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Jan Grünig feiert sein bemerkenswertes TV-Jubiläum
Bild: WDR

Schon seit der ersten Stunde haben gesellschaftliche Randgruppen aller Art ihren festen Platz in der "Lindenstraße". Für ihr gesellschaftliches Engagement wurde Serienschöpfer Hans W. Geißendörfer und sein Schauspieler-Ensemble regelmäßig gelobt. Für die AIDS-Aufklärung etwa leistete die Serie in den 80er Jahren wertvolle Dienste. Thematisiert wird zum Beispiel auch der Alltag von Familien mit behindertem Kind - in einer Art und Weise, die nicht-betroffenen Familien Einblicke ermöglicht und betroffenen Familie Unterstützung gibt.

Am 10. Juni 1999 wurde in der "Lindenstraße" Martin Ziegler geboren, ein Junge mit Down-Syndrom, der besser bekannt ist unter seinem Spitznamen "Mürfel". Gespielt wird er von Jan Grünig, der ebenfalls das Down-Syndrom hat und schon einige Monate früher, im Februar, seinen 10. Geburtstag feierte. Schon wenige Monate nach seiner Geburt wurden die ersten Szenen für die "Lindenstraße" gedreht (Folge 722, 3.10.99). Mutter Heike Grünig erfuhr damals, dass die "Lindenstraße" einen Jungen mit Down-Syndrom sucht. Sie rief beim WDR an und wurde sofort zum Casting eingeladen: "Ich konnte es kaum glauben, wie schnell das ging. Als mein Mann und ich Jan zum ersten Mal im Fernsehen gesehen haben, waren wir sehr stolz. Seine Rolle bei der 'Lindenstraße' hat mir persönlich auch viel gegeben. So konnte ich besser mit der Situation fertig werden, ein Kind mit Down-Syndrom zu haben". Für Jan sind die Dreharbeiten zur Normalität geworden: "Jan hat zwei Familien und kann das gut unterscheiden", sagt Vater Frank Grünig.

Seine Autogrammwünsche hat Jan übrigens anfangs mit seinem "Jan-Grünig-Stempel" und einem farbigen Fingerabdruck beantwortet. Inzwischen hat er Lesen und Schreiben gelernt. Mit der Rolle des "Mürfel" hat die Serie versucht, die Schwellenangst vor behinderten Menschen abzubauen und zu zeigen, wie liebenswert auch behinderte Kinder sind. Die "Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung" zeichnete das "Lindenstraße"-Team dafür 2001 mit dem Medienpreis "Bobby" aus und gratuliert nun herzlich zum 10-jährigen Mürfel-Jubiläum: "Es ist toll, dass er seit einem Jahrzehnt einen festen Platz in der Lindenstraße hat. Er hat in dieser Zeit Menschen mit Behinderung Anerkennung bei einem Millionenpublikum verschafft und macht ihnen und ihren Familien Mut, ihre besondere Lebenssituation anzunehmen."

Weil Mürfels Fernsehmama Anna zur Zeit im Knast sitzt, wird Jan Grünig erst am 4. Oktober wieder zu sehen sein. In Folge 1244 besuchen die Ziegler-Beimers Anna im Gefängnis.


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Leserkommentare

  • Trudy schrieb via tvforen.de am 20.06.2009, 13.39 Uhr:
    TrudyVielen Dank für die Erklärung. Dass es etwas mit "Würfel" zu tun hat, dachte ich mir schon irgendwie, jetzt weiß ich endlich den Grund.
  • Ursi schrieb via tvforen.de am 19.06.2009, 23.18 Uhr:
    UrsiPaula Tracy schrieb:
    -------------------------------------------------------
    >
    > > Als er das Krabbeln lernte, und Sarah und Anna ihn
    > beobachteten, rollte er sich stets einen Arm ab
    > und drehte sich dabei nach rechts oder links, das
    > sah ein wenig aus wie beim Würfeln. Also hat man
    > aus Martin einen "Mürfel" gemacht.

    So oft schaue ich die Lindenstrasse nicht, bis zu diesen Thread hatte ich auch immer verstanden das der "Würfel" heißt.

