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Johannes B. Kerner und die "wunderbare Welt der Marktwirtschaft"
ARD/WDR/Harry Sachs

Nachdem sich die  "Harald Schmidt"-Show bereits in die Sommerpause verabschiedet hat, steht der 52-jährige Late-Night-Moderator wieder auf der Bühne. Am Staatstheater Stuttgart ist er als "Volpone" engagiert.

Vor der Premiere des Stückes am 29. Mai gab Schmidt der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" eines seiner seltenen Interviews, in dem er unter anderem einige Fernsehweisheiten preisgibt. Zum Beispiel bezüglich der gescheiterten  "Oliver Pocher Show": "Das, was Pocher passiert ist, hätte ich ihm systematisch erklären können. Regel Nummer eins: Publikum wechselt keinen Sender. Regel Nummer zwei: Publikum braucht fünf Jahre, bis der Moderator den Sender gewechselt hat. Machen Sie eine Umfrage unter Sat.1-Sehern: Meine Show ist bei denen noch die drittbeliebteste. Hinter dem  "Glücksrad" und  "ran". Außerdem habe ich Pocher in unserer letzten Show gesagt, dass der Freitagabend ein tödlicher Sendeplatz ist. Wenn Sie wie ich Systemtrainer sind - Ordnung, Kontrolle, humoristischer Ballbesitz - und die Regeln beherzigen, dann passiert Ihnen so etwas nicht."

Sich nochmal einen Partner für die Show zuzulegen, kann sich Schmidt nicht mehr vorstellen: "Es gibt diesen Satz von Johnny Carson: 'Late Night is a show about the guy behind a desk'. Das ist es! Und was mich interessiert, interessiert auch mein Publikum". Nach zwei Jahren mit Pocher habe er das Interesse an der Zusammenarbeit verloren und sich wieder auf seine eigenen Themen - Fernsehen und Feuilleton - konzentriert. Dem Kollegen habe er oft nur noch mehr oder weniger teilnahmslos zugeschaut. Im Falle des von Schmidt offenbar wenig geschätzten Pocher-Leidensgenossen Johannes B. Kerner greife "die wunderbare Welt der Marktwirtschaft. Investoren geben Geld rein und wollen Geld plus X raus. Da kann der Wind auch schnell sehr eisig werden."

Schmidt selbst lebt von seinem rund eine Million Zuschauer großem Stammpublikum, das die kaum massentauglichen Themen und Gäste der Sendung schätzt. Wenn er beispielsweise mit Anne Tismer eine Szene aus ihrer "Hitlerine"-Performance aufführt, schaltet das Publikum nicht massenhaft um: "Alte Fernsehweisheit: Auge geht vor Ohr. Auch ein schlichter Zuschauer, der da reinschneit, sieht mich mit einer von Frau Tismer gestrickten langen Schlange liegen, hinter einem Karton, den sie mittags gebaut hat. Er sieht also sofort, dass ich das Thema Rassismus aufarbeite. Und, entschuldigen Sie bitte, wenn das nicht der öffentlich-rechtliche Auftrag ist, was dann?" Zum Umgang der ARD mit ihrem Bildungsauftrag äußert sich Schmidt allerdings gewohnt moderat: "Ich bin zu geschäftstüchtig, um Kritik an meinem Heimatsender zu üben."


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Leserkommentare

  • Kirsten schrieb via tvforen.de am 25.05.2010, 17.11 Uhr:
    Danke für den Hinweis zu dem Interview! Habe es gerade vollständig gelesen und finde es klasse! Er kann es einfach! ;-)

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