Litauen, das Land an der Memel, ist für die meisten Deutschen ein unbekanntes Land. Dabei verdanken Tausende den Litauern ihr Leben. Damals - nach dem Krieg - als sie 10 oder 12 Jahre alt waren. "Wolfskinder" nannte man sie. Der lange Weg der "Wolfskinder" beginnt in Ostpreußen im Frühjahr 1945. Auch die Geschwister Hagemeister wissen in jenen Tagen nicht, wo ihr Vater steckt. Inge, damals 13, und die beiden jüngeren Brüder schleichen sich auf Züge, die nach Litauen gehen. Dort, so hat sich herumgesprochen, soll es noch etwas zu essen geben. Die Mutter lässt die Kinder ziehen, immer noch besser, als sie verhungern zu lassen. Fünftausend deutsche Kinder sind so genannte Wolfskinder. Inge Hagemeister schlägt sich durch. Sie schuftet bei den Bauern, im Straßenbau und dreht Zigaretten. Den beiden jüngeren Brüdern ersetzt sie die Mutter. Insgesamt vier Jahre überleben Inge und die Brüder in Litauen. Die Menschen dort, so ist sie überzeugt, haben ihr das Leben gerettet. Heute, sagt die 75-Jährige, träumt sie im heimischen Anklam immer noch von Litauen, und manchmal singt sie im Schlaf auf Litauisch...
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