Wie kaum ein anderes Unternehmen hat Ford die Stadt Köln geprägt. Seit Eröffnung des Ford-Werkes in Köln-Niehl 1931 sind Stadt und Köln untrennbar miteinander verbunden. Die neue WDR Dokumentation zeigt in eindrucksvollen Bildern und Geschichten, wie aus einer amerikanischen Automobilidee ein Herzstück der deutschen Industriegeschichte wurde. Der Film blickt zurück auf die Anfänge unter Henry Ford, auf Innovationen und legendäre Modelle, auf Erfolge und Niedergang des Kölner Werks. Doch im Mittelpunkt stehen vor allem die Menschen bei Ford: die Arbeiterinnen und Arbeiter, die aus vielen Ländern P- vor allem aus der Türkei und aus Italien - nach Köln kamen, um bei Ford anzufangen. Sie haben mit ihrer Lebensart und Kultur die Stadt geprägt. Menschen wie Alpin Harrenkamp, deren Familie in den 60ern nach Köln kam, wo ihr Vater Metin, wie viele türkische Arbeiter, zunächst am Band bei Ford anfing. Später schrieb er Lieder über die Arbeit im Werk und das Leben in Köln, veröffentlichte 13 Alben und wurde zur "Stimme der türkischen Arbeiter in Deutschland". Seine Tochter Alpin arbeitet heute in der Personalentwicklung bei Ford. Auch Rolly Brings, kölscher Liedermacher und Vater der Brüder Peter und Stephan Brings, erzählt im Film seine Fordgeschichte. Er begann in den 60ern dort eine Lehre als Maschinenschlosser und finanzierte später sein Lehramtsstudium mit der Arbeit im Werk. Über seine Arbeit bei Ford sagt er: "Also ich habe Ford erlebt, das war ein, ein Babel, ein Sprachenbabel war das, ja. Es war eine wunderbare Philharmonie, eine Symphonie von Sprachen." Die Dokumentation blickt aber auch zurück auf den ersten Arbeitskampf in der Ford-Geschichte: 1973 protestierten vor allem türkische Arbeiterinnen und Arbeiter für bessere Arbeitsbedingungen und besseren Lohn. Auslöser war die fristlose Entlassung von 300 Arbeitern, die verspätet aus dem Jahresurlaub zurückgekehrt waren - was Ford bisher angesichts der weiten Autoreise in die Türkei geduldet und den Ausfall durch Zusatzschichten hatte kompensieren lassen. Der Film, der von BROADVIEW TV produziert wurde, erzählt von fliegenden Fiestas, Karneval und "Ford"-Familien, die seit Generationen mit dem Werk oder den dort gebauten Autos verbunden sind. Doch wie lange wird die Geschichte von "Ford in Köln" noch andauern? Das Unternehmen steckt tief in der Krise, denn die neuen großen E-Modelle, die nun in Köln gebaut werden, verkaufen sich in Deutschland schlecht.
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Der letzte Fiesta: Ali Riza Ceylan hat mit all seinen Kollegen auf dem letzten Fiesta, der bei Ford in Köln vom Band lief, unterschrieben. 40 Jahre lang hat er dieses Auto gebaut.
Rolly Brings, kölscher Liedermacher und Vater der Brüder Peter und Stephan Brings, erzählt im Film seine Fordgeschichte. Er begann in den 60ern dort eine Lehre als Maschinenschlosser und finanzierte später sein Lehramtsstudium mit der Arbeit im Werk. - Rolly Brings in der Ford-Werkstatt.
Ein Ford Modell T, auch Tin Lizzy genannt, aus dem Jahr 1913, hergestellt in den Ford Werken in Köln. Diese Modell war das erste in Großserie gebaute Automobil.
Wie kaum ein anderes Unternehmen hat Ford die Stadt Köln geprägt. Seit Eröffnung des Ford-Werkes in Köln-Niehl 1931 sind Stadt und Werk untrennbar miteinander verbunden. Die neue WDR Dokumentation zeigt in eindrucksvollen Bildern und Geschichten, wie aus einer amerikanischen Automobilidee ein Herzstück der deutschen Industriegeschichte wurde. - Die Ford-Werke in Köln-Niehl
Die Dokumentation blickt aber auch zurück auf den ersten Arbeitskampf in der Ford-Geschichte: 1973 protestierten vor allem türkische Arbeiterinnen und Arbeiter für bessere Arbeitsbedingungen und besseren Lohn. Auslöser war die fristlose Entlassung von 300 Arbeitern, die verspätet aus dem Jahresurlaub zurückgekehrt waren – was Ford bisher angesichts der weiten Autoreise in die Türkei geduldet und den Ausfall durch Zusatzschichten hatte kompensieren lassen. (Archivfoto, 27. bis 29.8.1973: Der Streik bei den Ford-Werken)
Die Familie von Alpin Harrenkamp kam in den 60ern nach Köln. Ihr Vater Metin, wie viele türkische Arbeiter, fing zunächst am Band bei Ford an. Später schrieb er Lieder über die Arbeit im Werk und das Leben in Köln, veröffentlichte 13 Alben und wurde zur „Stimme der türkischen Arbeiter in Deutschland“. Alpin Harrenkamp arbeitet heute auch bei Ford.
links: Der letzte Fiesta: Ali Riza Ceylan hat mit all seinen Kollegen auf dem letzten Fiesta, der bei Ford in Köln vom Band lief, unterschrieben. 40 Jahre lang hat er dieses Auto gebaut. rechts: "Goldener Vogel" von HA Schult (vergoldeter Fiesta) - Keyvisual
links: Der letzte Fiesta: Ali Riza Ceylan hat mit all seinen Kollegen auf dem letzten Fiesta, der bei Ford in Köln vom Band lief, unterschrieben. 40 Jahre lang hat er dieses Auto gebaut. rechts: "Goldener Vogel" von HA Schult (vergoldeter Fiesta) - Keyvisual