Jedes Jahr im Januar trifft sich in Saarbrücken, wer in der deutschsprachigen Filmszene noch keinen Rang und Namen hat. Der Max-Ophüls-Preis ist so etwas wie der Oscar für Nachwuchsregisseure aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ein Filmfestival für Entdeckungen. Die junge Filmjournalistin Isabel Heine stürzt sich neugierig ins Festivalgetümmel und trifft Filmemacher, die zum ersten Mal die Fragen ihrer Zeit in Kinokunst verwandeln. Wie sieht die Welt in ihren Augen aus? Welche Themen sind ihnen wichtig in einer von Krisen und Terror geprägten Zeit? Und mit welchen Mitteln erzählt diese von Internet und Smartphone, von youtube und Netflix-Serien geprägte Generation ihre Geschichten? Der Genre-Film, so hört man schon vorab, erfreue sich immer größerer Beliebtheit beim deutschen Kinonachwuchs. Aber ist das Kino überhaupt noch eine adäquate Form für ihn? Welches Gesamtbild von der jungen Generation vermittelt sich in diesem Wettbewerb? Welche Haltung nimmt sie ein, welchen Erzählungen folgt sie? Wird es beim Max-Ophüls-Festival ähnliche weltanschauliche Tumulte geben wie jüngst bei der Frankfurter Buchmesse, wo der Konflikt zwischen rechter und linker Ideologie in Handgreiflichkeiten endete? Ist die Spaltung der Gesellschaft auch in der Filmbranche zu spüren? Wird das Festival also (wieder) politisch? Viele spannende Fragen, mit denen das Max-Ophüls-Festival das Kino-Jahr 2018 eröffnet. Im Anschluss an den Film findet ein Talk zum Thema statt.
(SR)
Daten
Länge: ca. 45 min.
| Deutsche TV-Premiere | Mi, 31.01.2018 (3sat) |
gezeigt bei: Saarthema (D, 2016 – 2024)
Kostenlose Start- und Streambenachrichtigung:
Cast & Crew
- Drehbuch: Sven Rech
















