Der Dokumentarfilm ʺHeimweh - Kindheit zwischen den Frontenʺ macht deutlich, wie Familien und Kinder unter den jahrelangen Kämpfen in der Donbass-Region leiden. In der Ostukraine wird nicht erst seit Beginn des russischen Angriffskriegs 2022, sondern bereits seit 2014 gekämpft. Das hat schlimme Folgen für die Menschen und vor allem für die Kinder dort. Im Kinderheim ʺPriyutʺ nahe der Frontlinie zu den Separatistengebieten finden Kinder aus zerrütteten Familien für eine Weile Zuflucht und Geborgenheit - weil sich eine Gruppe engagierter Erzieherinnen unermüdlich für sie einsetzt. Das Heim in der Region Luhansk beherbergt rund 40 Kinder zwischen 3 und 15 Jahren. Sie kommen hier unter, während Behörden über ihr künftiges Schicksal entscheiden. Allerdings müssen sie nach neun Monaten wieder gehen - in andere Heime oder zurück in die Familien. Oft ist die Zeit zu kurz, um die Traumata zu heilen und sie für die harte Realität draußen stark zu machen. Doch auch in dieser bedrückenden Welt gibt es Ressourcen, die unerschöpflich scheinen: Lächeln, Umarmungen und Fürsorge. Margarita und ihrem Team ist es gelungen, einen magischen Ort in einer umkämpften Region zu schaffen. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 wurde das Kinderheim evakuiert: Einige der Kinder fanden in Lwiw, andere in Wien eine neue Bleibe. Dort versuchen sie, nun auch das neue Trauma der Bombenangriffe zu verarbeiten. ʺHeimweh - Kindheit zwischen den Frontenʺ ist eine Geschichte über rastlose Seelen und darüber, was man tut, wenn man alles verloren hat. Aber auch eine Geschichte darüber, wie man den Glauben an das Leben wiederfinden kann, und eine Hommage an die Menschen, die mit ganzem Herzen dabei sind, anderen zu helfen.
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Die Freundinnen Alina (li.) und Sascha (re.) im Kinderheim Priyut: Die Nachwirkungen des Krieges haben in der Ostukraine viele Familien zerstört, worunter besonders die Kinder leiden.