    Ursi
  • bettyblue68 schrieb via tvforen.de am 19.06.2009, 21.40 Uhr:
    bettyblue68Ah danke ... naja, so ganz ernst gemeint war mein Vorschlag auch nicht.
    ;-)
  • JR schrieb via tvforen.de am 19.06.2009, 21.14 Uhr:
    JRNein betty, denn das Konsolenspiel ist erst 2008 veröffentlicht worden...und Martin "Mürfel" heißt so seit fast 10 Jahren...
  • Anonymer Teilnehmer schrieb via tvforen.de am 19.06.2009, 20.19 Uhr:
    Anonymer Teilnehmerich denk man sollte auf der welt keine unterschiede machen ob behindert oder nicht, ob schwul oder hetero usw...dann wärs leben denk ich bissl leichter...
  • Paula Tracy schrieb via tvforen.de am 19.06.2009, 19.37 Uhr:
    Paula TracyNico ist schon 14 oder 15, hat jetzt mit der jüngsten Stadler-Tochter die erste Freundin. Und Antonia ist noch keine 4, glaube ich. Also zu alt bzw. zu jung.

    Wahrscheinlich hat er schon Spielkameraden, nur nicht am Donnerstag :-). Wir sehen sie eben nur nicht.

    Die Lindenstraße kann solche Themen natürlich nur anreißen, nicht ständig thematisieren, dazu ist die Zeit zu knapp, es gibt zuviele Darsteller, zu wenig Sendezeit. Das Thema Behinderung war aber schon immer präsent, sei sie angeboren oder auch nicht: Christoph Bogner, Dr. Dressler, Gabi Zenker, Stefan Nossek, Mürfel. Wahrscheinlich habe ich sogar noch was vergessen. Bei Dr. Dressler weiß doch kaum noch einer, dass der zu Beginn nicht im Rollstuhl saß. Auch das ist in der Lindenstraße ganz normal. Natürlich kann man das nicht mit einem Kind vergleichen, das das Down-Syndrom hat, aber beides sind normale Dinge in der Serie, ebenso, dass Gabi taub ist. Es wird nicht ständig thematisiert, und das finde ich viel besser, als ständig auf das schwere Schicksal hinzuweisen. Letzten Endes nehmen Behinderte ja auch am normalen Leben teil.

    Aus einem Lindenstraßen-Chat (ja, ich habe da tatsächlich dran teilgenommen, gestern das erste Mal - mit Hansemann Joachim Luger) weiß ich z. B., dass die Serie besonders beliebt ist bei Gehörlosen. Die werden sich zwar ständig wundern, wieso Gabi mit ihrem CI so gut hören kann (so gut soll das nämlich nicht gehen), aber die schätzen es sicher sehr, dass ihre Serie so normal mit dem Thema umgeht.

    Jetzt bin ich etwas vom Mürfel abgekommen, sorry.
  • Nachdenker schrieb via tvforen.de am 19.06.2009, 19.06 Uhr:
    NachdenkerAber so etwas findet man leider viel zu wenig. Eltern behinderter Kinder benötigen sehr viel Kraft. Leider müssen sie diese für sehr viel Bürokratie verschwenden um das was ihren Kindern an Geld und Hilfsmittel zusteht auch zu bekommen.
    Vor der Geburt wird ihnen alles mögliche versprochen und danach stehen sie oft sehr allein da.

    Nachdenker
  • Nachdenker schrieb via tvforen.de am 19.06.2009, 19.04 Uhr:
    NachdenkerSind Iffis Kinder wirklich so viel älter ?
    Nachdenker
  • Nicole (Nicko) schrieb via tvforen.de am 19.06.2009, 18.55 Uhr:
    Nicole (Nicko)Nachdenker schrieb:
    -------------------------------------------------------
    >
    > PS. Ich denke nicht das unsere Gesellschaft
    > besonders behindertenfreundlich ist und die
    > Integration von behinderten Kindern klappt doch
    > auch nur bis zur Grundschule.

    Ja, dass stimmt, und genau deshalb muss dagegen etwas gemacht werden!

    Bei mir in der nähe gibt es ein Hotel, dass gemischt, d.h. von Behinderten und Nichtbehinderten geführt wird und das finde ich absolut spitze!

    http://209.85.129.132/search?q=cache:tFK9a_zfOfMJ:www.embrace-hotels.de/de/hotels/hofgut-himmelreich/+hotel+das+von+behinderten+gef%C3%BChrt+wird+himmelreich&cd=1&hl=de&ct=clnk
  • Paula Tracy schrieb via tvforen.de am 19.06.2009, 18.51 Uhr:
    Paula TracyDie anderen Kinder aus der Lindenstraße sind älter, wahrscheinlich deshalb, und wie gesagt: Kinder spielten nie eine große Rolle in der Serie, ob nun behindert oder nicht behindert.
  • Nachdenker schrieb via tvforen.de am 19.06.2009, 18.33 Uhr:
    NachdenkerWenn er so dazu gehört frage ich mich warum ich noch nie gesehen habe, dass die anderen Kinder aus der Lindenstraße zu Besuch sind und mit ihm spielen. Wobei ich anmerken möchte das ich nicht immer Lindenstraße sehe und vielleicht mit meiner Behauptung falsch liege.

