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TV-Kritik: "Lifelines" - Diagnose Langeweile

TV-Kritik: "Lifelines" - Diagnose Langeweile

von Jana Bärenwaldt (07.05.2018)
Neue RTL-Arztserie greift zu tief in die Klischeekiste
Jan Hartmann als Dr. Alex Rode und Susan Hoecke als Dr. Laura Seifert in "Lifelines"
Bild: RTL
TV-Kritik: "Lifelines" - Diagnose Langeweile/Bild: RTL

Mit "Lifelines" schickt RTL erneut eine fiktionale Eigenproduktion ins Rennen um die Quoten zur Primetime. Dazu hat man sich ausgerechnet die bereits ziemlich abgegriffene Thematik der Krankenhausserie ausgesucht. Bei dem Drama handelt es sich zugleich um die vorerst letzte Chance des Senders auf den großen Wurf durch eine eigenes Format: Von dem Paket aus fünf einstündigen Dramaserien hat RTL bereits vier veröffentlicht, jedoch sorgte keines davon bisher für den erhofften durchschlagenden Erfolg. Angeführt wird der Cast von "Lifelines" von Jan Hartmann und Susan Hoecke, zwei ehemaligen Darstellern aus "Sturm der Liebe".

Truppenarzt Alex Rode (Hartmann) kehrt nach Jahren bei der Bundeswehr für den 43. Hochzeitstag seiner Eltern nach Köln zurück. Bereits kurz nachdem sein erfolgloser Bruder Tobias (Ben Blaskovic) ihn abgeholt hat, fällt ihm sein erster Patient buchstäblich in die Arme - oder besser gesagt auf die Motorhaube. Der am Arm verletzte Mann wollte sich offensichtlich durch einen Sprung von einer Brücke umbringen und wird von Alex erstmal beherzt mittels eines gezielten Faustschlags ruhig gestellt. Da der Krankenwagen viel zu lange brauchen würde und der Mann zusätzlich zu seiner Armfraktur jetzt wahrscheinlich auch noch eine Gehirnerschütterung hat, ordert Alex kurzerhand einen Helikopter vom Bund. Wie ein Actionheld landet der Truppenarzt so auf dem Dach des nächsten Krankenhauses. Dort ist man über den ungewöhnlichen Transportweg überrascht, vielleicht auch deswegen, weil der im Heli eingeflogene Patient keine lebensgefährliche Verletzung, sondern lediglich eine Unterarmfraktur aufweist. Die größte Überraschung steht Alex allerdings noch bevor, denn die leitende Oberärztin Dr. Seifert (Hoecke) erweist sich als seine Studienliebe Laura, die er vor 15 Jahren vor dem Altar in Las Vegas stehen ließ.

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Wie sich später noch in einem Gespräch zwischen den beiden herausstellt, haben die beiden sich unwissentlich gegenseitig vor dem Altar stehen gelassen und danach aus Scham nie wieder ein Wort miteinander gewechselt. Alex findet das ziemlich lustig, Laura ist auf einmal sauer, der Zuschauer irritiert. Ob man diese Geschichte jetzt besonders glaubwürdig findet, sei dahingestellt, immerhin lässt sie keinen Zweifel mehr daran, dass Alex und Laura eine gemeinsame Vergangenheit haben. Und mit großer Wahrscheinlichkeit werden die beiden auch eine gemeinsame Zukunft haben, jedenfalls werden von den Serienmachern wirklich alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das zu suggerieren - bedeutungsschwere Blicke und gestammelte Dialoge inklusive.

Lifelines RTL
Der Rettungseinsatz bei einem Verkehrsunfall wird durch Dr. Alex Rode (Jan Hartmann) zum Wettstreit mit Kollegin Dr. Laura Seifert (Susan Hoecke) gemacht.

