Der Begriff "halal" wird vor allem mit islamkonformen Lebensmitteln in Verbindung gebracht. Doch "halal" bedeutet weit mehr, - nämlich eine umfassende Lebenseinstellung. In der Wirtschaft spielen Halal-Produkte und Halal-Dienstleistungen eine zunehmend große Rolle. "Halal" bedeutet "erlaubt" und bezieht sich auf Taten und Dinge, die im Einklang mit dem Islam stehen. Das Gegenteil von "halal" ist "haram", also "verboten". Das Halal-Konzept bezieht sich auf die gesamte Lebenswelt der Muslime, von der Ernährung bis hin zur Kleidung, Arbeit, Freizeit und sogar zur Partnerwahl. Da es mehrere Rechtsschulen im Islam gibt, kann auch die Auslegung der Begriffe "halal" und "haram" unterschiedlich sein. Derzeit leben fast zwei Milliarden Muslime weltweit. Sie gehören zu den am schnellsten wachsenden Gesellschaftsgruppen. Daraus ergibt sich ein großes Marktpotenzial, das in Ländern wie Frankreich oder England schon sehr weit ausgeschöpft wird. Auch in Deutschland gewinnen Halal-Produkte immer mehr an Bedeutung. Die Kehrseite des Wachstums ist ein hart umkämpfter Zertifizierungsmarkt, der laut IHK mit "Wild-West-Methoden" Marktanteile erobern möchte. Außerdem wird der Begriff "halal" oftmals nur als bloßes Marketinginstrument genutzt.
(3sat)
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Weiterer Titel: Halal - der Boom eines Nischenmarkts
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