    Nachdenker

    PS. Ich denke nicht das unsere Gesellschaft besonders behindertenfreundlich ist und die Integration von behinderten Kindern klappt doch auch nur bis zur Grundschule.
  • bettyblue68 schrieb via tvforen.de am 19.06.2009, 17.51 Uhr:
    bettyblue68Vielleicht haben die Beimers ihn [u][b][url=http://tinyurl.com/msel6f]deswegen[/url][/b][/u] Mürfel genannt?
  • Paula Tracy schrieb via tvforen.de am 19.06.2009, 17.49 Uhr:
    Paula TracyGerade habe ich in einem Lindenstraße-Forum nachgelesen. Mürfel heißt ja eigentlich Martin.

    Als er das Krabbeln lernte, und Sarah und Anna ihn beobachteten, rollte er sich stets einen Arm ab und drehte sich dabei nach rechts oder links, das sah ein wenig aus wie beim Würfeln. Also hat man aus Martin einen "Mürfel" gemacht.
  • Trudy schrieb via tvforen.de am 19.06.2009, 17.24 Uhr:
    TrudyKann mir jemand sagen, wie die Zieglers auf den Namen "Mürfel" gekommen sind? Hat dieser Name irgendeine Bedeutung? Das frage ich mich schon seit langem, denn ich kann mich an keine Folge erinnern, die das Zustandekommen dieses Namens behandelt. Wäre schön, wenn mich jemand aufklären könnte.
  • Paula Tracy schrieb via tvforen.de am 19.06.2009, 15.10 Uhr:
    Paula TracyDas weiß ich auch nicht, ich hab's zwar irgendwo mal gelesen, aber wieder vergessen. Am besten mal in einem Lindenstraße-Forum nachlesen ;-)

    Kinder sind in der Lindenstraße alle Nebendarsteller. Hängt ja u. a. auch mit der Zeit zusammen, die ein Kind maximal arbeiten darf.

    Meiner Meinung nach wird aber auch gerade durch die Nebenrolle die Normalität betont. Er gehört dazu, hat den gleichen Status wie alle Kinder in der Lindenstraße.
  • Anonymer Teilnehmer schrieb via tvforen.de am 19.06.2009, 14.57 Uhr:
    Anonymer Teilnehmerich dek aber auch das er nur als nebendarsteller da ist.mal richtig efasst hat sich doch keiner mit ihm oder seiner krankheit....und warum sagen alle mürfel? was soll das bedeuten?
  • Paula Tracy schrieb via tvforen.de am 19.06.2009, 13.36 Uhr:
    Paula TracyNein, er ist sicher kein wichtiger Teil in der Lindenstraßen-Handlung. Um die Handlung geht es aber meiner Meinung dabei nicht, sondern um das "Normale" dabei.

    Eine beliebte Fernsehfamilie (okay, Ziegler-Beimers sind nicht bei allen beliebt, aber zumindest bekannt) hat ein Kind mit Down-Syndrom. Das ist im Grunde die Aussage: es ist normal. Das ist es ja auch, aber man muss nur mal 30 Jahre zurückdenken, als Kinder mit dem Down-Syndrom wie Wesen vom anderen Stern, die nicht sonderlich intelligent sind, behandelt wurden. Und dafür, dass dies nicht mehr so ist, hat die Rolle des "Mürfel" viel bewirkt, mehr als es "Unser Walter" oder "Bobby" getan haben, weil sie nicht so lange und so konstant auf dem Bildschirm waren. Man darf die Wirkung der Lindenstraße nicht unterschätzen. Auch wenn es viele Forenuser gibt, die ständig die Absetzung der Serie fordern, so dürfte sie die bekannteste und beliebteste und auch meistgesehenste deutsche Serie sein, und ihr Einfluss ist groß.
  • Nachdenker schrieb via tvforen.de am 19.06.2009, 13.12 Uhr:
    NachdenkerZitat---Er hat in dieser Zeit Menschen mit Behinderung Anerkennung bei einem Millionenpublikum verschafft und macht ihnen und ihren Familien Mut, ihre besondere Lebenssituation anzunehmen."

    Diese Aussage halte ich für übertrieben. Im übrigen empfinde ich den kleinen Jungen immer mehr als Deko .So richtig in die Handlung eingebunden ist er für mich nicht. Eher schmückendes Beiwerk.

    Nachdenker