Jedes Festival hat seine Skandale. Aber zwei Berlinale-Skandale haben wirklich Geschichte geschrieben und sind nicht nur für sich interessant, sondern gerade in ihrer Zusammenschau. Denn sie haben auffällige Gemeinsamkeiten: Beide Filme hatten den Vietnamkrieg zum Thema, beide liefen in den aufgeregten 1970er Jahren. Der noch auffälligere Unterschied ist: Einmal war der Westen beleidigt, einmal der Osten. "o.k." (1970) von Michael Verhoeven, eine Vietnam-Travestie, führte auf Betreiben der US-Delegation und des Jurypräsidenten George Stevens zum Abbruch des Wettbewerbs. "The Deer Hunter" (1978) von Michael Cimino hatte zur Folge, dass alle Vertreter der Länder des Warschauer Pakts das Festival verließen - aus Protest gegen die Darstellung der Methoden des Vietkong. Der "o.k."-Skandal hatte noch eine weitere Auswirkung für das Festival: Er führte zur Gründung des "Internationalen Forums des Jungen Films" unter der Leitung von Ulrich Gregor.
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