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116

Up in the Air

Wie im Flug(Up in the Air) USA, 2009

RTL Zwei
  • Platz 2810116 Fans
  • Wertung5 189494.80Stimmen: 5eigene: -

Filminfos

Originalpremiere: 05.09.2009
04.02.2010
Deutsche TV-Premiere: 06.02.2011 (Sky Cinema)
Ryan Bingham hat einen Job, für den ihn viele hassen: Als Kündigungsspezialist überbringt er Angestellten die Nachricht ihrer Entlassung. Kaum jemand beherrscht den unangenehmen Job besser. Entsprechend ist der Unglücksbote permanent im Einsatz und fliegt quer durch die USA. Längst ist dem passionierten Sammler von Bonusmeilen das Fliegen darüber zum Lebensinhalt geworden. Doch dann überlegt sein Unternehmen, die Kündigungen künftig per Videokonferenz zu erledigen. Wenn Menschen ihren Job verlieren, dann beginnt für Ryan Bingham die Arbeit.
Im Auftrag von Arbeitgebern, die gefeuerten Angestellten nicht in die Augen zu sehen wagen, überbringt er die schlechte Nachricht, verpackt als Chance für einen Neubeginn. Dank der Wirtschaftskrise ist er sehr gefragt - 322 Tage im Jahr jettet der Kündigungsspezialist von Firma zu Firma quer durchs Land. Die nomadische Existenz in Flughafenhotels und Businesslounges kultiviert der überzeugte Single mit sportlichem Ehrgeiz. Sein großes Ziel: Er will unter all den Vielfliegern als Siebter die sagenumwobene 10.000.000-Meilen-Schallmauer durchbrechen. Auf einer seiner Reisen lernt Ryan die Geschäftsfrau Alex kennen, eine verwandte Seele, die vergessen geglaubte menschliche Regungen in ihm weckt. Zusätzlich bringt die ehrgeizige Harvard-Absolventin Natalie das penibel strukturierte Leben des Kündigungsspezialisten durcheinander.
Denn die neue Kollegin schlägt vor, die "Freistellungen" künftig nur noch vom Büro aus per Videokonferenz abzuwickeln. Dies geht jedoch selbst dem abgebrühten Ryan zu weit. Mit seiner temporeichen und grandios geschriebenen Adaption von Walter Kirns Bestseller "Mr. Bingham sammelt Meilen" gelang dem damals 32-jährigen Regisseur Jason Reitman eine gallige Satire auf das entwurzelte Leben im globalisierten Kapitalismus. In der Hauptrolle der sarkastischen Komödie brilliert George Clooney, der als zynischer Handlungsreisender in Sachen Kündigung eine der besten Vorstellungen seiner Karriere ablieferte. An der Seite des Oscar-Preisträgers sind Vera Farmiga ("The Departed") als abgebrühte Geschäftsfrau und Anna Kendrick ("Into the Woods") als streberhafte Jungmanagerin zu sehen.
Regisseur Reitman hat sich in den letzten Jahren einen Ruf als Spezialist für Komödien erarbeitet, die sonst eher Dramen vorbehaltene ernste Themen behandeln. In seinen bisherigen Filmen widmete er sich unter anderem den moralisch-ethischen Fallstricken der Zigaretten-Werbeindustrie ("Thank You for Smoking"; 2005) und einer Teenagerschwangerschaft ("Juno"; 2007). Die zwischen dokumentarischen Realismus und greller Satire changierenden Kündigungsszenen in "Up in the Air" ließ der für bereits vier Oscars nominierte Regisseur und Drehbuchautor zum Teil von Laiendarstellern improvisierten, die tatsächlich vor Kurzem ihren Arbeitsplatz verloren hatten, was den Szenen eine semidokumentarische Wucht verleiht und sie umso effektiver macht. "Up in the Air" war 2010 für sechs Oscars nominiert. "George Clooney spielt mit seinem Ryan Bingham eine metaphorische Figur, er verkörpert weit mehr als ein erfundenes Individuum in einer erdachten Geschichte. Gott sei Dank sieht man ihm das nicht an.
Er ist die verkörperte Gnadenlosigkeit des Gewaltkapitalismus, doch selbst den Tod haben sich unsere Vorfahren als einen höflichen Gesellen vorgestellt, der erst einmal anklopft, bevor er mit eisigem Windzug die Tür öffnet. Nur, dass dieser kalte Wind merkwürdigerweise bei Mr. Bingham ausbleibt. Was George Clooney in diese Rolle einbringt, ist, was er besser als jeder andere beherrscht: den alles verzeihenden Charme natürlicher Selbstsicherheit." (Daniel Kothenschulte, Frankfurter Rundschau, 04.02.2010)...
(BR Fernsehen)
"Das perfekt zwischen amüsantem Wortwitz und stiller Tragödie austarierte Porträt eines Anti-Helden. Inszenatorisch kongenial umspielt der Film den oberflächlichen Lebensstil seines Protagonisten, ohne selbst der Oberfläche zu erliegen." (film-dienst) Jason Reitman, Sohn von Regie-Veteran Ivan Reitman ("Ghostbusters"), lieferte 2005 mit der Satire "Thank You For Smoking" sein hochgelobtes Regiedebut ab. Für seinen zweiten Film "Juno" wurde er für einen Oscar in der Kategorie "Bester Regisseur" nominiert. Seinen größten Erfolg feierte er bisher mit der Tragikomödie "Up In The Air" mit George Clooney in der Hauptrolle.
(RTL Zwei)
Cast & Crew

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