Der Maler Raffaello Santi stirbt mit 37 Jahren am Karfreitag des Jahres 1520. Rom steht unter Schock. Es ist der Beginn des Raffael-Mythos, der bis heute weitererzählt wird und den Maler überhöht und glorifiziert. Sein Biograf Giorgio Vasari setzt ihn mit Gott gleich, die Romantik nimmt diesen Gedanken auf und stilisiert Raffael zum alterslosen und lasterfreien Kunstgenius. Die Moderne hat sich am Ende gerade deshalb so vehement von ihm abgewendet, ihn als "Kitschmaler" abgetan. Doch was steckt hinter dem Mythos Raffael? Anhand seines wohl berühmtesten Gemäldes, der "Sixtinischen Madonna", folgt die Dokumentation der Spur des Künstlergenies. Worin liegt das Geheimnis der angeblich schönsten Madonna der Kunstgeschichte? Raffael wurde nicht zuletzt auch durch dieses Bild zum größten Maler aller Zeiten stilisiert, an dem sich jeder künstlerische Ausdruck, jede Ästhetik zu messen versucht. Aber warum hat sich gerade die perfekte "Sixtinische Madonna" wie kaum ein anderes Werk so weit von ihrem genialen Schöpfer entfernt? Kaum jemand bringt die Madonna und vor allem die beiden Engel, die zu ihren Füßen liegen, noch mit dem Malergenie Raffael in Verbindung. Die Engel zieren Kaffeetassen oder Keksdosen, sind zu Kitschobjekten geworden. Steckte dahinter möglicherweise Absicht? Denn wer dem Leben des großen Renaissancemalers folgt, erkennt hinter dem verklärten Mythos das Prinzip Raffael. Der Meister wollte für die Ewigkeit malen, er wollte in seinem Werk lebendig bleiben. Das ist dem "göttlichen Maler" grandios gelungen.
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