtet hat. Lothar Warneke inszenierte diese sehr lebendige Begegnung zwischen einem Christen und einem Marxisten 1987. Mehr als 15 Jahre hatte das Ringen um diesen von Wolfgang Held geschriebenen Film gedauert. Dank seiner originellen Erzählweise, dem Plädoyer für Toleranz im Zusammenleben Andersdenkender und nicht zuletzt durch die in der DDR existierende Spannung zwischen Kirche und Staat wurde der Film ein großer Publikumserfolg. Regisseur Warneke und Drehbuchautor Wolfgang Held griffen bei ihrem Film auf autobiografische Erfahrungen zurück: Lothar Warneke hat Theologie studiert, Held war seinerzeit Kommissar bei der Deutschen Volkspolizei und selbst Tb-krank. So entstand eine authentische Geschichte, die von den beiden jungen Hauptdarstellern Jörg Pose und Manfred Möck sehr glaubhaft und eindringlich gestaltet wurde. Ihnen zur Seite steht als Oberschwester Walburga Karin Gregorek in einer ihrer erfolgreichsten Filmrollen. Sie feiert am 26. September ihren 75. Geburtstag, das MDR FERNSEHEN gratuliert mit "Einer trage des anderen Last". Gleichzeitig will es mit diesem Film an Regisseur Lothar Warneke erinnern, er wäre am 15.9. 80 Jahre alt geworden. Lothar Warneke gehört zu den wichtigsten DEFA-Regisseuren der 1970er und 1980er Jahre. Er gilt als Moralist in der Regiegeneration jener Jahre. "Seine dokumentarisch orientierten Gegenwartsfilme treffen den Nerv des Publikums, sind ungeschönte Blicke auf die DDR-Realität und gehen zahlreichen Zuschauern Lebenshilfe", urteilt die "DEFA-Stiftung". In seinem Film "Leben mit Uwe" (1974) gab er Karin Gregorek als Wissenschaftlerin Ruth Polzin ihre erste Hauptrolle. Sie entwickelt sich zu einer angesehenen Schauspielerin - im Berliner Maxim-Gorki-Theater, dem sie von 1976 - 1993 angehört und in zahlreichen Rollen in Spiel- und TV-Filmen, deren Gestaltung sich durch "eine sehenswerte Kombination von Charme und Direktheit, Naivität und Ironie mit einer gehörigen Portion Komik" (DEFA-Stiftung) auszeichnet. Mit Lothar Warneke dreht Karin Gregorek noch "Dr. med. Sommer II" (1970) und "Addio, piccola mia" (1979). Während Lothar Warneke nach der Wende keine Gelegenheit mehr bekommt, einen Spielfilm zu realisieren, ist Karin Gregorek ob ihrer komödiantischen Fähigkeiten vor allem im Fernsehen präsent. Ihre populärste Rolle - die der Nonne Felicitas in "Um Himmels Willen" - spielt sie das fünfzehnte Jahr.
(mdr)
Rubrik: Drama
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