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"Bridgerton": Darum ist die zweite Hälfte der dritten Stafffel genauso erfolgreich, wie die erste

Am Donnerstag vergangener Woche wurde bei Netflix die zweite Hälfte der dritten Staffel des Ausnahmehits
Ein Blick auf die Methodik und das Kleingedruckte sowie eine kleine Rechnung zeigen, dass das Ergebnis der zweiten Staffelhälfte trotzdem auf Augenhöhe mit der ersten Hälfte liegt - womit die dritte Staffel von "Bridgerton" in großen Schritten auf dem Weg in die ewigen Top-10 (englischsprachiger Serien) bei Netflix ist.
Zunächst zur Erinnerung: Netflix veröffentlicht wöchentlich Top-10-Überblicke ("TV-Serien" und "Filme", jeweils geteilt in "englischsprachig" und "nicht-englischsprachig"). Dabei gibt der Streamingdienst einerseits die abgerufenen Stunden für eine Serienstaffel an. Aus diesem Wert und der "Laufzeit" (für eine Staffel bzw. Spielfilm) wird ein Durchschnittswert errechnet, den Netflix als "Views" bezeichnet - so oft wurde die "komplette" Staffel (zumindest) rechnerisch abgerufen. Irgendwie muss man halt Vergleichbarkeit herstellen.
Hier liegt nun der Statistik-Fallstrick: Als die erste Hälfte der dritten Staffel von "Bridgerton" veröffentlicht wurde, war die "Staffellaufzeit" - eben die ersten vier Episoden - mit 3 Stunden, 40 Minuten angegeben worden. Nach der Veröffentlichung der zweiten Staffelhälfte mit vier weiteren Episoden ist die Gesamtlaufzeit der dritten Staffel 7 Stunden, 59 Minuten. Mit jener wurden nun diese Woche die "Views" berechnet. Wir merken uns
, sagt der Lehrer an der Tafel, dass die zweite Staffelhälfte also eine Laufzeit von 4 Stunden und 19 Minuten hat
.
Netflix hatte auch in den vergangenen Wochen die Abrufzahlen der ersten Staffelhälfte bei "Bridgerton" veröffentlicht. Dabei war vor allem für die "vorletzte" Woche angegeben worden, dass die vier Folgen für 25,3 Millionen abgerufene Stunden aka 6,9 Millionen Views gesorgt hatten. Bei Streaming-Diensten geht in aller Regel die Tendenz des Zuschauerinteresses über die Zeit "nach unten" (da immer die frisch veröffentlichten Programme nachrücken, beworben werden und konsumiert werden wollen). Man kann also abschätzen
, dass die ersten vier Folgen der dritten Staffel auch in der jüngsten Woche für nicht wesentlich mehr als die 25,3 Millionen abgerufenen Stunden aus der Vorwoche sorgen.
Mit dieser Einschätzung und der Zahl der abgerufenen Stunden für "die komplette dritte Staffel in dieser Woche" - 223,3 Millionen - sowie der Laufzeit der zweiten Staffelhälfte (wie errechnet, 4 Stunden, 19 Minuten oder "rund 4 und eine Drittel Stunde") kann man nun also das Interesse an der zweiten Staffelhälfte mit dem Taschenrechner grob ausrechnen: 46 Millionen Views. Und damit auf Augenhöhe der ersten Staffelhälfte.
Womit wir nun auch schon einmal Richtung "ewige Top-10 Platzierung schielen" können: die wird - nach aktuellem Ranking - errungen, wenn 85,9 Millionen Views "binnen 91 Tagen" erreicht werden (diese Betrachtungsfrist hat sich Netflix willkürlich gesetzt).
Wie gesehen kommen die beiden "Bridgerton"-Staffelhälften in ihrer jeweiligen ersten Woche für sich betrachtet alleine auf je 45 Millionen Views - da ist man schon halb am Ziel. Mehr noch, man kann nun auch schon mal die bisher abgerufenen Stunden seit der Veröffentlichung der ersten Staffelhälfte zusammenrechnen und durch die Gesamtdauer der Staffel teilen, um eine Größenordnung zu haben. Insgesamt wurden in den fünf Wochen seit der Veröffentlichung 549 Millionen Stunden der dritten "Bridgerton"-Staffel gestreamt (die fünf wöchentlich von Netflix veröffentlichten zahlen schlicht addiert). Das entspricht rund 68,6 Millionen Views der gesamten Staffellaufzeit.
Als Kontext die aktuelle Top-10 Liste:

Im Kalenderjahr 2024 konnten sich bereits die beiden Miniserien
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