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"Love Island"-Kandidat nahm sich das Leben

Großer Schock in Großbritannien: Mike Thalassitis, der 2017 an der britischen Realityshow
Als Thalassitis 2017 in der dritten Staffel von "Love Island" auf der Bildfläche erschien, war er 24 Jahre alt und wollte dort die große Liebe finden. "Ich möchte die Frau meiner Träume kennenlernen. Ich bin der griechische Gott, auf den die Mädels gewartet haben", sagte er selbstbewusst, bevor er in die Villa auf der Insel zog. Zwar blieb er nur zehn von den insgesamt 52 Tagen dort, doch während seiner Mitwirkung hat er für viel Furore gesorgt.
Zwei Jahre nach seiner Teilnahme wurde Mike Thalassitis nun tot in einem Waldstück in der Nähe seiner Wohnung aufgefunden. Der Vorfall hat zu einer hitzigen Diskussion geführt - denn es handelt sich bereits um den zweiten Todesfall im Zusammenhang mit "Love Island". Erst vor wenigen Monaten ist Sophie Gradon, Teilnehmerin der zweiten Staffel, gestorben - die 32-Jährige nahm sich ebenfalls selbst das Leben.Der verantwortlichen Produktionsfirma ITV Studios wird nun vorgeworfen, die Kandidaten nicht ausreichend betreut zu haben. Insbesondere nach der Teilnahme an der Sendung gebe es zu wenig Betreuung, wie viele Ex-Kandidaten auf Twitter bestätigten. Einige seien mit den Reaktionen, Beschimpfungen bis hin zu Morddrohungen in den sozialen Netzwerken überfordert. Sophie Gradon wurde im Netz nach ihrer Teilnahme im Jahr 2016 monatelang gemobbt und rutschte in die Depression. Im Juni 2018 wurde die ehemalige Miss Great Britain tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Die britische Gesundheitsministerin Jackie Doyle-Price kritisierte kürzlich: "Plötzlich leben sie in der Öffentlichkeit. Und was wir von Social Media wissen ist, dass die Leute sie dort trollen und angreifen - nur weil sie es können."
Jonny Mitchell, der zusammen mit Mike Thalassitis bei "Love Island" mitwirkte, rief eine Petition ins Leben mit dem Titel "Keine Selbsttötungen mehr - gebt allen Teilnehmern richtige Unterstützung". Er kenne viele Menschen, die nach einer Reality-TV-Show mit Depressionen zu kämpfen haben. "Ich denke, es ist an der Zeit, aufzuwachen und zu merken, dass die Art, wie die Branche funktioniert, giftig ist und Menschenleben kostet", kritisiert er. Zwar könnten die Teilnehmer während der Sendung mit Psychologen sprechen, doch danach kümmere sich niemand mehr um einen. "Wacht auf, 'Love Island'!", twitterte auch Teilnehmerin Malin Andersson, die einen Monat nach der Geburt ihr neugeborenes Baby verloren hat. "Ich habe Blumen von den Produzenten bekommen, als meine Tochter gestorben ist. Keinen verdammten Anruf, keine Unterstützung, keine Hilfe."
ITV hat inzwischen ein offizielles Statement veröffentlicht. "Jeder bei 'Love Island' ist nach dieser tragischen Nachricht des Todes von Mike Thalassitis absolut geschockt und am Boden zerstört. Er war ein außerordentlich charismatischer, junger Mann, der sowohl bei dem 'Love Island'-Team als auch bei den Zuschauern einen großen Eindruck hinerlassen hat. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gilt in dieser schweren Zeit seiner Familie und Freunden." Wenn so etwas Schlimmes passiert, sei es ganz natürlich zu hinterfragen, ob man etwas hätte tun können, um dies zu verhindern. Allerdings seien die Vorwürfe der mangelnden Betreuung nicht zutreffend. Es gebe vor, während und nach der Teilnahme eine intensive psychologische Betreuung von einem unabhängigen Arzt und einem psychologischen Berater für jeden einzelnen Kandidaten, die kontinuierlich auf ihre körperliche und mentale Gesundheit untersucht würden. Der Tod von Mike Thalassitis habe ITV nun dazu veranlasst, künftig noch proaktiver tätig zu werden. "Wir werden den Kandidaten auch dann helfen, wenn sie sich nicht selbst an uns werden, und ihren Gesundheitszustand proaktiv in regelmäßigen Abständen überprüfen." Außerdem wolle man ihnen Schulungen für den Umgang mit Social Media und Finanzmanagement anbieten.
Der Fußballspieler Mike Thalassitis war zuletzt Single und litt schwer unter der Trennung von seiner Freundin Megan McKenna, ebenfalls ein Reality-Star, mit der er sieben Monate lang liiert war. Im vergangenen Sommer trennte sich das Paar. Via Instagram tat Megan ihre Trauer kund: "Es tut mir leid, dass ich so inaktiv war, aber ich stehe komplett unter Schock und versuche, das immer noch zu verstehen. Meine Gedanken und meine Gebete sind bei Mikes Familie. Ruhe in Frieden, Mike." Auch "Love Island"-Moderatorin Caroline Flack äußerte sich: "Mike, du warst ein totaler Gentleman, das werde ich nie vergessen. Es ist so, so traurig. Du wirst vermisst. Ruhe in Frieden."
Psychische Erkrankungen und Suizidgedanken können jeden treffen. Wenn du selbst oder jemand in deinem Umfeld von Suizidgedanken betroffen ist, scheue dich nicht davor, Hilfe zu suchen!
Du erhältst kostenlos und anonym Hilfe von erfahrenen Beratern bei der Telefonseelsorge unter den Telefonnummern 0 800-111 0 111 oder 0 800-111 0 222. Weitere Hilfsangebote bietet auch die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention.
Darüber hinaus kannst du dir bei deinem Hausarzt des Vertrauens Rat holen. Er kann dir helfen, geeignete Psychiater und Psychotherapieplätze zu finden.
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