Der einzige Haken, der ihrem Glück (noch) im Wege steht, ist Lauras Lebensgefährte Richard (Marc Oliver Schulze), der in der Nähe des Krankenhauses ein Restaurant betreibt und gleichzeitig der Vermieter von Alex' Bruder ist. So hat man es zumindest mehr oder weniger geschickt geschafft, zwischen allen Hauptfiguren eine Verbindung herzustellen. Oder zumindest einen Vorwand dafür geliefert, warum sich Alex und Laura dauernd zufällig über den Weg laufen. So ein glücklicher Zufall aber auch, denn Tobias ist Alex' alter Flamme noch nie begegnet. Das muss doch einfach Schicksal sein.

Auf jeden Fall ist Richard eigentlich ein Freund, wie Laura ihn sich besser nicht wünschen könnte. Humorvoll, bodenständig und sehr verständnisvoll. Und sie ist im Prinzip auch glücklich mit ihm und will "bestimmt irgendwann" mal bei ihm einziehen. Aber er ist eben kein abenteuerlustiger Draufgänger wie Alex, der es ständig schafft, die eigentlich so taffe Ärztin aus dem Konzept zu bringen. Damit wären dann auch das Liebesdreieck und der Konflikt Herz gegen Kopf etabliert.

Und so eine Geschichte, auch wenn sie bereits tausendfach erzählt wurde, kann den Zuschauer durchaus in ihren Bann ziehen. Sie muss nur spannend und interessant aufbereitet werden. Und genau das gelingt "Lifelines" eben nicht. Schon nach wenigen Minuten ist klar, wie sich die Geschichte zwischen der ehrgeizigen aber verkopften Oberärztin und dem smarten Unfallchirurg mit Bindungsängsten weiter entwickeln wird. Und wer es noch nicht verstanden hat, dem erklären es die beiden noch einmal ganz genau, indem sie ihre gemeinsame Vergangenheit immer wieder in detaillierten Gesprächen aufrollen. Dabei hätte das Ganze durchaus interessant werden können, wenn man ihre gemeinsame Geschichte nicht innerhalb der ersten 30 Minuten der Serie einfach vor die Füße geworfen bekommen hätte. Nicht umsonst lautet eine der wichtigsten Regeln für Autoren "Show, don't tell" (dt.: "Zeigen, nicht erzählen") - ein Grundsatz, der bei "Lifelines" nahezu ins Gegenteil verkehrt scheint. Dadurch, dass seit der ersten Folge mit der Holzhammermethode auf ein romantisches Geplänkel zwischen Alex und Laura hingearbeitet wird, nimmt es sämtliche, eventuell da gewesene Spannung vorweg. So kann man als Zuschauer nur noch der Dinge harren, die da kommen werden. Und das sorgt nicht gerade für spannende Unterhaltung.

Lifelines
Recht unsubtil inszeniert: Das Liebesdreieck zwischen Alex (Jan Hartmann), Laura (Susan Hoecke) und Richard (Marc Oliver Schulze)

Aber in einer Krankenhausserie geht es natürlich nicht nur um die privaten Irrungen und Wirrungen der Figuren, sondern auch um verzwickte medizinische Fälle. Die spielen in der Serie jedoch definitiv die zweite Geige. Der Mann, der von der Brücke gestürzt ist, stellt die Ärzte zwar vor Rätsel, da es ihm unerklärlicherweise immer schlechter geht, für wirkliche Dramatik sorgt das aber auch nicht. Die Tatsache, dass es sich um keinen Unfall, sondern einen Suizidversuch gehandelt hat, wird mehr oder weniger unter den Teppich gekehrt. Psychologisches Gutachten? Fehlanzeige. Aber es steht ja auch der 43. Hochzeitstag von Alex' Eltern an, wo der mit Laura erst noch das Tanzbein schwingen muss. Dann lässt ihnen der sich zunehmend verschlechternde Zustand des Patienten doch keine Ruhe, und mit dem dynamischen Satz "Na los, wir müssen das rausfinden" macht sich das Paar in spe wieder auf den Weg zum Krankenhaus.

