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"Full House"-Schöpfer nach Vorwürfen von Fehlverhalten bei "Fuller House" entlassen

"Full House"-Schöpfer nach Vorwürfen von Fehlverhalten bei "Fuller House" entlassen

01.03.2018, 11.37 Uhr - Ralf Döbele/TV Wunschliste in Medien
Jeff Franklin wird Mobbing und Vetternwirtschaft vorgeworfen
"Fuller House"
Bild: Netflix
"Full House"-Schöpfer nach Vorwürfen von Fehlverhalten bei "Fuller House" entlassen/Bild: Netflix

"Fuller House" wird ohne Serienschöpfer und Showrunner Jeff Franklin weitergehen. Das Produktionsstudio Warner Bros. Television hat Franklin, der auch bereits die Originalserie "Full House" kreierte, mit sofortiger Wirkung von seinen Pflichten bei der Netflix-Sitcom entbunden.

Grund für den abrupten Rauswurf soll das Verhalten von Franklin gegenüber anderen Autoren der Serie und weiteren Mitarbeitern sein. Laut eines Berichts der Branchenzeitschrift Variety habe er seine Kollegen regelmäßig beschimpft und im Writers Room unangemessene und anzügliche Bemerkungen über sein eigenes Sexualleben gemacht. Außerdem soll Franklin regelmäßig Frauen, mit denen er Affären hatte, mit ans Set gebracht und ihnen manchmal auch kleine Rollen in der Serie gegeben haben.

Mehrere Mitglieder der "Fuller House"-Crew hätten sich über dieses Verhalten bei Warner Bros. beschwert, woraufhin das Produktionsstudio eine interne Untersuchung eingeleitet habe. Ähnlich war bereits im Fall des früheren "The Flash"-Showrunners Andrew Kreisberg verfahren worden, der seinen Job bei Warner aufgrund seines sexuell anzüglichen Verhaltens ebenfalls verloren hatte (TV Wunschliste berichtete).

"Wir werden den Produktionsvertrag mit Jeff Franklin nicht verlängern und er wird nicht länger an 'Fuller House' arbeiten", so Warner Bros. Television in einem Statement gegenüber Deadline. Netflix bestätigte unterdessen, dass eine vierte Staffel von "Fuller House" wie geplant produziert wird: "Wir hoffen, dass die Produktion innerhalb der nächsten Monate beginnt".

Jeff Franklins Rauswurf dient als ein erneuter Beweis dafür, dass Hollywood in der durch den Harvey Weinstein-Skandal angestoßenen #MeToo-Debatte noch lange nicht zur Ruhe kommt. Hollywood-Studios scheinen aber zumindest immer weniger dazu bereit zu sein, unprofessionelles Verhalten ihrer hochbezahlten Produzenten und Darsteller noch länger zu tolerieren - egal ob dieses Verhalten sexueller Belästigung gleichkommt oder Psycho-Terror und Mobbing darstellt.


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