Der Film ist eine umfassende Studie über die Weltbank, sowohl in der Führungsetage als auch vor Ort in einem der ärmsten Länder Afrikas, in Uganda. Die Idee ist sehr interessant: Zwei Teams betrachten einen konkreten Fall aus zwei entgegengesetzten Blickwinkeln. Die Hauptpersonen sind der ugandische Präsident Museveni und James D. Wolfensohn. Die Weltbank ist eine der mächtigsten und undurchdringlichsten Finanzinstitutionen der Welt. Greg Lanning und Peter Chappel ist es gelungen, einen Blick hinter die verschlossenen Türen dieser Organisation zu werfen. Sie erhielten die Erlaubnis, die verschiedenen Phasen der Verwirklichung eines Entwicklungsprojekts ohne Einschränkung zu filmen. Die Rollen des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank sind oft in Frage gestellt worden, besonders, was die ärmsten Länder der Erde betrifft. In den letzten 10 Jahren haben die afrikanischen Länder bei der Bank mehrere Millionen Dollar geliehen, aber der wirtschaftliche Aufschwung bleibt immer noch aus. Der enorme Schuldendienst Afrikas lähmt die Entwicklung des Kontinents. Grundsätzliche Probleme bedürfen einer Klärung: Lassen sich die Kriterien der liberalen Wirtschaft der Industrieländer überhaupt auf diese Länder anwenden, die das Erbe der kolonialen Vergangenheit antreten mussten, deren gesamtes altes Sozialgefüge zerstört wurde, die wirtschaftlich schwach sind und in denen nicht einmal die Grundbedürfnisse der Bevölkerung befriedigt werden?...
(arte)
Der Film wurde im März 1998 in Paris mit dem Großen Preis des Festivals „Cinéma du Réel“ ausgezeichnet.
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