Als man dem vom Sturz auf die Fahrbahn unabhängigen Gesundheitsproblem des Patienten auf die Schliche kommt, muss er direkt notoperiert werden. Da im gesamten Krankenhaus kein anderer Chirurg zur Verfügung steht, darf Alex Laura im OP zur Hand gehen. Dabei ist es dann egal, dass die beiden sich 15 Jahre lang nicht gesehen haben und sie im Prinzip auch nichts über seine Fähigkeiten als Arzt weiß. Untermalt von dem Song "Whatever it Takes" von Imagine Dragons gelingt dem neuen Dreamteam die Operation natürlich mit links.

Einer erfolgreichen Arztserie muss der Spagat zwischen dem komplizierten Privatleben der Protagonisten und dramatischen medizinischen Notfällen gelingen. "Lifelines" kann mit keinem von beiden punkten. Die Geschichte um Alex, Laura und Richard steht klar im Vordergrund, kann aber aufgrund ihrer vorhersehbaren Aufbereitung auch keine Spannung erzeugen. Alex entscheidet sich, eine freie Stelle im Krankenhaus anzunehmen, obwohl er ursprünglich seinen Vertrag als Truppenarzt verlängern wollte. Was wohl für seinen plötzlichen Meinungswechsel verantwortlich ist? Den Vertrag verbrennt er dann symbolträchtig vor dem Restaurant von Richard, in dem der gerade mit Laura und ihren Kollegen feiert. Alex kann nur froh sein, dass sich niemand von den Feiernden umdreht, und sieht, wie er draußen vor dem Fenster steht und sie lächelnd beobachtet.

Mit "Lifelines" startet RTL nun bereits den fünften Versuch, eine fiktionale Eigenproduktion auf dem Serienmarkt zu etablieren. Die vorherigen Formate waren bisher nur von mäßigem Erfolg gekrönt, wobei "Beck is back!" und "Sankt Maik" immerhin jeweils um eine zweite Staffel verlängert wurden. Ob das bei "Lifelines" ebenfalls der Fall sein wird, darf noch stark bezweifelt werden, denn um die Story zu erzählen, bräuchte man eigentlich nur zwei Folgen, und keine zehn. Der Arztserie fehlt das Drama, der Konflikt und der Mut, neue Wege zu beschreiten. Das ist schade, vor allem, weil der Cast der Serie durchweg sympathisch und kompetent auftritt. Aber im Endeffekt sollte man "Lifelines" wohl besser nur einschalten, wenn man den Kopf mal ausschalten will.

Dieser Text basiert auf Sichtung der ersten beiden Episoden der Serie "Lifelines".

Meine Wertung: 2.5/5



Die zehn Folgen der RTL-Serie laufen ab dem 8. Mai 2018 immer dienstags ab 20.15 Uhr im Doppelpack zur Primetime.

Trailer zu "Lifelines"

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Leserkommentare

  • Sentinel2003 schrieb am 08.05.2018, 17.35 Uhr:
    Sentinel2003Außer zu "Der Leher" und "Alarm für Cobra" habe ich weiterhin Null, Null Bock auf RTL - Serien aus Deutschen Landen.
  • Fernsehschauer schrieb am 07.05.2018, 18.36 Uhr:
    FernsehschauerSo wie es aussieht, der schlechteste RTL Serienneustart aus eurer Sicht...
 

Über die Autorin

  • Jana Bärenwaldt
Jana Bärenwaldt entdeckte ihr Interesse an Fernsehserien relativ spät, erst mit der Ausstrahlung von "The Tudors" im deutschen Fernsehen wurde sie zu einem richtigen Serien-Fan. Bis heute ist die Historienserie eins ihrer favorisierten Genres, weswegen sie diesem Thema auch ihre Bachelorarbeit gewidmet hat. Mittlerweile schaut sie aber bunt gemischt, von Drama über Fantasy bis Crime ist alles mit dabei. Seit März 2016 ist Jana neben ihrem Studium in der Redaktion von TV Wunschliste tätig und schreibt dort hauptsächlich für TV-Serien aus dem englischsprachigen Raum.